SSV-Fußballer müssen den Sieg ihren Gästen überlassen

SSV-Fußballer müssen den Sieg ihren Gästen überlassen
Hat eine knappe Heimniederlage kassiert: der SSV Ulm 1846 (schwarze Trikots). (Bild: Lucca Fundel)
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Redaktion

Ulm – Der SSV Ulm 1846 hat sein Heimspiel in der Fußball-Regionalliga Südwest nach einem umkämpften Spiel mit 1:2 gegen den FC 08 Homburg verloren. Den einzigen Treffer für den SSV erzielte Jo Reichert per Elfmeter.

Gegenüber dem 0:0 beim FSV Frankfurt hatte SSV-Coach Thomas Wörle seine Mannschaft auf zwei Positionen verändert: Für Fabian Benko und Phil Harres standen Adrian Beck und Nicolas Wähling auf dem Platz. In der Anfangsphase tasteten sich beide Mannschaften ab.

Die Hausherren spielten in einem 4-1-4-1-System, wobei Rochelt, Jann und Wähling abwechselnd die Stürmerposition besetzten. Adrian Beck, der nach Krankheit – laut SSV-Vereinsmitteilung – in die Mannschaft zurückgehkehrt war, versuchte es nach 18 Minuten, zielte aber über das Tor.

Gäste haben die besseren Lösungen

In der 22. Minute kamen die Gäste über rechts durch, der Ball kam an die Strafraumkante, wo Patrick Dullek wartete und mit einem satten Abschluss ins linke untere Eck zum 0:1 traf. Homburg war dann – so der SSV weiter – die etwas bessere Mannschaft.

Der SSV schaffte es nur selten, sich zu befreien und erst kurz vor der Pause kam en die SSV-Fußballer immer etwas besser ins Spiel. Nicolas Wähling probierte es in der 32. Minute aus der Distanz, der Torhüter ließ den Ball nur abklatschen, aber Adrian Beck verpasste knapp – die beste Ulmer Gelegenheit bis dahin.

Bereits zur zweiten Halbzeit wurde im Donaustadion das Flutlicht eingeschaltet. Die Spatzen kamen besser aus der Kabine und hatten nun mehr Ballbesitz, als die Gäste aus dem Saarland. Nach 54 Minuten wurde Adrian Beck im Strafraum gefoult, woraufhin der Schiedsrichter auf Strafstoß entschied.

Strafstoß sorgt für neuen Schwung

Diesen verwandelte Jo Reichert sicher zum Ausgleich. Von nun an gab der SSV das Tempo vor und ließ den FCH kaum noch zur Entfaltung kommen. Die 285 Zuschauer auf der Haupttribüne versuchten das Team mit Anfeuerungsrufen zu unterstützen.

Mitten in dieser Drangphase bekam – so der SSV weiter – Markus Mendler den Ball in die Tiefe gespielt, blieb vor Christian Ortag cool und schob zur erneuten Führung ein. Quasi im Gegenzug versuchte es Lukas Kiefer aus der Distanz, sein Abschluss konnte der Torhüter aber über die Latte lenken.

In der 67. Minute war es wieder Mendler, der vor dem Ulmer Tor auftauchte, aber das Ziel verfehlte. Die Gastgeber warfen nun alles nach vorne und konnten sich in der 74. Minute nach einer schönen Seitenverlagerung eine weitere Chance erarbeiten. Jannik Rochelt legte in den Rückraum, der Schuss von Robin Heußer wurde aber zur Ecke abgewehrt.

Ulm ist auf den Ausgleich aus

Die Schlussphase war geprägt von Ulmer Ballbesitz und dem Willen, doch noch den Ausgleich zu erzielen. Rochelt versuchte es in der 82. Minute mit einem Abschluss. In der Nachspielzeit brachte Jo Reichert einen Freistoß gefährlich auf das Tor, den der Schlussmann der Gäste aber abwehrte. Anschließend beendete der Schiedsrichter die Partie.

„In der ersten Halbzeit war Homburg die tonangebende Mannschaft und hat dann das Tor gemacht. Wir haben uns schwer getan, fußballerisch unsere Lösungen und unser Spiel aufzuziehen. Hinten haben wir gut verteidigt, es gab außer dem Tor kaum eine Chance“, kommentierte Thomas Wörle.

Und weiter: „Der Gegner ist für mich eine der besten Mannschaften der Liga mit hoher Qualität und hat sehr reif gewirkt. Bei beiden Toren haben Sie ihre Qualität im Umschaltspiel gezeigt. Es war nicht das, was wir spielen können, das hängt immer aber auch mit dem Gegner zusammen.“

SSV Ulm 1846:

Ortag – Allgeier, Geyer, Reichert, Stoll – Heußer, Kiefer (65. Maier), Beck (76. Benko), Jann, Rochelt (82. Sonnenwald) – Wähling (65. Harres).