Klinikkapelle übergeben Segnung und erster feierlicher Gottesdienst in der neuen Klinikkapelle im Sana Klinikum Biberach

Segnung und erster feierlicher Gottesdienst in der neuen Klinikkapelle im Sana Klinikum Biberach
Der evangelische Dekan im Ruhestand Hellger Koepff, Beate Jörißen, Geschäftsführerin der Sana Kliniken Landkreis Biberach GmbH, der evangelische Klinikseelsorger und Pfarrer Erich Schäfer, der katholische Dekan Stefan Ruf, Pfarrer Sigmund Schänzle und der Künstler Bernhard Huber in der neuen, lichtdurchfluteten und farbenreichen Klinikkapelle. (Bild: Katholisches Dekanat Biberach)
WOCHENBLATT
Redaktion

Im Sana Klinikum in Biberach wurde die neue Klinikkapelle eingeweiht. Sie steht nun der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Der katholische Dekan Stefan Ruf und der evangelische Pfarrer und Klinikseelsorger Erich Schäfer haben zusammen mit Pfarrer Sigmund Schänzle in einem ersten feierlichen Gottesdienst die Segnung der Kapelle vorgenommen. Der Künstler Bernhard Huber aus Esslingen hatte sich in einem Wettbewerb durchgesetzt und einen hochwertig und künstlerisch ansprechenden Raum geplant und gestaltet. Ein künstlerisch gestaltetes Fenster wird später fertiggestellt und eingebaut.

Landrat Dr. Heiko Schmid konnte krankheitsbedingt nicht persönlich dabei sein. Er zeigte sich in einer kurzen Videobotschaft jedoch froh, dass nach vielen Planungs- und Gesprächsrunden mit beiden Kirchen, den Sana Kliniken im Landkreis Biberach, dem Generalübernehmer VAMED und dem Projektsteuerer die Klinikkapelle im neuen Zentralkrankenhaus nun fertiggestellt wurde. Im vergangenen Jahr hat der Kreistag die finanzielle Unterstützung in Höhe von insgesamt 150.000 Euro durch den Landkreis beschlossen. Von den weiteren Kosten in Höhe von insgesamt 434.000 Euro übernehmen die beiden Kirchen insgesamt 264.000 Euro. Die Sana Kliniken Landkreis Biberach GmbH trägt 20.000 Euro, wobei diese schon rund 120.000 Euro für den Rohbau investiert hat. Das künstlerisch gestaltete Fenster wird durch Spenden der Oberschwäbischen Elektrizitätswerke und der Kreissparkasse Biberach finanziert. Zudem ist ein Förderverein durch die Kirchen gegründet worden.

Landrat Dr. Heiko Schmid unterstrich die Bedeutung des Andachtsraums, der knapp ein Jahr nach dem Umzug ins neue Klinikum nun für die Bevölkerung zur Verfügung steht: „Neben der medizinischen Versorgung auf hohem Niveau bedarf es eben auch der seelischen Gesundheit. Wenn an manchen Stellen die Medizin keine Antwort mehr weiß oder hilflos ist, werden Menschen hierherkommen, um Kraft zu tanken oder ihre Fragen zu stellen.“ Er betonte weiter: „Die Kapelle ist ein Ort, an dem sich das Leben in seiner ganzen Fülle und Spannweite kristallisiert. Von der Wiege bis zur Bahre wird hier alles vor Gott gebracht. Dieser Ort soll zur Kraftquelle für die Menschen im Landkreis Biberach werden.“

Für Beate Jörißen, Geschäftsführerin der Sana Kliniken Landkreis Biberach GmbH, ist die Kapelle ein zentraler und wichtiger Ort im Klinikum: „Wir begegnen hier Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten, Menschen mit unterschiedlichster kultureller und religiöser Prägung. Menschen, die sich nicht selten in existenziellen Ausnahmesituationen befinden. Denn eine Krankheit oder ein Unfall sowie ein damit einhergehender Krankenhausaufenthalt hinterlassen Spuren und bringen oftmals Sorgen und Ängste mit sich. Als Ort der Begegnung bietet die neue Klinikkapelle einen Raum, der all diese Menschen eint. Besonders bedanken möchte ich mich bei unseren Klinikseelsorgern Herrn Walter und Herrn Schäfer für ihre wertvolle Arbeit in unserem Klinikum, die nicht genug geschätzt werden kann.“

Der katholische Dekan Stefan Ruf und der evangelische Klinikseelsorger und Pfarrer Erich Schäfer freuen sich außerordentlich über die neue Kapelle als Raum für Gebet, Andacht und gemeinsames Feiern. „Es ist ein Raum der Gottesbegegnung und der Gottesvergewisserung, ein offener und öffnender Ort für Geist und Seele, ein Raum, der einlädt, beim Eintreten die Stimmen des Alltags draußen zu lassen und so der Stille Gehör zu verschaffen, ein Ort für alle Menschen“, so Erich Schäfer in seiner Ansprache.

(Pressemitteilung: Landratsamt Biberach)