Soldaten beenden Corona-Einsatz am St. Elisabethen-Klinikum

Soldaten beenden Corona-Einsatz am St. Elisabethen-Klinikum
v.l.n.r.: Dr. med. Tobias Sonnberger (Anästhesie), Kreisbrandmeister Oliver Surbeck, Stabsfeldwe-bel Alfred Scholz, Feldwebel Paul Weber, OSK-Geschäftsführer Prof. Dr. Oliver Adolph, Gene-ralarzt Dr. Bruno Most , Oberfeldwebel Marco Hohbach, LPPM-Sprecher Swen Wendt sowie die Chefärzte PD Dr. med. Andreas Straub (Anästhe-sie) und Dr. Kerstin Kunz (Notaufnahme). (Bild: OSK)
WOCHENBLATT
Redaktion

Ravensburg – Generalarzt Dr. Bruno Most verabschiedete die letzten drei von insgesamt sechs Bundeswehrsoldaten, die die Oberschwabenklinik bei der Versorgung von Coronapatienten unterstützt hatten.

Die ausgebildeten Pflegefachkräfte und Notfallsanitäter des Sanitätsregiments 3 in Dornstadt waren zunächst drei Wochen auf der Intermediate Care-Station (IMC) im Einsatz. Hier werden Patienten behandelt, die die Intensivstation verlassen können, aber noch nicht so weit genesen sind, dass die Versorgung auf der Normalstation ausreicht.

Mit Hilfe der Soldaten konnte die IMC von 12 auf 15 Betten aufstocken und dadurch die Intensivstation entlasten, die teilweise bis zur Hälte mit  Covid-19-Fällen belegt war. Die letzten zwei Wochen halfen die drei Notfallsanitäter dann in der Notaufnahme bei der Einstufung der Patienten nach Dringlichkeit (Triage) und beim Coronaabstrich.

Um sich ein Bild der geleisteten Arbeit zu machen und um den Soldaten persönlich zu danken, reiste Dr. Bruno Most, Generalarzt und stellvertretender Kommandeur des Kommandos Sanitätsdienstliche Einsatzunterstützung mit Sitz in Sachsen-Anhalt, persönlich nach Ravensburg. Hier wurde er von OSK-Geschäftsführer Prof. Dr. Oliver Adolph, dem Sprecher der Leitungen Pflege- und Prozessmanagement Swen Wendt sowie Kollegen aus dem ärztlichen Dienst in Empfang genommen.

Gemeinsam mit Kreisbrandmeister Oliver Surbeck und Stabsfeldwebel Alfred Scholz vom Kreisverbindungskommando Ravensburg besuchten sie die Soldaten an ihren Einsatzorten.

„Wie wir hier von den Teams der IMC und der Notaufnahme aufgenommen und eingelernt worden sind, war wirklich ganz große Klasse“, erzählte Oberfeldwebel Marco Hohbach, der zuvor mehrere Monate in der Indexfallermittlung im Gesundheitsamt im Einsatz war. Wo die Soldaten ihren nächsten Einsatz haben werden, steht noch nicht fest. Jetzt geht es erst einmal zurück nach Dornstadt nördlich von Ulm.

„Die Resonanz, die wir die letzten zwölf Monate auf unsere Einsätze bekommen haben, war gigantisch“, so Generalarzt Most. In allen drei Pandemiewellen habe die Bundeswehr viele tausend Soldaten entsandt, um Kliniken und Pflegeheime in ganz Deutschland zu unterstützen. Nun hoffe man, dass es das letzte Mal war, dass die Corona-Pandemie zusätzliche Hilfe in diesem Ausmaß erforderte.

Zwei Wochen vor dem Einsatz hatte sich die OSK mit der Bitte an den Landkreis gewandt, ob Hilfe der Bundeswehr für die in der Pandemie hoch belastete Intensivpflege möglich sei. Das Kreisverbindungskommando schickte daraufhin einen Hilfeleistungsantrag nach Berlin, wo der Einsatz der Bundeswehr genehmigt wurde. Angesichts der sich entspannenden Infektionslage ist die zusätzliche Unterstützung in der OSK nun nicht mehr notwendig. Im Kreisimpfzentrum und in der Kontaktnachverfolgung sind derzeit noch 16 Bundeswehrsoldaten tätig.

(Pressemitteilung: Winfried Leiprecht/Oberwabenklinik)