Stadt hofft auf möglichst viele Briefwähler

Stadt hofft auf möglichst viele Briefwähler
In diesem Jahr wird es - auch in Wangen - mehr Briefwähler geben. (Bild: pixabay)
WOCHENBLATT
Redaktion

Wangen – Aufgrund der Pandemie läuft die Landtagswahl – so die Stadt Wangen – am Sonntag, 14. März, unter besonderen Vorzeichen ab. Damit die Corona-Auflagen eingehalten werden können, ziehen zahlreiche Wahllokale in Wangen um. Außerdem hat die Stadt die Anzahl der Briefwahlbezirke verdoppelt. Ein erstes Ergebnis werde zwischen 19.30 Uhr und 20 Uhr erwartet.

Die Stadt rechne – laut Mitteilung – bei dieser Wahl damit, dass deutlich mehr Bürgerinnen und Bürger als Vorsichtsmaßnahme das Briefwahlangebot nutzen. Und genau dazu ruft die Stadt auch auf, wie Hermann Weinschenk sagt. Als Hauptamtsleiter ist er federführender „Wahlmanager“ der Stadt.

Wie bei zahlreichen Wahlen zuvor, bleibe es bei 18 Wahllokalen in der Stadt und den sechs Ortschaften. Allerdings gibt es darüber hinaus zehn Briefwahlbezirke und damit doppelt so viele wie zuletzt bei den Kommunalwahlen im Jahr 2019.

Mit dieser Zahl orientiere sich die Stadt an den Erfahrungen der beiden jüngsten Stuttgarter OB-Wahlgänge und hat diese Daten auf die gut 20.000 Wahlberechtigten in Wangen  herunter gebrochen. In der Landeshauptstadt gab es einen Briefwahl-Anteil von 40 bis 60 Prozent. „Auch wir rechnen wegen der Pandemie mit wesentlich mehr Briefwählern“, sagt  Hermann Weinschenk. Pro Briefwahlbezirk kalkuliert er mit rund 600 abgegebenen Stimmen.

Wo die Standorte der Wahlräume sind:

Wegen der Pandemie muss in den Wahllokalen das Einhalten von Abstands- und Hygieneregeln möglich sein. Da viele Wahlräume dafür zu klein sind, befinden sie sich in ganz vielen Fällen nicht an den seit Jahren oder Jahrzehnten gewohnten Standorten, sondern zumeist in größeren Sälen und Hallen. Folgende Wahllokale ziehen um:

  • Wahlbezirk 1 (Innenstadt, Leutkircher Vorstadt): vom Weberzunfthaus-Café in die Stadthalle
  • Wahlbezirk 2 (Lindauer Vorstadt): von der ehemaligen Anton-von-Gegenbaur-Schule ins Rupert-Neß-Gymnasium
  • Wahlbezirk 4 (Berger Höhe Nord, Haid): von der Berger-Höhe-Schule in die dortige Sporthalle
  • Wahlbezirk 5 (Wittwais, Ölmühle, Herfatz): vom Kindergarten St. Michael in die Praßbergsporthalle
  • Wahlbezirk 8 (Isnyer Vorstadt): von der Ebnetschule ins Foyer der Ebnet-Sporthalle
  • Wahlbezirk 9 (Atzenberg, Gehrenberg, Vorderes Ebnet): von der ehemaligen AvG ins RNG
  • Wahlbezirke 11 und 12 (Schwarzenbach und Roggenzell): von der Grundschule Neuravensburg in die örtliche Turn- und Festhalle
  • Wahlbezirk 13 (Primisweiler): vom Rathaus Primisweiler in die örtliche Turnhalle
  • Wahlbezirk 14 (Haslach): vom katholischen Gemeindehaus in die dortige Turnhalle
  • Wahlbezirk 15 (Karsee): vom Rathaus Karsee in die örtliche Turn- und Festhalle
  • Wahlbezirk 16 (Leupolz): vom Rathaus Leupolz in die dortige Turn- und Festhalle

Unveränderte Standorte haben folgende Wahllokale:

  • Wahlbezirk 3 (Berger Höhe Süd, Berger Höhe Mitte): Berger-Höhe-Schule;
  • Wahlbezirk 6 und 7 (Waltersbühl beziehungsweise Praßbergsiedlung/Ravensburger Vorstadt): Praßbergschule;
  • Wahlbezirk 10 (Niederwangen): Aula der örtlichen Schule;
  • Wahlbezirke 17 und 18 (Deuchelried Dorf und Land): Dorfgemeinschaftshaus.

