Spar-Tipps für jeden Tag So sparen Sie beim Einkaufen von Lebensmitteln

So sparen Sie beim Einkaufen von Lebensmitteln
Bei den gestiegenen Preisen bleibt der Einkaufswagen dieser Tage deutlich leerer. (Bild: picture alliance / Zoonar | monticello)

Der tägliche Gang zum Discounter wird für viele Menschen zunehmend zum Horrortrip. Die Preise für Lebensmittel sind auch im August weiter gestiegen. Besonders Produkte für den täglichen Grundbedarf schlagen zu Buche. Doch mit diesen Tipps können Sie richtig Geld sparen.

Für Eier und Milchprodukte muss man sogar bis zu 25 Prozent mehr bezahlen, für Butter fast bis zu 40 Prozent. Da A und O ist jetzt eine gute Planung. Wer beispielsweise mit einer genauen Liste zum Einkaufen geht, kauft kein unnötiges Zeug und sagt damit teuren Spontaneinkäufen den Kampf an. Für viele Menschen ist es auch hilfreich, sich ein Maximalbudget aufzuerlegen.

Vorratshaltung und Planung für die Woche

Wichtig ist immer die Kontrolle der Vorräte. Was habe ich noch im Kühlschrank und welche Lebensmittel sollten baldmöglichst aufgebraucht werden? Wer den Speiseplan für eine Woche plant, muss in der Regel fast nichts wegschmeißen und wer eine gute Übersicht über die vorhandenen Vorräte hat, kauft nichts doppelt. Es lohnt sich, einen Essensplan für die Woche oder zumindest die nächsten Tagen aufzustellen.

Regional, saisonal und der Vergleich von Kilopreisen

Die Verbraucherzentralen raten zudem, die Preisfallen bei Gemüse und Obst zu erkennen und zu umgehen: „Dafür immer die Kilopreise vergleichen! Zudem spielen auch Herkunft und Jahreszeit eine wichtige Rolle. Gemüse, das Saison hat und in der Region wächst, ist in der Regel günstiger zu haben, weil es nicht weit transportiert und aufwändig gekühlt werden muss.“

Auf dem Wochenmarkt kann man echte Schnäppchen machen. Vor allem dann, wenn man kurz vor Marktschluss einkauft.
Auf dem Wochenmarkt kann man echte Schnäppchen machen. Vor allem dann, wenn man kurz vor Marktschluss einkauft. (Bild: Pixabay)

Timing ist alles in Sachen Sparen

Derzeit sind zum Beispiel Gurken, Tomaten, Blumenkohl, Porree, grüne Bohnen, Zucchini, Kohlrabi, Mangold, verschiedene Kohl- und Salatsorten angesagt und preiswert. „Ein Einkauf auf dem Wochenmarkt kann zudem günstiger sein als im Supermarkt, vor allem kurz vor Ende des Markttages.“ Die Markthändler machen dann oft Sonderpreise. Und wer saisonales Freilandgemüse kauft, statt aus dem Gewächshaus, hilft auch der Umwelt. Orientierung bietet hier der Saisonkalender der Verbraucherzentrale NRW.

Frischkäse, Senf und Gemüseaufstriche als Butter-Ersatz

Ausweg aus dem Butter-Preis-Schock: „Die Butterpreise haben seit März deutlich angezogen und liegen derzeit teilweise bei drei Euro pro 250 Gramm. Für eine gesunde Ernährung ist Butter nicht vorrangig, denn sie enthält als tierisches Lebensmittel viele gesättigte Fettsäuren. Gesünder sind ungesättigte Fettsäuren. Diese findet man in Pflanzenölen wie zum Beispiel Olivenöl, Leinöl oder Sojaöl und auch in bestimmten Margarine-Sorten. Hier kann man die konkreten Nährwerte und Fettsäuren auf den Verpackungen und natürlich die Preise vergleichen. Und leckerer Butter-Ersatz fürs Brot sind auch Frischkäse, Aufstriche, Olivenöl oder Nuss-Öle,“ so die Verbraucherzentrale.

Gut für Geldbeutel UND Gesundheit: Seltener Fleisch auf den Tisch

Stark gestiegen sind die Preise unter anderem bei Rindfleisch und Hack. Die Verbraucherzentrale NRW rät, bei Bedarf den Anteil von Fleisch, Wurst und Fisch durch pflanzliche Lebensmittel zu ersetzen.

