Schwenningen verliert denkbar knapp mit 0:1

Schwenningen verliert denkbar knapp mit 0:1
EHC Grizzlys Wolfsburg vs. Schwenninger Wild Wings Penny DEL (Bild: picture alliance / Eibner-Pressefoto | Eibner-Pressefoto /Regios24)
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Redaktion

Wolfsburg – Auch im fünften Saisonspiel der Penny-DEL haben die Schwenninger Wild Wings – laut Vereinsmitteilung – nicht den erhofften Erfolg einfahren können. Grotesk dabei, dass das Team erneut eine gute Leistung abrufen konnte und mit Marvin Cüpper auf einen sicheren Rückhalt bauen durfte. Die Puzzleteile für baldige Besserung seien vorhanden.

Erst einmal sei es recht verhalten in der Autostadt zugegangen. Doch dann übernahmen die Gäste das Kommando. Max Görtz zielte in der vierten Minute über das kurze Eck. Dann passte Pfaffengut fein mit der Rückhand auf Ex-Grizzly Marius Möchel, der jedoch nicht genug Druck auf die Scheibe bekam.

Noch knapper wurde es – so die Wild Wings weiter – in der 8. Spielminute, als zunächst Tyson Spink und in der gleichen Offensivaktion Johannes Huß dem Schwenninger Führungstreffer sehr nahe kamen. In der Folge war nur Schwenningen zu sehen, die Wolfsburger konnte sich nur durch vereinzelte Konteraktionen offensiv zeigen.

Dennoch waren es die Neckarstädter, die ein „Fünf gegen Drei“ nicht produktiv gestalten konnten. Ansonsten sei dem Team von Niklas Sundblad nach 20 Minuten kaum ein Vorwurf zu machen gewesen. Es sei eine bärenstarke Leistung in der Fremde gewesen – einzig das Tor wollte bis dahin nicht fallen.

Peter Spornberger vergab die letzte einiger guter Einschuss-Möglichkeiten kurz vor der Pausensirene. Im zweiten Spielabschnitt wurde die Begegnung etwas offener, denn auch Wolfsburg konnte sich nun bessere Aktionen in der Offensive erspielen. Es war die 28. Minute, als Jordan Murray im „Vier gegen Vier“ mit einem Abschluss Marvin Cüpper prüfte.

In seinem ersten Saisonspiel habe Marvin Cüpper in den ersten 40. Minuten einen sehr souveränen Eindruck gemacht und konnte auch die Chancen von Jannik Möser und Christopher DeSousa entschärfen. Die Wild Wings waren aber keinesfalls chancenlos, brachten sich aber mit der ein oder anderen Strafe selbst um mehr Spielanteile.

Niclas Burström, Tyson Spink und besonders Boaz Bassen hatten allesamt gute Möglichkeiten. Letzterer hatte Strahlmeier schon überwunden, doch der Fuß eines Grizzly-Verteidigers verhinderte den Einschlag. Es war ein offenes Spiel mit spielerisch starkenWild Wings. Das habe man in dieser Saison schon häufiger gesehen und das Drehbuch habe immer auf die gleiche Weise geendet.

In Wolfsburg kam – laut Mitteilung – noch eine neue Facette hinzu. Dass die Schwenninger in der Offensive nicht gerade vom Scheibenglück verfolgt sind, zeigte das Powerplay sechs Minuten vor dem Ende der Partie, als der Puck beim Rebound immer einen Weg dorthin fand, wo keiner in weiß-blauen Farben etwas mit ihm anfangen konnte.

Zu diesem Zeitpunkt waren das Team, um einen klasse aufspielenden Marvin Cüpper, bereits 0:1 in Rückstand. Denn im eigenen Drittel kam ein „komischer technischer Fehler“ von Colby Robak hinzu, der direkt auf Christopher DeSousas Schläger sprang und von dort einen Weg an Cüpper vorbeifand (44. Spielminute).

„Wir hatten mehr von diesem Spiel und waren aus meiner Sicht auch das bessere Team. Am Ende ist die entscheidende Aktion halt auch zu unseren Ungunsten ausgefallen“, fasste Marvin Cüpper den – aus Schwenninger Sicht gebrauchten – Abend in passende Worte.

Statistik:

Grizzlys Wolfsburg – Schwenninger Wild Wings 1:0 (0:0 | 0:0 | 1:0)

1:0 | C. DeSousa #82 | 43:01

Strafminuten: Wolfsburg 35, Schwenningen 37