Schwenningen geht zehn Sekunden vor der Sirene als Verlierer vom Eis

Schwenningen geht zehn Sekunden vor der Sirene als Verlierer vom Eis
John Ramage (Schwenninger Wild Wings, #55) und Joacim Eriksson (Torwart, Schwenninger Wild Wings, #60) verteidigen gegen Jerome Flaake (ERC Ingolstadt Panther, #90). ERC Ingolstadt gegen Schwenninger Wild Wings, Eishockey, DEL, 2. Spieltag, Saison 2021/2022, 12.09.2021. (Bild: picture alliance / Eibner-Pressefoto | Eibner Pressefoto / Heike Feiner)
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Redaktion

Ingolstadt – Vor etwas mehr als 3000 Zuschauern haben die Schwenninger Wild Wings dem ERC Ingolstadt ein gutes Auswärtsspiel geboten. Nach der frühen Führung von Ken André Olimb, war es – laut Vereinsmitteilung – Doppelpacker Aubry, der das Spiel zum 2:1-Endstand auf die Seite der Schanzer zog.

Nachdem die Ingolstädter Joacim Eriksson in der 2. Minute erstmals prüften, seien es die Wild Wings gewesen, die zunächst das Kommando übernahmen. Daniel Pfaffengut kam auf Zuspiel von Hadraschek in der dritten Minute zu einem guten Abschluss. Danach bewies Kenny Olimb all seine Ruhe und konnte mit der Vorhand einen guten Abschluss kreieren.

Noch besser machte er es in Minute vier, als er mit der Rückhand überragend über Karri Ramö abschloss. Im „Fünf gegen Fünf“ waren die Schwenninger zu Beginn das überlegene Team, mussten aber in Unterzahl den Ausgleich hinnehmen. Louis-Marc Aubry zog von der blauen Linie ab – zu viel Verkehr vor Eriksson (1:1, 5.).

Doch die Wild Wings agierten – laut Mitteilung – weiterhin auffällig. Maximilian Adam, der für den verletzten Max Görtz im Angriff agierte, prüfte Ramö. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem sich auch Joacim Eriksson auszeichnen konnte. Bis zum Ende des ersten Drittels sollte sich kein Team mehr auf die Anzeigetafel bringen.

Die Mannschaft von Niklas Sundblad kam schwungvoll aus der Kabine. Tyson Spink konnte nach Rückhand-Drop-Pass von Johannes Huss gefährlich abschließen (22. Minute). Die gut, weil aufopferungsvoll agierenden David Cerny und Manuel Alberg, hätten sich zur nächsten Chance kombiniert. In der 32. Spielminute hatte Patrik Lundh im Powerplay mit einem guten Tipp, eine weitere Einschuss-Möglichkeit.

Im Anschluss wurde Ingolstadt drückender und Eriksson musste mit einem überragenden Save durch viel Verkehr sein Team im Spiel halten. Auch wenn Ingolstadt stellenweise nun mit sehr viel Druck agierte, konnten sich die Gäste auch ihrerseits immer wieder gefährlich in Szene setzen, aber Marius Möchel traf „nur“ die Schulter von Karri Ramö.

Ingolstadt begann den Schlussabschnitt sehr konsequent und hatte in der 46. Spielminute auch einen Alutreffer. Der Videobeweis entschied jedoch auf kein Tor. Im Powerplay bewegten die Schwenninger die Scheibe gut, konnten aber kein Kapital daraus schlagen. Auf der anderen Seite traf DeFazio in Überzahl für die Schanzer „nur“ die Latte.

Die Entscheidung in dieser Partie fiel erst zehn Sekunden vor der Schlusssirene und habe nicht immer überragend, aber leidenschaftlich spielenden Schwenninger Wild Wings, um zumindest einen und sicher nicht unverdienten Auswärtspunkt gebracht.

In der letzten Offensivaktion dieses Spiels entscheiden die Referees auf Strafe für die Schwenninger, die dann aber gar nicht mehr zum Tragen kam. In der gleichen Spielsituation war es erneut Louis-Marc Aubry, der einen Schuss von Warsofsky tippte und von dessen Schläger unhaltbar hinter Eriksson einschlug.

„Wir haben es in einem guten Mitteldrittel verpasst, in Führung zu gehen. Das Gegentor zehn Sekunden vor Schluss ist natürlich extrem hart. Aber so ist nun einmal der Sport. Die Jungs hätten sich einen Punkt verdient gehabt, weil sie hart dafür gearbeitet haben“, betonte Schwenningens Headcoach Niklas Sundblad.

Statistik:

ERC Ingolstadt – Wild Wings 2:1 (1:1 | 0:0 | 1:0)

 0:1 | K. Olimb #40 – K. Turnbull #71 | 03:38
1:1 | L.-M. Aubry #11 – D. Warsofsky #55, W. Sipmson #21 | 04:42
2:1 | L.-M. Aubry #11 – D. Warsofsky #55, W. Sipmson #21 | 59:50