Seniorenbeirat stellt sich und seine Arbeit vor

Seniorenbeirat stellt sich und seine Arbeit vor
Engagieren sich mit viel Herzblut im Seniorenbeirat für die Belange der älteren Menschen (von links): Margarete Bröcker, Hannelore Mayer, Gerlinde Krauthause, Eugen Lippus, Bernhard Poten und Günter Marotzke. Nicht auf dem Foto sind Detlef Luf und Günter Wolff. (Bild: Stadt Friedrichshafen)
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Redaktion

Friedrichshafen (wb/dab) – Seit dem 13. Februar 2020 existiert der neue Seniorenbeirat in Friedrichshafen. Noch vor Beginn der Pandemie fand die konstituierende Sitzung im Haus Sonnenuhr statt, doch Corona legte die vielfältigen Ideen der neuen Beiräte erst einmal auf Eis. Trotzdem waren Margarete Bröcker, Günter Marotzke, Gerlinde Krauthause, Eugen Lippus, Detlef Luf, Hannelore Mayer, Bernhard Poten und Günter Wolff nicht untätig.

Zum Seniorenbeirat gehören auch Mitglieder des Gemeinderates: Eduard Hager (CDU), Christine Heimpel (Bündnis 90/Die Grünen), Rudi Krafcsik (SPD/Die Linke) sowie Angelika Drießen (Ailingen) und Margarete Jägle (Kluftern) als Delegierte aus den Ortschaften. „Unser Ziel ist es, Ansprechpartner für die Wünsche und Bedürfnisse der älteren Generation zu sein und diese der Stadtverwaltung und anderen öffentlichen Einrichtungen sowie privaten Dienstleistern zu vermitteln“, so Margarete Bröcker und Günter Marotzke.

Gut ein Viertel der Einwohnerinnen und Einwohner ist in der nachberuflichen Lebensphase und viele wollen sich ehrenamtlich engagieren, teilt die Stadtverwaltung mit. Für andere ist das Älterwerden mit gesundheitlichen Einschränkungen verbunden. Der Seniorenbeirat befasst sich unter anderem mit der bedarfs- und zielgruppengerechten Stadtentwicklung für ältere Menschen und Familien. Er berät und begleitet bei den Themen Wohnen im Alter, Freizeit, Bildung und Kultur sowie Gesundheit. Seitdem es wieder möglich ist sich zu treffen, fanden neun interne Sitzungen und vier Sitzungen, an denen auch Mitglieder des Gemeinderates teilnahmen, statt.

Weil man sich nicht treffen durfte, hatten die Seniorenbeiräte die Idee, ein „Seniorentelefon“ ins Leben zu rufen. „Gerade ältere Menschen fühlen sich oft einsam. Deshalb gehen wir auf die Seniorinnen und Senioren zu und schenken ihnen ein offenes Ohr am Telefon“, erzählt Margarete Bröcker. Das „Seniorentelefon“ ermöglicht ein persönliches Gespräch. Dabei geht es vor allem darum, miteinander zu sprechen und zuzuhören: Wenn jemand ganz konkrete Fragen hat oder professionelle Hilfe benötigt, dann vermitteln die Beiräte diese Anliegen weiter. Die Mitglieder des Seniorenbeirats sind für die Seniorinnen und Senioren telefonisch erreichbar – und zwar ab 19. Oktober immer mittwochs von 9.30 bis 11.30 Uhr und donnerstags von 13 bis 15 Uhr unter der Nummer 0 75 41 / 370 210. Im Internet ist der Seniorenbeirat unter www.friedrichshafen.de/seniorenbeirat zu finden.

Auf großes Interesse bei den Seniorinnen und Senioren stieß das Pedelec-Sicherheitstraining auf dem Gelände der Jugendverkehrsschule am Riedlewald, das in Zusammenarbeit mit der Polizei und der Verkehrswacht organisiert wurde.  Die Teilnehmenden erhielten wichtige Informationen und Hinweise im Umgang mit dem Pedelec. Für viele überraschend war es, wie lange es dauert, bis ein Pedelec mit rund 25 km/h zum Stehen kommt.  Im Frühjahr 2022 ist ein weiteres Sicherheitstraining geplant. Auch ein Lesestüble nach dem Ailinger Vorbild fand statt: Aufgrund der guten Resonanz soll es künftig dauerhaft an jedem dritten Mittwoch im Monat ab 14.30 Uhr angeboten werden.

Der Termin für das nächste Lesestüble im Haus Sonnenuhr steht auch schon fest, am Mittwoch, 17. November ab 14.30 Uhr. Dazu eingeladen sind Seniorinnen und Senioren und alle, die Freude am Vorlesen und Zuhören haben, Gerlinde Krauthause liest kurze Geschichten vor. Erwünscht sind auch Besucher, die selbst eine spannende Geschichte mitbringen und vorlesen, dabei kann man bei Kaffee und Kuchen miteinander ins Gespräch kommen.

Eine Zusammenarbeit mit anderen Kulturschaffenden können sich die Seniorenbeiräte vorstellen. In Planung sind Angebote zusammen mit der vhs Friedrichshafen zum Thema „Einsamkeit im Alter“. Besonders wichtig ist ihnen das Thema „Wohnen für ältere Menschen“. Der Wunsch der Beiratsmitglieder ist es, dass mehr seniorengerechte Wohnungen mit bezahlbaren Mieten in Friedrichshafen angeboten werden. Dazu nahmen die Beiräte bereits an zwei Workshops teil. Einer beschäftigte sich mit dem Thema „seniorengerechtes Wohnen“ mit Angelika Drießen. Der andere drehte sich um das Thema „Wohnen und Leben 2030“ mit dem Leiter des Karl-Olga-Hauses, Thomas Burghoff und Petra Schmidberger, Abteilungsleiterin für das Quartiersmanagement bei der Stadt Friedrichshafen. Zu einer musikalischen „Reise um die Welt“ lädt der Seniorenbeirat zudem am Mittwoch, 3. November um 15 Uhr in das Haus Sonnenuhr. Ein weiterer besonderer Termin steht noch im November an: Vom 24. bis 26. November nehmen sie am 13. Deutschen Seniorentag der Bundesarbeitsgemeinschaft Senioren in Hannover teil.

Informationen:
Der Seniorenbeirat ist im Haus Sonnenuhr, Paulinenstraße 2, 88046 Friedrichshafen, mittwochs von 9.30 bis 11.30 Uhr und donnerstags von 13 bis 15 Uhr unter der Nummer 07541 370 210 erreichbar. Außerhalb dieser Zeiten steht Tanja Abele, Beauftragte für Familien und Senioren der Stadt Friedrichshafen, Adenauerplatz 1, 88045 Friedrichshafen, Telefon 07541 203 3118, E-Mail t.abele@friedrichshafen.de zur Verfügung. Alle Infos gibt es im Internet unter www.friedrichshafen.de/seniorenbeirat.