Schwenningen kämpft beherzt und ist dann doch unterlegen

Schwenningen kämpft beherzt und ist dann doch unterlegen
Laufen gegen Bremerhaven oft nur hinterher: die Schwenninger Wild Wings (blaue Trikots). (Bild: DEL Photo-Sharing)
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Redaktion

Schwenningen – Die Schwenninger Wild Wings haben in der Penny-DEL eine knappe 4:5-Heimniederlage gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven kassiert. Unter dem Strich waren es zu viele Gegentore, die die Schwenninger – laut Vereinsmitteilung – um ein besseres Ergebnis brachten.

Dabei starteten die Hausherren – so die Wild Wings weiter – in die ersten beiden Drittel auch denkbar ungünstig, da man jeweils einen Gegentreffer in der ersten Minute bekam. Doch unnachgiebig versuchten die Gastgeber einen Weg zu finden, dieses Spiel doch noch zu einem positiven Ausgang zu bringen. Am Ende fehlten Zentimeter und ein paar Sekunden.

Den kaum hatte man sich einigermaßen vernünftig sortiert und sich mit der Begegnung angefreundet, fand man sie aus Sicht der Wild Wings schon gar nicht mehr gut. Die Scheibe war über Friesen zu Verteidiger Vladimir Eminger gekommen, der aus dem, vom Schützen gesehen, rechten Bullykreis in den kurzen Winkel über die Schulter von Patrik Cerveny abschloss – 0:1.

Die Akteure von Headcoach Niklas Sundblad brauchten einige Momente und agierten im direkt folgenden Powerplay nicht konzentriert und konsequent genug, um für Gefahr zu sorgen. In kleinen, teils sehr kleinen Schritten konnten sich die Hausherren in diese Partie bringen. Doch Bremerhaven hatte zunächst den ein oder anderen Moment mehr.

Aber die Gäste scheiterten aber entweder an guter Defensivarbeit der Schwenninger Abwehr – wie an Christopher Fischer mit einem wichtigen Schläger in Minute vier – oder eben an Patrik Cerveny, der einen bis dato sehr beweglichen Eindruck machte. Ein starkes Penaltykilling gab den Wild Wings dann nochmals Aufwind.

Und: Wenig später folgte in der 11. Spielminute der 1:1-Ausgleich durch Tylor Spink. Colby Robak hatte zuvor in den Verkehr vor Brandon Maxwell gezielt, woraus die Scheibe auf die Kelle von Tylor sprang, der damit kurzen Prozess machte. Mit ausgeglichenen Spielanteilen ging die Partie ohne weitere Treffer in die erste Drittelpause.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts folgte ein Déjà-Vu in der Helios Arena. Wieder die erste Minute des Drittels und erneut war die Scheibe im Netz. Aus eigentlich ungünstigem Winkel war es Ross Mauermann, der zur erneuten Führung traf (21.).

Wieder folgte ein Powerplay von Schwenningen, die sich in dieser Phase stark präsentierten. Doch statt selbst auf den Videowürfel zu kommen, waren es die Gäste, die in Unterzahl erfolgreich waren. Ziga Jeglic konnte die Scheibe gut behaupten und oben ins kurze Eck verwandeln – 1:3 (29.). Die Wild Wings mühten sich um Anschluss, aber die Pinguins fanden eher den Weg zum Erfolg.

Jan Urbas schoss den Puck einfach mal Richtung Patrik Cerveny. An viel Personal vorbei war die Scheibe dann erneut im Tor (36. Spielminute). Doch Schwenningen gab noch nicht auf: Andreas Thuressen legte viel in seinen Schuss aus der Mitteldistanz, Troy Bourke war ein dankbarer Abnehmer – 2:4 (37.). In der Folge nahm man sich zu vielen Strafen und musste zweimal gar im „Drei gegen Fünf“ agieren. Das herausragende Powerplay der Pinguins ließ sich diese Chance nicht nehmen und erhöhte durch Urbas auf 5:2 (39. Minute).

Lange schien sich die Partie ohne die ganz großen Höhepunkte ihrem Ende entgegen zu neigen. Im weitestgehend chancenarmen Schlussdrittel legten die Wild Wings alles rein, schienen aber nicht die notwendige Durchschlagskraft entwickeln zu können. Bis in der 56. Spielminute die Scheibe dann doch den Weg an Maxwell vorbei ins Tor fand.

Colby Robak hatte einfach mal draufgehalten und der Puck wurde durch einige Körperkontakte schwer haltbar – 3:5. Nun hatte Schwenningen den Glauben zurück und Bremerhaven wusste, dass diese Partie doch noch nicht durch war. Als Friesen auch noch eine Strafe nahm, nutzte Niklas Sundblad die Gelegenheit den Torhüter zu ziehen. Im „Sechs gegen Vier“ gelang Tyson Spink nach Videobeweis der 4:5-Anschlusstreffer (57.).

Es waren noch 3:40 Minuten auf der Uhr und Schwenningen kam – laut Mitteilung – noch zu gefährlichen Abschlussaktionen, doch die Scheibe wollte nicht mehr ins Tor. „Bremerhaven ist sehr gut gestartet und wir haben zunächst keine Kontrolle bekommen. Sie haben sehr starke Stürmer, die man nur schwer in den Griff bekommt und wir haben zu viele Gegentore kassiert, obwohl es am Ende richtig eng geworden ist“, sagte Headcoach Niklas Sundblad.

Tore:

0:1 | 00:41 V. Eminger #22 | D. Uher #26, A. Friesen #57
1:1 | 10:11 T. Spink #90 | B. Bassen #64, C. Robak #4
1:2 | 20:10 R. Mauermann #14 | A. Friesen #57, D. Uher #26
1:3 | 28:41 Z. Jeglic #13
1:4 | 35:22 J. Urbas #9 | M. Verlic #91, Z. Jeglic #13
2:4 | 36:47 T. Bourke #70 | A. Thuresson #36, E. Kristensen #82
2:5 | 38:22 J. Urbas #9 | S. Diets #67, Z. Jeglic #13
3:5 | 55:15 C. Robak #4 | M. Möchel #91, D. Pfaffengut #77
4:5 | 56:20 T. Spink #96 | C. Robak #4, T. Spink #90