Schwenningen muss den Sieg den Mannheimer Adlern überlassen

Schwenningen muss den Sieg den Mannheimer Adlern überlassen
Haben gegen Mannheim das Nachsehen: die Wild Wings (rote Trikots). (Bild: DEL Photo-Sharing)
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Redaktion

Schwenningen – Die Schwenninger Wild Wings haben das Derby in der Penny-DEL gegen die Adler Mannheim mit 0:4 verloren. Beide Teams mussten dabei – laut Vereinsmitteilung – auf einige Leistungsträger verzichten. Dennoch entwickelte sich ein Spiel ohne große Unterbrechungen und mit sehr viel Leidenschaft.

Denn das Derby war – laut Wild Wings – vom Start weg eine packende Partie. Mannheim setzte erste Duftmarken, doch Eriksson war auf der Höhe des Geschehens. Die ersten Akzente der Hausherren kamen von Boaz Bassen und Daniel Pfaffengut, doch den ersten Torabschluss verbuchte David Cerny.

Dennoch waren in den ersten sieben Spielminuten die Adler aus Mannheim die druckvollere Mannschaft. Doch Schwenningen gelang es, Nadelstiche zu setzen – wie durch Troy Bourke in Minute acht, als er nach einem Pass von Marius Möchel allein auf Endras zufuhr, der jedoch mit der Schulter parierte.

Beide Teams ließen sich auch vom Powerbreak nicht ausbremsen und es blieb eine Partie auf dem Gaspedal. Es war 2:30 Minuten vor dem Drittelende, als die Schwenninger für fast zwei Minuten im „Fünf gegen Drei“ spielten. Zunächst konnte Bourke den Rebound nach einem Onetimer Thuressons nicht verwerten und dann stand Endras den Schwenningern im Weg.

Die Adler kamen mit einer großen Chance von Smith in das Mitteldrittel. Den ersten Torabschluss der Wild Wings markierte Jamie MacQueen (25. Spielminute). Doch dann waren es wieder die Mannheimer, die gehörig Druck auf das Gehäuse von Eriksson machten.

Ein Powerplay war die Folge, in dem sich die Schwenninger in alles warfen und sehr stark das eigene Tor verteidigten. Direkt im Anschluss zog dann Boaz Bassen eine Strafe und Sinan Akdag wanderte in die Kühlbox. Die beste Chance hatte jedoch Mannheim, als Plachta bei einem Break nicht das leere Tor, sondern nur den Pfosten traf – Glück für die Hausherren.

Schlechte Nachrichten gab es in der Folge von Maximilian Hadraschek, der nach einem geblockten Schuss in die Kabine begleitet werden musste. Schwenningen hatte seine beste Möglichkeit dann durch Colby Robak, als er geradewegs durchmarschierte. Sein Backhander hatte aber nicht ausreichend Druck.

Im Gegenzug produzierten die Gastgeber aber direkt ein Turnover und zwangen Eriksson zu einem „Big Save“. Doch dann das gleiche Bild auf der anderen Seite. Andreas Thuresson lief allein auf Endras zu, aber der reagierte glänzend (36. Spielminute). Dann kamen die Adler doch noch zur Führung. Der Schuss von Katic ging an ein paar Körpern vorbei und der Save von Eriksson prallte Markus Eisenschmid vor die Füße – 0:1.

1:45 waren im Schlussdrittel gespielt, da setzte Cedric Schiemenz zum Backhander an, doch Endras hielt. Die Schwenninger jagten somit weiter einem Rückstand hinterher. Doch dann folgte die kalte Dusche durch Florian Elias, der zum ersten Mal in seiner DEL-Karriere traf – 0:2. Bis zum Powerbreak versuchte das Team von Headcoach Niklas Sundblad sein Möglichstes, um sich zurück in die Partie zu spielen.

Als Sinan Akdag erneut auf die Strafbank musste, bot sich den Wild Wings abermals die Chance in Überzahl – jedoch ohne Erfolg. Ein weiteres Powerplay endete mit einer Strafe von Alexander Weiß vorzeitig. Plachta nutzte diese Gelegenheit mit einem satten Onetimer – 0:3.

Im direkten Gegenzug fand Cerny in Endras seinen Meister. Der erneute Gegenangriff brachte dann das 4:0 für die Adler: Nicolas Krämmer konnte Eriksson überwinden (58. Spielminute). Doch eine positive Note bekam dieses Spiel aus Schwenninger Sicht dann doch noch, weil Kai Zernikel seine ersten Minuten in der Penny-DEL absolvierte.

„Ich denke wir haben ganz okay gespielt, das erste Drittel war sogar ziemlich gut. Im zweiten waren wir immer noch im Spiel, da wir nur mit einem Tor Rückstand in den Schlussabschnitt gehen konnten. Wir haben gekämpft und alles reingeworfen“, bilanzierte Andreas Thuresson. „Unser Powerplay ist gerade nicht durchschlagskräftig und das tut uns momentan richtig weh.“

Tore:

0:1 | 38:29 M. Eisenschmid #16 | M. Katic #95, S. Loibl #13
0:2 | 43:08 F. Elias #77 | M. Eisenschmid #16, C. Schira #64
0:3 | 57:12 M. Plachta #22 | D. Wolf #89, M. Katic #95
0:4 | 57:34 N. Krämmer #21 | T. Leier #23, J. Lehtivuori #6