Silvester vor einem Jahr: Die erste Corona Impfung im Kreis Sigmaringen

Silvester vor einem Jahr: Die erste Corona Impfung im Kreis Sigmaringen
Eine Frau hält eine Covid-19 Impfspritze in der Hand. (Bild: pixabay)
WOCHENBLATT
Redaktion

Kreis Sigmaringen – An Silvester vor einem Jahr wurden die ersten Kreisbürger gegen Corona geimpft. Ein mobiles Team impfte die Bewohnerinnen und Bewohner der Spitalpflege in Pfullendorf.

Seither wurden im Kreis 84.735 Menschen mindestens einmal geimpft, 80.930 haben den vollständigen Impfschutz und 37.200 Menschen haben sich bereits boostern lassen. Beim Boostern liegt der Landkreis im Landesschnitt, bei der absoluten Zahl der Geimpften jedoch im hinteren Feld. Das zeigt die letzte verfügbare Auswertung des Sozialministeriums vom 19. Dezember.

Die Erste Landesbeamtin Claudia Wiese blickt daher mit gemischten Gefühlen auf das Jahr zurück: „Wir haben im Impfzentrum, in den Impfstützpunkten, in zahlreichen Gemeindehallen, in Senioreneinrichtungen, Schulen, auf Veranstaltungen oder Supermarktparkplätzen Impfungen angeboten, am Angebot kann es eigentlich nicht liegen. Vielmehr dürften die noch ungeimpften Menschen Bedenken haben, ob sie die Impfung vertragen oder überhaupt benötigen.“

Bedenken der noch ungeimpften Menschen kann Ärztin Dr. Susanne Haag-Milz, die das Gesundheitsamt leitet, entkräften: „Bei Manchen besteht die Sorge, dass wegen der schnellen Entwicklung der Covid-Impfstoffe eine ausreichende Beurteilung der Gefahr schwerer oder seltener Nebenwirkungen nicht möglich sei. Dies ist nicht der Fall. Die entwickelten Impfstoffe wurden weltweit und auch in Deutschland in kürzester Zeit an viele Menschen verabreicht, daher können auch sehr seltene Nebenwirkungen rasch erkannt werden.

In Deutschland werden mögliche Impfnebenwirkungen vom Paul-Ehrlich-Institut sehr sorgfältig überwacht und die Sicherheit der Impfstoffe wissenschaftlich bewertet. Es hat sich gezeigt, dass schwerwiegende Nebenwirkungen nach Covid-Impfungen sehr selten sind. Der individuelle Nutzen des Schutzes vor schwerer Covid-Erkrankung mit Langzeitfolgen („Long Covid“) oder potentiell tödlichem Ausgang überwiegt das sehr seltene Risiko schwerer Nebenwirkungen bei weitem.“

13.705 Menschen aus dem Landkreis haben sich seit Ausbruch der Pandemie infiziert, 127 Kreisbürger starben an oder mit Corona. 

Mit der drohenden Verbreitung der hochansteckenden Omikron-Variante werden die Infektionszahlen nochmals deutlich steigen. Aktuell (Stand: 30.12. 11 Uhr) wurden bereits 25 Omikron-Fälle vom Gesundheitsamt des Landkreises Sigmaringen ermittelt.

Experten rechnen in Kürze mit einer heftigen fünften Welle. Schutz gegen die hochansteckende Variante bieten neben einer kompletten Impfserie mit Booster die wohlbekannten und bewährten Hygieneregeln. „Abstand halten, Kontakte minimieren, Masken tragen und in Innenräumen für gute Belüftung sorgen ist wichtiger denn je.“

Die Kliniken arbeiten bereits jetzt an der Belastungsgrenze. Eine Überlastung des Gesundheitswesens durch dramatisch steigende Fallzahlen muss unbedingt vermieden werden.

Claudia Wiese appelliert daher an alle im Kreis, sich impfen zu lassen oder seinen Impfschutz aufzufrischen, um sich und seine Mitmenschen zu schützen.

Wer sich impfen lassen möchte, kann dies bei vielen Ärzten, Impfaktionen in Gemeindehallen, an den Krankenhäusern Bad Saulgau und Pfullendorf sowie im Impfstützpunkt Sigmaringen tun. Im Impfstützpunkt Sigmaringen wird sogar täglich auch ohne Terminvereinbarung geimpft. Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Termin haben allerdings Vorrang, so dass es ohne Termin zu Wartezeiten kommen und eine Impfung ohne Termin nicht garantiert werden kann.

Mehr Infos und Terminbuchungen unter www.landkreis-sigmaringen.de/impfen.

(Pressemitteilung: Landkreis Sigmaringen)