Stadt und Narrenverein einigen sich: Es wird keine größeren Fasnetsveranstaltungen geben

Stadt und Narrenverein einigen sich: Es wird keine größeren Fasnetsveranstaltungen geben
Große Fasnets-Veranstaltungen lassen sich nicht durchführen. (Bild: David Keller)
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Redaktion

OB Beck: „Fasnet und Corona vertragen sich nicht“ – Auch in Nendingen, Möhringen und Eßlingen keine größeren Veranstaltungen

Tuttlingen – Obwohl es bis zum Beginn der fünften Jahreszeit noch eine Weile hin ist, ergriff Tuttlingens OB Michael Beck bereits jetzt die Initiative und besprach die kommende Fasnet mit der Vorsitzenden des Narrenvereins Honberger, Sonja Vogler. OB Beck betonte dabei die Rolle der Stadt: „Auf uns wird ein besonderes Augenmerk gerichtet“. Sonja Vogler stimmte zu: „Selbst unter den geltenden Corona-Bestimmungen lassen sich größere Veranstaltungen nicht durchführen“. OB Beck und Sonja Vogler waren sich daher einig, dass der Umzug am Fasnets-Samstag, der Kinder-Umzug, der Zunftmeisterempfang sowie die Rathauserstürmung und die Saalfasnet in Tuttlingen nicht stattfinden werden. Dies gilt auch für Empfänge der Ortsvorsteher in Nendingen und Möhringen, mit denen OB Michael Beck dies im Vorfeld bereits abgestimmt hat.

Es gibt noch keine Gewissheit, wie sich die weltweite SARS-COV2-Pandemie entwickeln wird. Doch selbst unter den aktuell geltenden Bedingungen lassen sich große Fasnets-Veranstaltungen nicht durchführen. „Ein großer Umzug mit Hunderten Zuschauern ist nicht durchführbar“, waren sich OB Beck und Sonja Vogler einig. Schon die geltenden Bestimmungen ließen sich dabei nicht oder nur mit riesigem Aufwand umsetzen. „Die Freude an der Fasnet bleibt dabei auf der Strecke“, fasst es OB Beck zusammen. „Auch wir glauben, dass wir auf diese Veranstaltungen dieses Mal verzichten müssen“, bekräftigt Sonja Vogler die Haltung des Narrenvereins.

„Die Vereine müssen Planungssicherheit haben“, erläutert OB Beck, „wenngleich die Entwicklung natürlich dynamisch erfolgt“. Bereits jetzt, da stimmten OB Beck und Sonja Vogler überein, war eine Absage der größten Veranstaltungen unausweichlich: „Wir bedauern diesen Schritt, aber die Pandemie lässt uns keine Wahl.“ Die Sicherheit der Närrinnen und Narren, aber vor allem auch der Veranstaltungsbesucher, habe stets oberste Priorität. „Fasnet und Corona vertragen sich nicht“, bringt es OB Beck auf den Punkt.

Auch in Nendingen, Möhringen und Eßlingen wurde Kontakt mit den Vereinen aufgenommen und das gleiche Einvernehmen erzielt. Die Ortsvorsteher von Nendingen und Möhringen werden folgerichtig auch keine Rathaus-Empfänge durchführen.

Neben der Absage dieser großen Veranstaltungen stehen auch die übrigen Aktionen auf dem Prüfstand. Hier haben die Vereine aber die Möglichkeit, Veranstaltungen in geänderter oder kleinerer Form dennoch durchzuführen – selbstverständlich unter den dann geltenden Bestimmungen und unter eigener Regie.

Benjamin Hirsch