Tiere: Futterknappheit in Hochwasser Region – Regierung will helfen

Tiere: Futterknappheit in Hochwasser Region – Regierung will helfen
Das Hochwasser im Westen Deutschlands hat zahlreichen Menschen ihre Existenz zerstört. Vorallem in der Landwirtschaft sind Ernteerträge bei fast 0. Die Regierung mahnt, dass die Futterversorung in den Flutgebieten angespannt ist. (Bild: picture alliance / ZB | Jan Woitas)
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Redaktion

In den Flutgebieten im Westen Deutschlands zeichnet sich gerade eine Futterknappheit für Tiere ab. Die Bundesregierung will dem entgegensteuern: Bundesministerin Julia Klöckner will nun mit einem neuen Verordnungsentwurf die Nutzung von „ökologische Vorrangflächen“ für Futterzwecke freigeben.

Durch die Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen wurden zahlreiche Ernten von landwirtschaftlichen Betrieben zerstört. Aufgrund der Ernteknappheit ist Viehfutter in den betroffenen Regionen zurzeit Mangelware. Hinzu kommen leere Reserven, die aufgrund der letzten drei Dürrejahre aufgebraucht wurden. Wie das Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft mitteilte, seien „insbesondere Betriebe mit Rinder-, Pferde- oder Schafhaltung betroffen“.

In der nächsten Sitzung des Bundeskabinetts wird Bundesministerinfür Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner (CDU), einen Verordnungsentwurf vorbringen. So sollen Bundesländer Gebiete mit witterungsbedingtem Futtermangel ausweisen können. In diesen Gebieten können Landwirte dann auch „bestimmte“ ökologische Vorrangflächen für den Anbau von Tierfutter nutzen.

Bundesministerin Klöckner zeigte sich über die Situation besorgt: „Viele berichten, dass es ihnen aufgrund der Schäden an Viehfutter fehlt. Um sicherzustellen, dass die Tiere weiter gut versorgt werden können, habe ich gehandelt. Dem Kabinett lege ich einen Verordnungsentwurf vor, der es den Bauern ermöglicht, zusätzliche Flächen für Futterzwecke zu nutzen“. „Wir helfen konkret – Schritt für Schritt.“ so die Ministerin weiter.

Klöckner: „müssen weiter pragmatisch unter die Arme helfen“

Es gehe konkret um sogenannte Zwischenfrüchte, zum Beispiel Kleegrasgemische, die nach der Ernte der Hauptkultur ausgesät werden. Aufgrund der EU-Agrarförderungen dürfen als „ökologische Vorrangflächen“ angemeldete Flächen nur dann für Tierfutter genutzt werden, wenn sie mir Schafen und Ziegen beweidet werden. Mit der Ausnahmeregelung gilt auch die Beweidung mit anderen Tierarten wie zum Beispiel Rindern oder Pferden oder ein Schnitt für die Futterzwecke.

Eine genaue zeitliche Begrenzung gibt es laut dem Verordnungsentwurf noch nicht. Wie das Bundeministerium für Ernährung und Landwirtschaft aber mitteilte sei de Regelung auf dss Jahr 2021 beziehungsweise den Anfang des Jahres 2022 begrenzt. „Den betroffenen Landwirten in den Flutregionen müssen wir weiter pragmatisch unter die Arme greifen“ so die Bundesministerin Julia Klöckner (CDU) in einer Mitteilung.