Samuel Kulczycki schrammt an der Olympia-Qualifikation vorbei

Samuel Kulczycki schrammt an der Olympia-Qualifikation vorbei
Es hat nicht sollen sein mit Olympia für Samuel Kulczycki. (Bild: Nicolai Schaal)
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Redaktion

Guimarães – Nach dem globalen Olympia-Qualifikationsturnier, das im März in Doha ausgetragen wurde und bei dem Samuel Kulczycki den großen Coup nicht geschafft hatte, hat sich für den 18-jährigen Polen in Diensten der TTF Ochsenhausen in den vergangenen Tagen eine weitere Chance geboten, das – laut Vereinsmitteilung – begehrte Ticket für die Spiele in Tokio zu lösen. Auch dieser Versuch war jedoch nicht von Erfolg gekrönt.

Vom 21. bis 25. April wurden die letzten Olympia-Tickets im portugiesischen Guimarães vergeben. Neun Stück seien insgesamt zu haben gewesen, davon fünf bei den Herren. Das Teilnehmerfeld war – so die TTF weiter – hochkarätig besetzt, darunter viele namhafte Bundesligakollegen von Kulczycki, der übrigens vom polnischen Verband – gemeinsam mit dem ehemaligen Ochsenhauser Jakub Dyjas – nominiert worden war.

Auch das Spielsystem war kompliziert: Nach einer Gruppenphase folgte eine 32er K.o.-Runde, in der sich die beiden Endspielgegner ihr Ticket sicherten. Die vier am besten gesetzten Spieler stießen erst zur zweiten Phase hinzu, in der sich ebenfalls die Finalisten ihr Ticket sicherten. Die Übriggebliebenen trafen dann noch einmal in einer weiteren K.o.-Phase aufeinander, in dem ein echtes Endspiel über das fünfte und letzte Tokio-Ticket entschied.

Samuel Kulczycki musste schon in seinem ersten Einzel eine herbe Enttäuschung hinnehmen: Gegen Niagol Stoyanov aus Italien verlor er deutlich mit 1:4. Doch nach einem knappen 4:3-Sieg gegen den – unangenehm zu spielenden – luxemburgischen Materialkünstler Luka Mladenovic und einem überraschend glatten 4:0-Erfolg gegen den erfahrenen Slowaken Lubomir Pistej, durfte der Ochsenhauser doch noch in den K.o.-Runden aufschlagen.

In „Stage 2“ gelang ihm zunächst ein 4:3-Sieg gegen den Weißrussen Aleksandr Khanin, der ihm alle Chancen auf das ersehnte Ticket erhielt. Doch in der dritten Runde erfolgte das Aus durch ein 0:4 gegen den erfahrenen ehemaligen TTBL-Spieler Kou Lei, der international für die Ukraine am Ball ist.  Eine letzte Chance in „Stage 3“ blieb ebenfalls ungenutzt.

In Runde zwei musste er dem Ex-Grenzauer Mihai Bobocica nach einem 2:4 gratulieren – ein Match, in dem für das TTF-Talent so viel mehr drin gewesen wäre. Allein drei Sätze gingen mit jeweils 12:10 an seinen Gegner. Die nervliche Anspannung – besonders in dieser Turnierphase – sei doch sehr hoch und ließ auch den jungen Ochsenhauser nicht unberührt. Mit dieser Niederlage war das Tokio-Ticket außer Reichweite geraten.

„Es war ein sehr schwieriges Turnier für mich, ich hatte viele harte Matches zu bestreiten, einige habe ich gewonnen, einige verloren“, sagte Kulczycki nach dem Turnier. „Das waren teilweise schon sehr starke Gegner und ich freue mich, dass ich gegen einige davon gewinnen konnte wie gegen Pistej oder Knanin.“

Und weiter: „Am Ende war ich aber doch sehr traurig, dass ich das Ticket für Olympia in Tokio nicht lösen konnte. Aber in drei Jahren werde ich es wieder versuchen und hoffe, es dann zu schaffen.“