Schatz, der Baum steht schief!

Schatz, der Baum steht schief!
(Bild: Andrea Piacquadio von Pexels)

Das wirklich perfekte Weihnachten gibt es nicht. Pünktlich zum Heilig Abend einsetzende Schneeflocken, das lang ersehnte Geschenk unterm wunderschön geschmückten Baum, friedliche Kinder im Wohnzimmer und ein Mann, der gut gelaunt den Müll vor die Tür bringt. Vergessen Sie diese Illusion. Durch die momentan angespannte Corona-Situation wird noch eine Schippe draufgelegt – es herrscht Unsicherheit, Angst oder einfach nur Frust. Vielleicht soll aber auch das Jahr 2020 zeigen, wie schnell alles anders sein kann, Gesundheit über allem steht, Nächstenliebe von unschätzbarem Wert ist und Konsum in den Hintergrund fällt.

Statt Einigkeit und Harmonie herrscht in den meisten Familien Dauerstress. Die Erwartungshaltungen sind zu groß und unterschiedliche Vorstellungen prallen aufeinander. Wir haben ein paar Tipps, wie der Weihnachtsabend friedlich verlaufen kann.

  1. Gespräche am Tisch vermeiden, von denen man weiß, dass man sich auf Minenfeldern bewegt. Dazu gehören Themen wie Politik, Religion, Umweltschutz, Ernährungsdogmen und Erziehungsfragen. Wenn man sich angegriffen fühlt, versuchen zu lächeln und ein anderes Thema anregen.
  2. Wenn ein Veganer zu Besuch kommt, sollte man sich vorab Gedanken machen, dass die Tafel für ihn ebenfalls etwas bereithält. Vielleicht auch mal den Vorschlag unterbreiten, dass jeder etwas zum Festessen beiträgt.
  3. Die Enttäuschung über die 10. Krawatte oder die alleskönnende Küchenmaschine nicht gleich zeigen. Sich für das nächste Jahr überlegen, ob man nicht einfach den Geschenkewahn durchbricht. Kleinigkeiten können auch Freude bereiten oder Gutscheine für gemeinsame Aktivitäten. Einfach mal in der Familie darüber diskutieren.
  4. Festgefahrene Traditionen kann man nicht von heute auf morgen über den Tisch werfen. Man kann aber versuchen, sie nach und nach aufzuweichen und vielleicht bringen neue Vorschläge ja auch neuen Schwung für das Fest.
  5. Abwechslung kann Situationen entzerren. Ein Spaziergang oder Gesellschaftsspiele können Wunder wirken.