Das erste offizielle „Bruderduell“ geht an VfB-Torjäger Daniel Di Leo

Hat beim ersten Kräftemessen gegeneinander die Nase vorne: Daniel Di Leo (rechts) mit Bruder Nico.
Hat beim ersten Kräftemessen gegeneinander die Nase vorne: Daniel Di Leo (rechts) mit Bruder Nico. (Bild: privat)

Fischbach (tmy) – Sie haben sicherlich als kleine Jungs oder bei so mancher Trainingsform während ihrer gemeinsamen Station VfB Friedrichshafen oft gegeneinander gekickt, doch am „Tag der deutschen Einheit“ erhielt auch die Fußballer-Laufbahn der beiden Brüder Daniel und Nico Di Leo einen neuen Meilenstein – es ging erstmals gegeneinander um Punkte.

Denn man stand sich in der Fußball-Kreisliga A II Bodensee erstmals als direkte Konkurrenten gegenüber – der vier Jahre ältere Daniel im Trikot des VfB Friedrichshafen II und Nico als spielender Co-Trainer im roten Jersey der SGM Fischbach / Schnetzenhausen. Und – na klar – für beide war diese Begegnung eine ganz Besondere, obwohl sich die Wege auf dem Feld nur ein einziges Mal so richtig kreuzten – knapper Vorteil für Daniel.

Der war es auch, der nach der Partie als klarer Punktsieger feststand. Denn: Seine Mannschaft hatte im Albert-Müller-Stadion im Häfler Westend die Hausherren mit 7:0 geschlagen und drei Treffer gingen auf das Konto des 37-jährigen Daniel, der seinen kleinen Bruder vor dem Anpfiff herzte und mit ihm redete, als sei es eine ganz normales Treffen ohne Stollenschuhe.

Nach dem Spiel standen beide wieder beieinander und tauschten sich aus, wobei der VfB-Stürmer den 33-jährigen Nico schon etwas aufbauen musste. Es waren unter dem Strich zu viele individuelle Fehler, ein zu dünner Kader und die eine oder andere ausgelassene Chance, die der SGM ein besseres Resultat kostete. Gut aus VfB-Sicht mit seinem Trainerteam Philipp Meier und Steffen Herrmann, der selbst eine Fischbacher Vergangenheit hat.

Dabei war Fischbach / Schnetzenhausen zu Beginn auf Augenhöhe unterwegs, kam aber nicht richtig in die nötigen Abschlusssituationen. Und: In der Schlussviertelstunde musste Keeper Marcel Speth sogar als Joker im Feld auflaufen. „Wir können nur hoffen, dass sich die Personalsituation entschärft und auch ich werde kürzertreten müssen, weil ich schon seit einiger Zeit angeschlagen bin“, bilanzierte Nico Di Leo.

„Wir sind uns eigentlich auf dem Feld komplett aus dem Weg gegangen, bis auf die eine Situation. Aber es war von den Emotionen her okay, obwohl mir Nico leid getan hat, weil er trotz seiner Verletzung spielen musste. Dass ich drei Dinger gemacht habe, passt – aber ich möchte das nicht zu hoch hängen. Die Mannschaft hat gut mitgezogen“, sagte Daniel Di Leo.

Mal schauen, wer im Rückspiel die Nase vorne haben wird. Doch bis dahin ist es noch ein Weilchen hin. Die weiteren Ergebnisse der Kreisliga A II am 8. Spieltag: TSV Neukirch I – TSG Ailingen II 2:0, SGM HENOBO I – TSV Schlachters I 1:3, FC Dostluk Friedrichshafen I – FV Langenargen I 2:1, SV Ettenkirch I – SV Tannau 4:1, TSV Eriskirch I – SV Oberteuringen I 4:0 und TSV Tettnang I – SpVgg Lindau I 7:0 (s. Bericht).