Salemer Gespräche: Wie stellt sich die Politik den wirtschaftspolitischen Herausforderungen?

Salemer Gespräche: Wie stellt sich die Politik den wirtschaftspolitischen Herausforderungen?
Gotterbarm und Westermeyer (Bild: David Balzer)
David Balzer

Bei der 41. Auflage der Salemer Gespräche am Freitag, 16. Oktober liegt der Fokus auf der Wirtschaftspolitik: Traditionell wird es in der Schloss-Schule Salem eine Podiumsdiskussion mit hochkarätigen Teilnehmern aus der Politik geben, zu der sich Interessierte via Live-Stream zuschalten können. Organisiert werden die Salemer Gespräche von den Wirtschaftsjunioren (WJ) Bodensee-Oberschwaben.

Salem (dab) – Im vergangenen Jahr feierten die Salemer Gespräche das 40-jährige Jubiläum, rund 400 Gäste waren der Einladung in die Schloss-Schule Salem gefolgt. Aufgrund der Corona-Pandemie ist in diesem Jahr vieles anders, lediglich rund 80 geladene Gäste werden am 16. Oktober vor Ort sein. Moderiert wird die Podiumsdiskussion mit dem Thema „Wie stellt sich die Politik den wirtschaftspolitischen Herausforderungen?“ von Britt Lorenzen, Expertin in der Moderation wirtschaftlicher Prozesse. „Wir haben alle Parteien und Spitzenkandidaten im Vorfeld angeschrieben und freuen uns, trotz aller Auflagen wieder eine Top-Veranstaltung mit Fokus auf unsere Region anbieten zu können“, sagt Philipp Gotterbarm, Kreissprecher der WJ Bodensee-Oberschwaben. Lediglich die AfD sei nicht eingeladen worden, was Bernd Westermeyer, Gesamtleiter der Schloss-Schule Salem, sehr begrüßt: „Wer demokratische Werte mit Füßen tritt, bekommt bei uns keine Plattform.“

Zugesagt haben für die Salemer Gespräche 2020 Hans-Ulrich Rülke (FDP), Andreas Stoch (SPD), Wolfgang Reinhart (CDU) sowie Martin Hahn (Die Grünen), der betont: „Baden-Württembergs Wirtschaft ist stark. Wir wollen sie gut durch die Krise bringen, unterstützen die Transformation und setzen Digitalisierung, Ressourceneffizienz und die Künstliche Intelligenz ganz oben auf unsere Agenda.“

Die Junge Wirtschaft (Bild: David Balzer)

Die Wirtschaftsjunioren sind Unternehmer und Führungskräfte unter 40 Jahren, die sich im Beruf engagieren und darüber hinaus etwas bewegen wollen. Mit rund 130 Mitgliedern aus allen Bereichen der Wirtschaft bilden sie den größten regionalen Verband von jungen Unternehmern, Führungskräften, Gründern und unternehmerisch denkenden Menschen in der Region. Die Salemer Gespräche sind das Groß-Event der WJ Bodensee-Oberschwaben, dieses Mal genau sechs Monate vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg. Regionale Unternehmer haben hier optimale Möglichkeiten, um sich zu vernetzen und gegenseitig auszutauschen. „Bislang wurde unser Angebot stets gut angenommen, die Salemer Gespräche sind eine Erfolgsgeschichte“, freut sich Philipp Gotterbarm. Viele, vor allem mittelständische Unternehmen, würden aufgrund der Corona-Pandemie seit Monaten auf „Sicht“ fahren: „Diese Unsicherheit bewegt Unternehmer enorm und viele möchten einen konkreten Plan der Politik sehen, der ihnen das Vertrauen gibt, mit Zuversicht aus der Wirtschaftskrise zu kommen.“ Während der Podiumsdiskussion werden die Wirtschaftsjunioren der Führung der Politik in Baden-Württemberg sehr direkte und fordernde Fragen stellen, weiß Gotterbarm.

Philipp Gotterbarm (Bild: David Balzer)

In diesem Jahr wurden viele Fragen im Vorfeld gesammelt – unter anderem bei der IHK-Vollversammlung sowie von diversen Wirtschaftsjunioren – am 16. Oktober beziehen die Politiker dann ab 18.30 Uhr (Einlass: 18 Uhr) Stellung zu diversen brisanten Themen, die vor allem das Land Baden-Württemberg betreffen. 

Die rund 90-minütige Veranstaltung wird per Live-Stream online übertragen, unter anderem auf www.wochenblatt-news.de

Alle weiteren Infos zu den Salemer Gesprächen gibt es online unter www.salemer-gespraeche.de sowie www.wj-bodensee.de