Sieger beim Zukunftspreis: Kath. Kita St. Josef gewinnt Wettbewerb des Stadtwerk am See

Sieger beim Zukunftspreis: Kath. Kita St. Josef gewinnt Wettbewerb des Stadtwerk am See
v.l.n.r. Hilde Schlegel, Stiftungsrat; Elisa Marx, svt. Leiterin Kita St. Josef; Sandra Flintrop, Leiterin Kita St. Josef; Alexander-Florian Bürkle; Geschäftsführer Stadtwerk am See. (Bild: Stadtwerk am See)
WOCHENBLATT
Redaktion

2.000 Euro und jede Menge Lob für „KinderGarten“-Projekt der kath. Kita St. Josef in Salem-Neufrach

Friedrichshafen – Das Stadtwerk am See zeichnet die kath. Kita St. Josef mit dem 1. Platz beim Zukunftspreis aus. Die Umgestaltung des Außenbereichs zum Nutzgarten sowie die Einbeziehung der Kinder fördert Achtsamkeit für Tier und Umwelt nachhaltig, so die Begründung für die Auszeichnung.

Naschgarten, Kulturgarten, Tiergarten, Matschgarten – die Leiterin der Kita St. Josef Sandra Flintrop hat viele Ideen, brennt für ihr neues Projekt. Zurecht, denn was die kath. Kita St. Josef mit der Umgestaltung ihres Gartens anstrebt, ist vorbildlich in Sachen Pädagogik und Naturschutz und macht gleichzeitig Spaß. „Nachhaltigkeit und Umweltschutz ist einfach, wenn man bei den Kindern bereits die Liebe zur Natur entfacht“, so Stadtwerk-Geschäftsführer Alexander-Florian Bürkle bei der Preisübergabe. „Wir suchen mit unserer Ausschreibung Zukunftsgestalter – diesen Titel hat die Kita St. Josef wahrlich verdient“.

v.l.n.r. Alexander-Florian Bürkle; Geschäftsführer Stadtwerk am See; Sandra Flintrop, Leiterin Kita St. Josef.
v.l.n.r. Alexander-Florian Bürkle; Geschäftsführer Stadtwerk am See; Sandra Flintrop, Leiterin Kita St. Josef. (Bild: Stadtwerk am See)

Das Projekt der kath. Kita St. Josef hat es in sich. Der Außenbereich, der zukünftig den Garten beherbergen soll ist derzeit ungenutzt. Die Wiese mit Schaukel, Wippe und Feuerstelle grenzt an die Krippengruppe, Spielgeräte die von den unter 3jährigen nicht genutzt werden. Hier soll zukünftig ein richtiger Nutzgarten entstehen, abgetrennt von den Kleinsten Kita-Besuchern und doch über ein Törchen zugänglich. Hochbeete mit Radieschen und Karotten soll es geben, einen Naschgarten mit Beeren und Spalierobst mit Äpfeln und Birnen. Beim Aufbau ist die Kita noch auf die Unterstützung der Eltern angewiesen, danach sollen die Kinder selber ran. Dabei geht es nicht um die perfekten Beete, sondern um das Erleben. „Wenn Kinder einen Stein umdrehen und die zahlreichen Lebewesen darunter entdecken oder dabei zusehen können, wie Karotten vom Saatgut zu einem leckeren, orangen Gemüse heranwachsen, dann prägt sich so etwas ein“, erklärt Sandra Flintrop. „Aber auch das Spielen soll nicht zu kurz kommen. Wir planen ein richtiges Matschloch, in dem die Kinder nach Herzenslust ferkeln dürfen“, freut sie sich. Ein Meerschweinchengehege soll zusätzlichen Platz für neue Kitabewohner bieten.

Die kath. Kita St. Josef belegt mit ihrem „KinderGarten“ den ersten Platz beim Stadtwerk am See-Zukunftspreis und erhält damit 2.000 Euro Förderung. „Nachhaltigkeit hat viele Facetten, aber, wenn man bereits die Kleinsten unserer Gesellschaft in Gestaltung und Pflege von Tier und Natur einbezieht, legt man einen schwergewichtigen Meilenstein“, ist sich Bürkle sicher. „Die Kinder erleben, wie empfindlich unser Öko-System ist.“

v.l.n.r. Hilde Schlegel, Stiftungsrat; Kita-Kinder Sophia, Emilia, Clara und Benjamin; Sandra Flintrop, Leiterin Kita St. Josef.
v.l.n.r. Hilde Schlegel, Stiftungsrat; Kita-Kinder Sophia, Emilia, Clara und Benjamin; Sandra Flintrop, Leiterin Kita St. Josef. (Bild: Stadtwerk am See)

Fest verankert im Profil der Kita, deren Träger die römisch-katholische Kirchengemeinde Salem-Heiligenberg ist, sind die Themen Naturwissenschaft und Achtsamkeit gegenüber Tier und Natur. Die 104 Kinder, die hier regelmäßig betreut werden, nehmen an der Dorfputzete teil und teilen ihren Platz mit einem Terrarium mit Wüstenrennmäusen. Das Vorhaben „KinderGarten“ passt perfekt dazu. Stiftungsratsmitglied Hilde Schlegel freut sich über das Vorzeigeprojekt und hofft, dass sich andere davon inspirieren lassen. „Nicht jeder hat den Platz, gleich einen ganzen Garten anzulegen, aber man kann Teile der Idee auch im Kleinen umsetzen und beispielsweise Kartoffeln im Eimer ziehen oder mit Fischen im Aquarium auf kleinstem Raum Verantwortung und Naturschutz lehren“.  

Den Zukunftspreis hat das Stadtwerk am See bereits zum zweiten Mal vergeben. „Wir wollen mit dem Zukunftspreis Initiativen auszeichnen, die unsere Region ein Stück ökologischer, vielfältiger und lebenswerter machen“, erklärt Bürkle. „17 Projekte hatten sich beworben. Sie alle arbeiten im Großen oder auch im Kleinen aktiv an einer nachhaltigen Zukunft“, so Bürkle. Ausgezeichnet werden 10 Initiativen mit Preisgeldern zwischen 2.000 Euro und 500 Euro.

(Pressemitteilung: Stadtwerk am See)