Stadt Ravensburg schaltet ihren Telegram-Kanal ab

Stadt Ravensburg schaltet ihren Telegram-Kanal ab
Über den Messengerdienst hatte die Stadt bislang ausgesuchte Informationen an den Kreis ihrer Abonnenten verschickt. (Bild: pixabay)
WOCHENBLATT
Redaktion

Ravensburg – Die Stadt Ravensburg hat ihren Telegram-Kanal abgeschaltet. Sie setzt damit ein Zeichen, nicht auf derselben Plattform aktiv zu sein, wie eine Vielzahl von Querdenkern und Coronaleugnern, die dort ungestört Botschaften mit Hass und Hetze verbreiten. Des Weiteren unterstreicht die Stadt damit ihre Kritik gegenüber dem Messengerdienst, dass er nicht konsequent gegen Inhalte mit Hass und Hetze durch Löschen vorgeht.

Der Messengerdienst Telegram wird im Sinne eines sozialen Netzwerks immer mehr von Querdenkern und Coronaleugnern missbraucht. Sie nutzen die Plattform für die Verbreitung ihrer zweifelhaften Botschaften sowie nachweislich für Falschnachrichten und organisieren sich darüber zu rechtswidrigen Versammlungen.

Hinzu kommt: Telegram selbst komme dem Löschen von kritischen Inhalten nur unzureichend nach, so Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp. „Das erst ermöglicht es den Querdenkern ungestört ihre Hassbotschaften und Falschnachrichten zu verbreiten. Ein Dienst, mit solch einer Geschäftspolitik, will ich als Stadt Ravensburg nicht mehr nutzen.“

Die Stadt hat nun ihr Telegram-Benutzerkonto gelöscht. Damit kommen keine städtischen Nachrichten mehr über Telegram an Interessierte. Über den Messengerdienst hatte die Stadt bislang ausgesuchte Informationen an den Kreis ihrer Abonnenten verschickt.

OB Dr. Rapp: „Es tut mir leid, einen Informationskanal zu verlieren. Unsere Abonnenten haben unseren Infoservice sicherlich gerne in Anspruch genommen. Ich bitte aber um Verständnis, wir können da einfach nicht mehr mitmachen.“

Die Stadt Ravensburg betreibt neben ihrer eigenen Homepage zahlreiche andere Kanäle in den Sozialen Medien, wie beispielsweise Facebook, Instagram und YouTube. Diese Dienste erkennen die deutsche Gesetzgebung an und löschen fragwürdige Inhalte nach den Vorgaben des Netzwerkdurchsuchungsgesetzes.

(Pressemitteilung: Stadt Ravensburg)