Sendungshinweis: Traummann gesucht – Albtraum gefunden

Sendungshinweis: Traummann gesucht – Albtraum gefunden
(Symbolbild: pixabay)
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Redaktion

Am Sonntag, 28. März, 18.25 Uhr, läuft im ZDF die Sendung „Terra Xpress: Traummann gesucht – Albtraum gefunden“. In der Sendung wird gezeigt wie Liebesbetrüger, sogenannte Romance Scammer, im Internet ihr Unwesen treiben und ahnungslose Menschen um viel Geld betrügen. Aus Scham wenden sich viele Betroffene danach nicht an die Polizei.

Romance Scammer: Internetbetrüger auf Dating Portalen

Ute M. verliebt sich über Facebook in einen angeblichen Geschäftsmann, der mit Lügen mehrere Zehntausend Euro von ihr erpresst. Bernd F. ist Model. Plötzlich wird er von wildfremden Frauen beschuldigt, sie auf Dating Plattformen zu betrügen.

Kathrin S. ist Teil eines privaten Netzwerkes, das sich dem Kampf gegen die Online-Abzocker verschrieben hat. Zusammen mit der Polizei lockt sie sogenannte Romance Scammer, eine moderne Form der Heiratsschwindler, in die Falle, indem sie selbst als Köder fungiert. Tatsächlich gelingt es, einen Mittelsmann bei der vermeintlichen Geldübergabe von 70 000 Euro festzunehmen und später zu verurteilen.

„Terra Xpress“ nimmt Internetbetrügereien auf Dating Portalen genauer unter die Lupe. Die Psychologin Anja Wermann und Harald Schmidt, Geschäftsführer der Polizeilichen Kriminalprävention, geben dazu ihre Einschätzung.

Tipps für Opfer von Romance Scamming:

  • Ignorieren: Gehen Sie nicht auf Forderungen des Scammers ein. Überweisen Sie auf keinen Fall Geld. Lösen Sie auch keine Schecks ein oder leiten Briefe und Päckchen weiter – bewahren Sie solche auch nicht auf. Machen Sie geleistete Zahlungen, wenn noch möglich, sofort rückgängig.
  • Sichern: Speichern Sie alle Mails und Chat-Texte als Beweis auf einem Speichermedium wie beispielsweise Ihrem bevorzugten Cloud-Dienst, einer externen Festplatte, einem USB-Stick oder einer CD-ROM ab. Heben Sie Überweisungsbelege usw. auf. Wenn Sie es nicht selbst können, dann lassen Sie sich von computererfahrenen Bekannten und Freunden den so genannten E-Mail-Header auslesen. Daran erkennen Sie, woher die Mail geschickt wurde. Selbsthilfeseiten im Internet erklären Ihnen ebenfalls, wie Sie sich vor größerem Schaden schützen können.
  • Wenn Sie dennoch unsicher sind, wenden Sie sich an Ihre nächstgelegene Polizeidienststelle. Dort erfahren Sie, was Sie konkret tun müssen, um alle Beweise sichern zu können.
  • Hilfe holen: Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Die Strafverfolgung solcher Täter ist zwar schwierig, weil sie aus dem Ausland agieren. Dennoch sollten Sie den Vorfall auf jeden Fall melden. Das ist besonders wichtig, wenn beispielsweise Banken strafrechtliche Schritte gegen Opfer unternehmen wollen, die unwissentlich gefälschte Schecks eingereicht haben. Die Polizei hilft Ihnen nicht nur dabei, Beweise für den Betrug zu sichern, sondern auch dabei den Täter / die Täter konsequent zu blockieren.
  • Blockieren: Brechen Sie jeglichen Kontakt ab. Antworten Sie nicht auf Mails oder Anrufe des Scammers. Am besten ist es, sich eine neue Mailadresse und Telefonnummer zuzulegen. Gefahr besteht auch für Freunde im sozialen Netzwerk und für alle Kontakte im eigenen Mailadressbuch. Denn die Täter schicken mit ihren Mails meistens auch einen Computervirus mit. Dieser scannt die Daten im Mailadressbuch und erlaubt auch sonst eine Kontrolle über den Rechner der Opfer.

(Quelle: Polizeiliche Kriminalprävention)