Stiftung Valentina – Kraft für kleine Helden

Stiftung Valentina – Kraft für kleine Helden
Du bist nicht allein: Hilfe für schwerstkranke Kinder durch die Stiftung Valentina. (Bild: picture alliance / photothek | Thomas Trutschel/Stiftung Valentina)
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Redaktion

Wangen – Mit der Stiftung Valentina haben Renate und Kurt Peter eine Stiftung ins Leben gerufen, um schwerstkranken Kinder und ihre Familien zu unterstützen. Leben bis zuletzt: Bis zum Ende soll eine möglichst hohe Lebensqualität für schwerkranke Kinder geschaffen werden.

Wer war Valentina?

Valentina war 12 Jahre alt, als sie die Diagnose bekam, dass sie einen sehr aggressiven Knochentumor hat. Bei nur 20 % lag die Überlebenswahrscheinlichkeit – was Valentina auch wusste.

Nach der Diagnose wurde sofort mit der Therapie begonnen, in der Hoffnung, den Tumor noch eindämmen zu können. Valentina musste ab dann ihr Leben im Bett, mit Infusionsständern und mit Krücken und Rollstuhl bewältigen. Trotzdem war sie immer fröhlich, munter und kampfeslustig. Sie nahm die Kriegserklärung des Tumors an und wurde zur Kämpferin.

Valentina nach der tödlichen Diagnose in der Uniklinik.
Valentina nach der tödlichen Diagnose in der Uniklinik. (Bild: Stiftung Valentina)

Valentina ging die darauffolgenden Wochen und Monate durch Höhen und Tiefen. Das KK3-Team (Anmerkung: KK3 ist die Station der Kinderonkologie) der Uniklinik Ulm gab alles dafür, dass sie und ihre Familie möglichst viele, schöne, gemeinsame Tage hatten – und Valentina füllte die Tage mir ihrer Positivität, Lebensfreude und ihrem Kampfgeist.

Bis zum Ende kämpfte Valentina um die Schönheit eines jeden Tages – und wenn ihre Kräfte auch nur für ein gemeinsames Kartenspiel ausreichten. Valentina starb friedlich am Abend ihres letzten Tages in der Uniklinik Ulm.

Vision der Stiftung

Alle Kinder sind am liebsten zu Hause bei ihren Familien, in ihrem normalen, gewohnten, vertrauten Umfeld. Doch manchmal sind selbst die Kleinsten so schwer krank, dass nur noch die Universitätsklinik ihnen helfen kann.

Diese tapferen kleinen Helden müssen oft sehr viel Zeit in der Uniklinik verbringen und sogar dort sterben, obwohl sie insbesondere am Lebensende am liebsten zu Hause bei ihren Eltern und Geschwistern sein wollen. Das versucht die PalliKJUR zu realisieren.

Die Vision: sterbenskranke Kinder sollen bis zuletzt möglichst viel Zeit zu Hause mit ihren Familien verbringen können und dabei ambulant, intensiv-medizinisch, palliativ durch die Universitätsklinik versorgt werden.

Das Ziel der Stiftung

Gemeinsam mit der Universitätsklinik Ulm als Best Practice Beispiel finanziert die Stiftung ein ambulantes und stationäres Palliativangebot für Kinder. Dieses Angebot wird aus den Erträgen des Stiftungskapitals und durch Spenden co-finanziert.

Ein strukturelles Ziel ist die Entwicklung einer erfolgreichen Aktionspartnerschaft, also einer Art von „Public-Private-Partnership“, die später als Angebots- und Finanzierungsmodell an andere Partner an anderen regionalen Orten weitergegeben werden kann.

Was für eine Lösung bietet die Stiftung Valentina?

Um die schwerst- und sterbenskranken Kinder in sieben Landkreisen um die Uniklinik Ulm herum intensiv-medizinisch, professionell und palliativ zu Hause zu versorgen, hat die Stiftung Valentina eine erfolgreiche Kooperation mit der Uniklinik Ulm gebildet.

Während die Uniklinik das spezialisierte medizinische Angebot zur Verfügung stellt und den Service durchführt, bringt die Stiftung Valentina in Zusammenarbeit mit vielen Freunden, Spendern, Sponsoren und Förderern die notwendigen finanziellen Mittel für eine erfolgreiche Arbeit des hochqualifizierten Teams der Uniklinik Ulm auf. Konkret werden als gemeinnützige Stiftung Spenderinnen und Spender sowie Unternehmen angesprochen und um die finanzielle und werbliche Unterstützung gebeten. Ganz im Sinne von Valentinas Vermächtnis.

Übergabe des Einsatzfahrzeuges an die Uniklinik Ulm durch die Stiftung Valentina.
Übergabe des Einsatzfahrzeuges an die Uniklinik Ulm durch die Stiftung Valentina. (Bild: Stiftung Valentina)

Das Projekt PalliKJUR

PalliKJUR ist ein Kooperationsprojekt der Kliniken für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsklinikum Ulm und der Oberschwabenklinik Ravensburg. Gemeinsam organisieren die Kliniken die spezialisierte, ambulante Palliativversorgung (SAPPV) für Kinder und Jugendliche.

Das Projekt hat das Ziel, dass Kinder mit unheilbaren, lebensverkürzenden Krankheiten so viel Zeit wie möglich zu Hause verbringen können und dabei die bestmögliche Lebensqualität haben.

PalliKJUR organisiert und koordiniert die Versorgung vor Ort und arbeitet dabei eng mit Pflegediensten, niedergelassenen Ärzten, ambulanten und stationären Hospizdiensten sowie anderen Kinderkliniken zusammen. Die palliativmedizinisch geschulten und erfahrenen Kinderärzte und -ärztinnen  und Kinderkrankenpfleger-Teams sind jeden Tag 24h erreichbar und besuchen die Kinder bei Bedarf vor Ort, in ihrem zu Hause.

Erfolge der Stiftung

Seit der Gründung im Jahr 2016 konnte dank der großzügigen Hilfe von weit über 1.000 Personen, Organisationen und Unternehmen Projekte in Höhe von mehr als 1.000.000 € für die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Uniklinik Ulm finanziert werden. Allerdings ist die Finanzierungslücke in der ambulanten Versorgung von schwerkranken Kindern so groß, dass immer noch sehr viel Finanzierungsbedarf besteht.

Unterstützung für die Stiftung Valentina

Die Stiftung Valentina lebt von der Unterstützung vieler, um mit ihren Spenden den schwerkranken Kindern eine möglichst hohe Lebensqualität zu verschaffen. Informationen findet man unter: www.stiftungvalentina.de

Spenden können gegen eine Spendenquittung auf folgendes Konto überwiesen werden:

Kontoinhaber: Bürgerstiftung Kreis Ravensburg
Bank: Kreissparkasse Ravensburg
IBAN: DE93 6505 0110 0101 1450 60
BIC: SOLADES1RVB
Verwendungszweck (WICHTIG):
Spende Stiftung Valentina