Hülsenfrüchte wie Linsen, Erbsen, Bohnen, Kichererbsen, Sojabohnen und Lupinen sind sehr gute Alternativen und günstig. Fleisch-Ersatzprodukte sind nicht die erste Wahl, weil sie oft viele Zusatzstoffe enthalten und bei höherer Verarbeitung teurer sind.

Reis, Couscous, Bulgur oder auch Nudeln liefern Kohlenhydrate und somit Energie. Als Vollkornvariante sind sie besonders reich an Mineralstoffen, Vitaminen, Ballaststoffen und ungesättigten Fettsäuren.

Selber machen statt fertig mitnehmen

Wer selber kocht – am besten für zwei Tage im Voraus – spart bares Geld. „Selbst kochen ist viel gesünder und meistens unschlagbar günstiger als Fertiggerichte, Lieferdienste oder To-go-Käufe,“ so die Verbraucherzentrale.

Selbst kochen ist immer noch die günstigste (und gesündeste) Variante, um an eine warme Mahlzeit zu gelangen.
Selbst kochen ist immer noch die günstigste (und gesündeste) Variante, um an eine warme Mahlzeit zu gelangen. (Bild: Pixabay)

Für viele Menschen ist es das Normalste der Welt, sich unterwegs kleine Snacks zu kaufen. Die laufen richtig ins Geld. Wer sich eine kleine Brotzeit schmiert und den Kaffee oder Tee in der Thermoskanne mitnimmt, spart nicht nur viel Geld, sondern auch Verpackungsmüll. Ein Kaffee to go kostet im Durchschnitt rund 2,50 Euro, für ein belegtes Brötchen muss man nochmals um die 3,50 Euro rechnen. Da kommt in einer Woche ganz schön zusammen.

Schnäppchen, die am Mindesthaltbarkeitsdatum kratzen

Lebensmittel, die nur noch kurz haltbar sind, werden in Supermärkten oder Discountern oft reduziert angeboten. Dabei handelt es sich bei der Angabe der Mindesthaltbarkeit nur um einen Richtwert. Eben ein Datum, bis zu welchem das Produkt MINDESTENS gut ist. Bei seinem Rundgang durch die Kühlregale sollte man spezielle Schütten im Auge behalten. Manche Bäcker bieten Brot und süße Teile vom Vortag morgens oft zum halben Preis an. Warum eigentlich nicht? Wie oft kauft man selbst ein frisches Brot und frühstückt es erst am nächsten Morgen?

Köstliches Reste-Essen

Wichtig ist auch, zuhause übermäßige Lebensmittelabfälle zu vermeiden. Aus Speiseresten kann man mit cleveren Rezepten kleine Menüs zaubern. Die übrigen Pellkartoffeln sind doch viel zu schade für den Biomüll. Daraus lassen sich leckere Bratkartoffeln, ein Bauernfrühstück mit Speck und Ei, knusprige Rösti oder ein österreichischer Kartoffelsterz zaubern.

Regional und saisonal... Kartoffeln von "um die Ecke" sind besonders preisgünstig.
Regional und saisonal… Kartoffeln von „um die Ecke“ sind besonders preisgünstig. (Bild: Pixabay)

Wasser als kostengünstige Grundlage gesunder Ernährung

Auch bei Getränken gibt es Sparpotenzial: „Wasser, vor allem Leitungswasser, ist deutlich billiger als Softdrinks. Leitungswasser ist zudem besonders umweltschonend und kann geschmacklich mit einem Spritzer Zitrone oder ähnlichem aufgepeppt werden. Und wer einen Garten oder Balkon und einen grünen Daumen hat, kann Kräuter, Gemüse und Obst auch selbst anbauen,“ weiß die Verbraucherzentrale.

Rezept Kartoffelsterz

Zutaten:

  • 500 g Pellkartoffeln vom Vortag
  • 150 g Mehl
  • 2 EL Schmalz
  • 50 g Zwiebelringe
  • 50 g Speckwürfel
  • Etwas Salz, Pfeffer und Muskat

Zubereitung:

Die Kartoffeln schälen, passieren oder reiben, und mit Salz, Pfeffer, Muskat und Mehl leicht vermengen. Das Schmalz in einer Pfanne erhitzen, die Kartoffelmasse hineingeben und wie einen Schmarrn hellbraun rösten – also immer wieder umdrehen und zerteilen. Die deftige Note bekommt das Gericht, wenn man noch gebräunte Speckwürfel oder geröstete Zwiebelringe darüber gibt.