Wie reagiere ich richtig? Sinnvolle Erstversorgung bei Knochenbrüchen

Sinnvolle Erstversorgung bei Knochenbrüchen
Das BRK rät vom selbstständigen Verarzten generell ab: Versuchen Sie nicht, einen Bruch mit Stöcken oder ähnlichem zu schienen. (Bild: Adobe Stock)
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Redaktion

Knochenfrakturen sind oft schnell passiert und mit starken Schmerzen verbunden. Im menschlichen Körper befinden sich etwa 210 Knochen, die in Extremsituationen wie Unfällen oder Stürzen brechen können. Hier ist es besonders wichtig die Ersten-Hilfe-Maßnahmen zu kennen. Das Bayerische Rote Kreuz gibt Tipps.

Gefahren von Knochenbrüchen:

Je nachdem wo und wie eine Knochenfraktur entstanden ist, kann auch das umgebende Gewebe, Blutgefäße, Nerven oder Organe verletzt worden sein. Dabei kann es sowohl zu Blutverlust nach außen als auch nach innen kommen, aber auch zum lebensbedrohlichen Schock. Um einen starken Blutverlust und Infektionen vorzubeugen ist es wichtig, sofort helfende Maßnahmen einzuleiten.

Schnell und richtig reagieren:

Um in einer Notsituation wie einem Knochenbruch richtig zu reagieren ist es wichtig, die Fraktur rechtzeitig zu erkennen um anschließend die richtigen Maßnahmen einleiten zu können, hierbei wird grundsätzlich zwischen zwei verschiedenen Arten unterschieden: dem offenen und dem geschlossenen Bruch.

So erkennen Sie einen Knochenbruch:

  • Schonhaltung
  • Unnatürliche Lage betroffener Gliedmaßen
  • Bewegungseinschränkung oder Bewegungsunfähigkeit
  • Schmerz im Bruchbereich
  • Bei offenem Bruch: Wunde, ggf. sichtbarer Knochen

Ein Bruch sollte schnellstmöglich von Experten behandelt werden, es besteht aber meist kein Grund zur Panik. Sollten Sie Zeuge einer Verletzung geworden sein, versuchen Sie den Betroffenen zu beruhigen und beachten Sie folgende Hinweise:

  • Ruhigstellen, die Bruchstelle möglichst nicht bewegen
  • Auf Schmerzäußerungen achten
  • Vitalzeichen kontrollieren
  • Keine Einrenkungs- oder Bewegungsversuche unternehmen
  • Schockbekämpfung
  • Notruf tätigen
  • Umpolstern der verletzten Gliedmaßen – Bei geschlossenem Bruch: Kühlen (z.B. mit nassen Tüchern)
  • Bei offenem Bruch: Stelle mit steriler Wundauflage bedecken

Vom selbstständigen Verarzten wird generell abgeraten. Versuchen Sie nicht einen Bruch mit Stöcken oder ähnlichem zu schienen. Begleiterscheinungen von Knochenfrakturen können Schwellungen sein, die bei einer improvisierten Schiene einen Blutstau verursachen können.

(Quelle: BRK)