Stadt Ravensburg würdigt den Transfer von Wissen

Stadt Ravensburg würdigt den Transfer von Wissen
Michael Lutz, Sophie Scholz, Vittorio Serra und Sebastian Veigl haben sich mit Bahnberechnungsmethoden für die Jupitermonde beschäftigt und damit in Fachkreisen für Furore gesorgt. (Bild: DHBW)
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Redaktion

Ravensburg – Der Wissenschafts- und Transferpreis 2021 der Stadt Ravensburg geht an vier Studierende Luft- und Raumfahrttechnik vom Campus Friedrichshafen der DHBW Ravensburg.

Michael Lutz, Sophie Scholz, Vittorio Serra und Sebastian Veigl haben sich mit Bahnberechnungsmethoden für die Jupitermonde beschäftigt und damit in Fachkreisen für Furore gesorgt. Die Ergebnisse ihrer Arbeit wurden in eine weltweit von Fachleuten genutzte Open Source-Berechnungsbibliothek aufgenommen.

Der Preis wird jährlich vergeben

Der mit 1.000 Euro dotierte Wissenschafts- und Transferpreis wird in jedem Jahr an Studierende oder Professoren der DHBW Ravensburg vergeben. Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp „überreichte“ den Preis in diesem Jahr online.

Ergebnisse begeistern Fachkreise

Alle sechs Jahre, wenn sich die Erde und die Sonne in der Orbitalebene der Jupitermonde befinden, sind Sternwarten, Profi- und Hobbyastronomen aufgefordert, sich an Beobachtungen der Jupitermonde zu beteiligen. Sie sammeln dabei wichtige Daten für verschiedene Raumfahrtmissionen. Mit dabei waren auch vier Studierende der DHBW Ravensburg, die sich zudem mit der Implementierung von Bahnberechnungsmethoden der Monde beschäftigten. Sie haben präzise Algorithmen nach der sogenannten Lieske E5-Methode zur Positionsberechnung der Jupiter-Monde implementiert. Mit tollem Erfolg, denn ihre Ergebnisse wurden tatsächlich begeistert aufgenommen in die von Fachkreisen gefütterte Phyton-Bibliothek für diese Berechnungen.

Note 1 für hervorragende Studienarbeit

Sie konnten darin gar eine Berechnungslücke schließen, die Erkenntnisse stehen nun Astronomen weltweit zur Verfügung. Im Anschluss wurden die theoretischen Berechnungsmethoden durch praktische Beobachtungen validiert und die gemessenen Daten beim IMCCE, beim Französischen astronomischem Institut, L’Institut de mécanique céleste et de calcul des éphémérides in Paris, eingereicht.

Studiengangsleiter Luft- und Raumfahrttechnik, Prof. Dr.-Ing. Thomas Mannchen, „spendierte“ für die hervorragende Studienarbeit zudem die Note 1.

(Quelle: DHBW/Presse/le)