Schwenningen feiert einen 2:1-Auswärtserfolg in Krefeld

Schwenningen feiert einen 2:1-Auswärtserfolg in Krefeld
Haben am Ende die Punkte für sich behalten: die Schwenninger Wild Wings (weiße Trikots). (Bild: DEL Photo-Sharing)
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Redaktion

Krefeld – Die Schwenninger Wild Wings haben in der Penny-DEL am Montagabend bei den Krefelder Pinguinen mit 2:1 gewonnen. Schon am Dienstag wartet für die Schwenninger die nächste Aufgabe, wenn man ab 20.30 Uhr bei den Iserlohn Roosters antreten muss. Überschattet wurde der Erfolg – laut Vereinsmitteilung – von einer erneuten Verletzung von Darin Olver.

Der erste Abschnitt begann – so die Wild Wings weiter – mit einer kalten Dusche. Bereits nach 59 Sekunden spielte Martin Schymainski einen langen Pass auf Filips Buncis. Der war auf und davon und ließ Joacim Eriksson im Tor der Wild Wings keine Chance – 1:0.
Doch die Gäste aus dem Schwarzwald zeigten sich keineswegs geschockt und erhöhten den Druck.

Das Resultat: Ein toller Pass von Daniel Weiß auf Daniel Pfaffengut und der netzte nur 66 Sekunden nach der Krefelder Führung aus kurzer Distanz zum 1:1-Ausgleich ein.
Auch in der Folgezeit blieben die Gäste feldüberlegen und kamen durch Troy Bourke, Alex Weiß und Travis Turnbull zu guten Chancen. Aber auf beiden Seiten gab es etliche Ungenauigkeiten.

So dauerte es bis zur 12. Minute, ehe sich die Wild Wings erneut aufs Scoreboard bringen konnten: Lucas Lessio saß auf der Strafbank, Colby Robak zog ab und dessen Schuss fand sein Ziel durch Freund und Feind zur Schwenninger Führung – 1:2. Als offizieller Torschütze wurde Tyson Spink angegeben, der wohl noch entscheidend abfälschte.

Wenig Aufregendes brachte aus Sicht der Wild Wings das zweite Drittel mit sich. Zu unkonzentriert, zu fahrig und zu kompliziert wirkte das Spiel der Blau-Weißen. Bezeichnend, dass die beste Chance dieses Drittels aus einem Konter in Unterzahl resultierte. Fischer zog auf und davon, entschied sich aber selbst aufs Tor zu schießen.

Vielleicht wäre der Pass in die Mitte auf den freistehenden Troy Bourke die bessere Option gewesen. Und so witterte Krefeld Morgenluft: Mehr und mehr nahmen die Hausherren das Heft in die Hand. Doch wenigstens die Defensive der Wild Wings stand stabil und ließ nur wenige echte Tormöglichkeiten zu.

Das Gesicht von Niklas Sundblad auf der Spielerbank sprach Bände. Zufriedenheit sah anders aus. Im Schlussdrittel waren die Gäste wieder deutlich fokussierter. Und sie waren nicht gewillt, die wichtigen Punkte in der Seidenstadt zurückzulassen. Zwar gab es beim Spiel nach vorne nach wie vor einige Ungenauigkeiten, doch Jamie McQueen (3.), Marius Möchel (6.) sowie Colby Robak gleich zweimal (9./10.) erspielten sich gute Einschuss-Möglichkeiten.

Auf der anderen Seite versuchte Krefeld mit schnellem Umschaltspiel den Ausgleich zu erzwingen, lief sich aber ein ums andere Mal in der konzentrierten und vielbeinigen Abwehr des Teams von Niklas Sundblad fest. Selten, dass Goalie Joacim Eriksson wirklich ernsthaft eingreifen musste. Die Wild Wings beschränkten sich nun zusehends auf die Defensive und gelegentliche Konter.

Einer davon hätte fast zur Vorentscheidung geführt. Nach einem feinen Move des starken Daniel Pfaffengut, rettete die Querlatte für den schon geschlagenen Marvin Cüpper im Tor der Pinguine. Doch auch als dieser sein Gehäuse zugunsten eines sechsten Feldspielers verließ, ließen die Wild Wings nichts mehr anbrennen.

Sie brachten die knappe Führung über die Zeit und sicherten sich die aus ihrer Sicht wichtigen drei Punkte. Sehr zur Freude von Headcoach Niklas Sundblad, dessen Miene sich nun deutlich aufhellte. Schon am Dienstag folgt der zweite Teil der „West-Deutschland-Tour“, wenn es für Schwenningen in Iserlohn gegen die Roosters weitergeht (20.30 Uhr).

Tore:

1:0 00:59 F. Buncis #14
1:1 02:05 D. Pfaffengut #77
1:2 11:29 C. Robak #4