Streckensperrungen und Zugausfälle wegen Bombenentschärfung

Streckensperrungen und Zugausfälle wegen Bombenentschärfung
Ein Flatterband mit der Aufschrift «Polizeiabsperrung». (Bild: Patrick Seeger/dpa/Symbolbild)
WOCHENBLATT
Redaktion

Gesperrte Bahnstrecken und Straßen – die Entschärfung einer Weltkriegsbombe in Karlsruhe hat vor allem Bahnreisende tangiert.

Karlsruhe (dpa/lsw) – Die Entschärfung einer Weltkriegsbombe in Karlsruhe hat im Bahnverkehr für Verspätungen und Zugausfälle gesorgt. Nach Angaben der Deutschen Bahn mussten für die Nord-Süd-Verbindung wichtige Strecken zwischen Karlsruhe und Rastatt am späteren Freitagmorgen gesperrt werden. Einige Fernzüge wurden umgeleitet, andere mussten Haltepunkte anfahren, auch fielen Verbindungen aus. Das Hochspannungsnetz der Bahn wurde in dem Bereich kurzzeitig abgeschaltet. Eine Bahnsprecherin rechnete mit einer Normalisierung des Zugverkehrs bis zum frühen Nachmittag.

Gegen 12.40 Uhr wurde Entwarnung gegeben: «Die Bombe ist erfolgreich entschärft», meldete die Stadt. Alle Sperrungen wurden aufgehoben. Rund 100 Menschen konnten in ihre Wohnungen zurück. Die Arbeiten des Kampfmittelräumdienstes hatten sich verzögert, weil die Polizei zunächst Radfahrer aus dem gesperrten Gebiet verweisen musste.

Obwohl mit der L605 auch ein vielbefahrener Autobahnzubringer kurzzeitig gesperrt wurde, hielten sich die Verkehrsbehinderungen laut Polizei in Grenzen. Von der Bombenentschärfung waren nach Auskunft der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) zwischen Karlsruhe Hauptbahnhof und Rastatt Bahnhof auch die Stadtbahnen der S7, S71, S8 und S81 betroffen – die Linien fielen kurzzeitig aus.

Der Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg war am Donnerstag bei Kampfmittelsondierungsarbeiten nahe einem Sportplatz in einem eher dünn besiedelten Gebiet gefunden worden. Für die Entschärfung wurde das Gelände weitläufig abgesperrt. Wer für die Dauer der Bombenentschärfung keine andere Unterkunft hatte, konnte in einem nahen Jugendzentrum unterkommen.

Verspätungen und Zugausfälle um Pforzheim herum hatten allerdings eine andere Ursache: Nach Angaben einer Bahnsprecherin hatte ein defektes Stellwerk in Bruchsal zwischen 10.25 und 11.45 Uhr für Probleme im Zugverkehr zwischen Karlsruhe und Stuttgart gesorgt.