Stiftung Warentest: Welches Wasser- oder Frucht-Eis mit Bio-Siegel ist das beste?

Stiftung Warentest: Welches Wasser- oder Frucht-Eis mit Bio-Siegel ist das beste?
Verschiedene bunte Eis am Stiel mit frischen Früchten - Die Stiftung Warentest bewertet. (Bild: picture alliance / Zoonar | Barbara Neveu)
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Redaktion

Die Sonne scheint, die Temperaturen liegen im zweistelligen Bereich. Endlich wieder Eis-Zeit in Deutschland! Damit die Erfrischung mit gutem Gewissen verspeist werden kann, greifen viele lieber zum Bio-Siegel. Doch wie gut sind die wirklich? Hier die Testergebnisse.

Flutschfinger, Wassereis zum Selber-Einfrieren und all die anderen kühlen Leckereien begeistern Menschen seit Generationen. Inzwischen gibt es viele klassischen Eis-Sorten auch mit Bio-Siegel. Doch sind die wirklich besser oder gesünder? Stiftung Warentest hat für die aktuelle Ausgabe ihrer Zeitschrift „test“ überprüft, ob die kalten Erfrischungen wirklich empfehlenswert sind. Untersucht wurden 15 Eis auf Frucht- und Wasserbasis sowie zehn Produkte zum Selbsteinfrieren. Im Fokus standen Aroma und Zuckergehalt. Das Ergebnis: Von Fruchtgenuss bis Zuckerbombe ist alles dabei.

Viel Frucht und wenig Zucker bei Alnatura und Froobie

Bei den Aromen unterschieden die Tester die Produkte in drei Kategorien: Eis mit fruchteigenem, natürlichem und nicht-natürlichem Aroma. Lebensmittel ohne zugesetztes Aroma schmecken original nach den verwendeten Früchten. Wer das mag, für den sind die beiden Bio-Eis-am Stiel von Alnatura und von Froobie mit viel Frucht und relativ wenig Zucker die beste Wahl.

Fantasie-Geschmack vs. Natürlichkeit

Die meisten Eis-Erzeugnisse enthalten natürliche oder nicht-natürliche Aromen. Alle Zusätze sind in Lebensmitteln zugelassen und gesundheitlich unbedenklich, aber sie verleihen dem Eis einen künstlichen Geschmack. Vor allem die Produkte zum Selbsteinfrieren sind mit Fantasiearoma versetzt. Hier gibt’s nur eines mit authentischem Fruchtgeschmack. Bei vielen wecken aber gerade solche Fantasie-Aromen Kindheitserinnerungen. Ob man das mag, kann nur jeder für sich selbst entscheiden.

Eis zum Selbst-Einfrieren punktet mit geringem Zuckergehalt

Allerdings punktet das Selbermacher-Eis mit einem geringen Zuckergehalt. Da es in kleineren Portionen abgefüllt wird, kommt es schon dadurch auf weniger Gramm. Ausnahme ist das Paul Braun Kratzeis. Der 200 Milliliter-Becher enthält umgerechnet rund sieben Stück Würfelzucker. Bei den klassischen Frucht- und Wassereis ist jedes dritte eine Zuckerbombe. Die größte ist das Mandarinenfruchteis von Florida mit umgerechnet 18 Zuckerwürfeln in 150 Milliliter.

Wer wissen will, wieviel Prozent des täglichen Zuckerverbrauchs sein Kind mit verpackten Lebensmitteln wie Eis ausschöpft, erfährt das unter dem Ernährungsrechner der Stiftung Warentest.

Die ausführlichen Testergebnisse erscheinen in der Maiausgabe der Zeitschrift test und sind online abrufbar ab dem 20.04.2022 unter www.test.de/frucht-wassereis.

(Quelle: Stiftung Warentest)