Tierische Freu(n)de nicht nur am Welt-Alzheimer-Tag

Tierische Freu(n)de nicht nur am Welt-Alzheimer-Tag
Tiere geben auch den an Demenz erkrankten Bewohnern ein Gefühl des Wohlbefindens. (Bild: Stiftung Liebenau/Presse)
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Redaktion

Kressbronn (wb/le) – Tiere sind was Schönes. Ob Hund oder Katze, sie kuscheln, lassen sich kraulen und sind des Menschen bester Freund. Aber Tiere können noch viel mehr: Sie können helfen, Freude in einen Alltag zu bringen, in dem die Menschen oft nicht mehr viel von außen wahrnehmen können. Im Haus der Pflege St. Konrad in Kressbronn haben Hund und Katze sogar einen therapeutischen Auftrag. Tiere wirken sich positiv auf das physische, psychische und soziale Wohlbefinden demenzkranker Menschen und damit auf deren Lebensqualität aus.

Tierische Begleiter

Paula und Emma gehören als Hauskatzen fest ins Haus St. Konrad, das zur Stiftung Liebenau gehört, und leben im Wohnbereich im Obergeschoss. Paula hat sich recht schnell zur Hauskatze entwickelt und verlässt den Wohnbereich im Obergeschoss nicht. Sie nimmt sich jedem Bewohner an, wo sie merkt, dass sie gemocht wird. Sie schlendert von Zimmer zu Zimmer und von Rollator zu Rollator. Jede und jeder nimmt sich Paula an – egal ob Mitarbeitende oder Bewohner. Sie hat ihren Schlafplatz im Wohnzimmer. Hier wird sie auch gefüttert. Emma hingegen ist eher außerhalb des Hauses unterwegs und ist fix bei einer Bewohnerin im Wohnbereich im Erdgeschoss und wird von dieser auch versorgt.

Hunde und Menschen freuen sich über Begegnungen

Hündin Tequila gehört einer Mitarbeiterin aus dem Wohnbereich im Erdgeschoss. Tequila begleitet die Kollegin immer zu ihren Diensten, egal ob Früh-, Spät- oder Nachtdienst. Tequila ist im Haus St. Konrad als Begleiterin ihres Frauchens groß geworden. Ganz viele wissen die Nähe von Tequila zu schätzen. Aber die Hündin wird auch gezielt zur Therapie eingesetzt, wenn sich eine Bewohnerin zum Beispiel zurückzieht oder es jemandem nicht gut geht, kommt sie speziell zum Einsatz. Allein die Anwesenheit, das Streicheln und Kuscheln, haben, gerade bei demenziell erkrankten Menschen, eine gesundheitsförderliche Wirkung.

Hündin Luci ist im Schnitt zwei Tage die Woche mit Einrichtungsleiterin Sabrina Dausch im Büro. „Luci und Tequila schlendern gemeinsam durch die Wohnbereiche oder springen spielend durch den Garten. Da kommt manchmal richtig Action im Alltag auf und der ein oder andere „Lacher“ ist immer dabei.“, sagt Sabrina Dausch. Viele der Bewohner lassen sich inzwischen von ihren Angehörigen Leckerlis mitbringen, um die Hunde füttern zu können. Natürlich wissen die Hunde genau, wo sie was abstauben können. Sowohl Hund als auch Mensch freuen sich, wenn sie einander begegnen. Dies zeigt, dass die Tiere den Alltag im gesamten Haus lustiger und leichter machen.

(Quelle: Stiftung Liebenau)