Ausgezählt werden die Stimmen dieser 18 Bezirke am Wahltag ab 18 Uhr jeweils vor Ort. Bei acht der zehn Briefwahlbezirke geschieht dies im RNG, bei zweien im Kornhaus.

Darauf ist zu achten:

In den Wahllokalen und den Vorräumen herrscht Maskenpflicht. Außerdem werden in die eigentlichen Wahlräume nur so viele Menschen eingelassen, wie sich dort Wahlkabinen befinden, also zwei oder drei. Jeweils ein Wahlhelfer wird im Foyer/Vorraum postiert und soll auf Abstände zwischen Wartenden achten. Es soll auch entsprechende Markierungen geben. Zum Schutz steht Desinfektionsmittel an den Eingängen und Toiletten bereit.

Bitte den eigenen Stift mitbringen:

In den Wahllokalen liegen zwar Stifte bereit. Sie werden jedes Mal desinfiziert, wenn sie genutzt worden sind. Um die Abläufe zu vereinfachen, bittet die Stadt jedoch die Wahlberechtigten, ihren eigenen Stift oder Kugelschreiber mitzubringen.

Wahlhelfer werden geschützt:

Laut Hermann Weinschenk erhält jeder von ihnen zwei klinische und eine FFP2-Maske sowie ein Desinfektionsmittel als „kleine persönliche Schutzausrüstung“. Daran könnte sich aber noch etwas ändern. Denn die Stadt erwartet bis Mitte Februar noch weitere Richtlinien vom Landeswahlleiter.

Darüber hinaus gelten auch für die Wahlhelfer Maskenpflicht und Abstandsregeln – auch beim Auszählen der Stimmen. Dabei ist auch in Pandemie-Zeiten die Öffentlichkeit zugelassen. Allerdings dürfen nur ein bis zwei zusätzliche Personen die Räume gleichzeitig betreten.

Schichtbetrieb für die Wahlhelfer im Wahllokal:

Der Hauptamtsleiter braucht zur Besetzung der Briefwahlbezirke rund 20 zusätzliche Kräfte. Dabei sieht die Personalrechnung so aus: Die bislang fünf Briefwahlbezirke waren mit jeweils acht Helfern bestückt. Bei jetzt zehn werden es pro Bezirk nur noch sechs Personen sein. In den Wahllokalen arbeiten jeweils acht Helfer über den Tag hinweg in zwei Schichten.

Bei ihnen handle es sich vornehmlich um Beschäftigte der Stadtverwaltung. Es sind aber auch Bürgerinnen und Bürger aus der Stadt beteiligt. Obwohl die Briefwahlbezirke verdoppelt werden, liege der personelle Aufwand unter dem der vorigen Kommunalwahlen. Diese sind aber auch weitaus komplizierter als die Landtagswahl, bei der nur eine Stimme abzugeben ist.
Wahlunterlagen werden zugestellt.

Wahlunterlagen werden demnächst zugestellt:

Laut Hermann Weinschenk ist mit ihrem Eintreffen der Wahlunterlagen ab Mitte Februar zu rechnen. Wie üblich seien den Schreiben auch die Antrags-Vordrucke für die Briefwahl beigefügt.

13 Parteien und Wählergruppen: Im Wahlkreis 68 Wangen-Illertal sind es bei dieser Wahl 13 Parteien und Wählergruppen und damit eine mehr als bei der Landtagswahl vor fünf Jahren. Nicht mehr auf den Wahlzetteln stehen Republikaner, NPD und Alpha. Neu hinzugekommen sind die Basisdemokratische Partei Deutschlands, die Klimaliste Baden-Württemberg sowie die Parteien Wir 2020 und Volt.