SVA-Handballerinnen dürfen Kantersieg bejubeln

SVA-Handballerinnen dürfen Kantersieg bejubeln
Bleibt im eigenen "Wohnzimmer" eine Macht: das Damenteam des SV Allensbach. (Bild: Thomas Scherer)
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Redaktion

Allensbach – Die Drittligahandballerinnen des SV Allensbach sind im eigenen Wohnzimmer weiter ungeschlagen geblieben. Gegen die TS Herzogenaurach gelang den „Hühnern“ in der 3. Liga (Staffel F) ein deutlicher 37:22-Sieg. 

Ein Erfolg in dieser Höhe war – laut Vereinsmitteilung – zwar so nicht unbedingt abzusehen, da sich Herzogenaurach in dieser Saison bisher als unangenehmer Gegner präsentierte. Zudem war Katharina Bok kurzfristig nicht mit an Bord. Für sie führte Sara Goudarzi auf Rückraum Mitte Regie und spielte stark auf.

SVA zieht mit zunehmender Spieldauer davon

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase konnten sich die Allensbacherinnen bis zur 10. Minute auf drei Tore absetzen. Dann verletzte sich die Gäste-Torhüterin und konnte fortan nicht mehr mitwirken. Das war ihren Mitspielerinnen anzumerken.

Der SV Allensbach drückte – so der Verein weiter – nach wie vor aufs Gaspedal und baute die Führung durch einen 5:0-Lauf auf 13:5 aus, was in der 15. Minute schon so etwas wie die Vorentscheidung war. Denn die Abwehr um den Innenblock mit Junioren-Nationalspielerin Kimberly Gisa und Julia von Kampen ließ wenig.

Und auch Torhüterin Joelle Arno wusste zu glänzen. Aus dieser Defensive zogen die Allensbacherinnen ihr schnelles Tempospiel auf und profitierten folgerichtig auch von einer sehr guten Chancenauswertung. Den Halbzeitstand von 21:12 feierten die SVA-Fans in der Riesenberghalle euphorisch.

Gastgeberinnen bleiben voll bei der Sache

In der zweiten Halbzeit knüpfte das Team von Sandra Reichmann und Oliver Lebherz nahtlos an die Leistung aus den ersten 30 Minuten an. Egal in welcher Formation – in der Defensive arbeiteten die „Gelb-Blauen“ sehr gut, lediglich im Angriff fehlte in einigen Szenen die Abstimmung.

Die Gäste aus dem Norden Bayerns gaben sich nicht allerdings keinesfalls auf und kamen immer wieder durch ihre beiden gefährlichsten Werferinnen Lisa Neumann und Laura Brockschmidt zu Torerfolgen.

Aber die Gastgeberinnen spielten weiter wie im Rausch und krönten die starke Leistung in der 55. Minute mit einem sehenswerten Kempa-Tor von Greta Rinkeviciute nach Zuspiel von Sara Goudarzi. Neben Nadja Greinert mit neun Toren, waren Rinkeviciute und Goudarzi auch die erfolgreichsten Allensbacher Werferinnen.

Am Ende stand ein deutlicher 37:22-Sieg zu Buche, der Platz drei in der Tabelle festigte und auch das Torverhältnis verbesserte. Am kommenden Samstag, 18. Dezember, tritt der SV Allensbach noch bei der HSG Würm-Mitte vor den Toren Münchens an. Das Spiel wurde bereits im Vorfeld der Saison aus dem Oktober auf das letzte Wochenende vor Weihnachten verlegt.

SV Allensbach: 

Arno, Petrovic (Tor); Mitreiter, Hoefs (1), Goudarzi (5/1), Greinert (9/3), Walz (4), Gisa (2), von Kampen (3), Epple (4), Rinkeviciute (5), Heieck (2), Lützkendorf (2).