Riesen-Ansturm auf die Konzerte der „Dorfrocker“

Riesen-Ansturm auf die Konzerte der „Dorfrocker“
Die Dorfrocker und die „Bauwagen-Mädels“ haben Spaß (Bild: Privat)
Maximilian Kohler

Das Konzert der „Dorfrocker“ in Unlingen, geriet an Fronleichnam zu einem fulminanten Erlebnis für Party-Gäste, Helfer und das Organisationsteam.

Anna App war noch Tage nach dem Konzert hin und weg: „Man konnte von einem echten Ansturm auf die Eintrittskarten sprechen, weil die beiden Konzerte online innerhalb von zwei Minuten restlos ausverkauft waren. Um möglichst wenige, der vielen Nachfragenden zu enttäuschen, organisierten wir kurzerhand ein Zusatzkonzert um 15 Uhr.“

Die Unlinger „Bauwagen-Mädels“ hatten ganz offensichtlich den richtigen Riecher für die Bedürfnisse und Wünsche der Menschen nach der langen Zeit des Lockdowns.

Auch die Bandmitglieder waren über das Organisationstalent der Mädels baff: „Die haben Bauklötze gestaunt, was wir Mädels auf die Beine gestellt hatten und wie toll die Resonanz auf die Konzerte waren“, berichtet Anna App, die sich mit ihren Mitstreiterinnen über die vielen positiven Rückmeldungen der Besucher*innen freuten. „Die Stimmung beim Konzert war bei den Besuchern euphorisch, es wurde geklatscht und getanzt. Selbst die Band war von der überwältigenden Stimmung positiv überrascht“, berichtet Anna App.

Das Orga-Team mutierte zu Gogo-Girls (von li Kathrin App, Doreen sprißler, Anna App, Annalisa Maier, Jacqueline Schmid) (Bild: Privat)

Mega-Unterstützung für das Orga-Team

Doch vor dem Erfolg war harte Arbeit angesagt. Die Mädels bekamen beim Auf- und Abbau, Ordnerdiensten, Einweiser- und Technikdiensten tatkräftige Hilfe von Freunden und Bekannten. „Nur dadurch, war ein reibungsloser Ablauf möglich. Insgesamt waren es rund 25 Helfer*innen im Einsatz, bei denen wir uns nochmals recht herzlich bedanken möchten“, betont Anna App.

Für die Mädels gab es trotzdem noch reichlich zu tun. Zusammen mit der Band bauten sie die Bühne auf, kontrollierten Karten und verkauften kühle Getränke.

Wohldurchdacht war auch die Verkehrsführung. Einfahrt und Ausfahrt waren separat gelegt, damit die Fahrzeuge nach dem ersten Konzert schnell die Wiese verlassen konnten und die Besucher des nächsten Auftritts problemlos einfahren konnten.

So diszipliniert wie das Orga-Team und ihre Helfer verhielten sich auch weitestgehend die Gäste. Anna App dazu: „Überwiegend hielten sie sich an die Regelungen, auch wenn unsere Ordner hin und wieder auf die Maskenpflicht und Abstandsregeln hinweisen mussten.“

„Endlich mal wieder eine Rote“

Gut angenommen wurden die Angebote für Naschkatzen und Hungrige. Bei einem Wurstwagen, sowie einem Eis- und Crêpes-Stand konnten sich die Konzertbesucher*innen stärken. Ein Besucher brachte es dankbar auf den Punkt: Endlich kann ich mal wieder eine ‚Rote‘ verputzen.“

Traktoren als Party-Lounge

„Wir sind stolz, dass wir fünf Mädels zwei Konzerte mit jeweils 120 Traktoren so gut organisiert bekamen. Es war zwar stressig, weil alles sehr spontan war und durch Corona einiges beachtet werden musste. Der Stress hat sich aber ohne Zweifel gelohnt. Wir hatten einen tollen Tag, der uns ewig in Erinnerung bleiben wird,“ bringt es Anna App für die „Bauwagen-Mädels“ auf den Punkt.

Die Traktoren wurden beim Konzert zur Party-Lounge. (Bild: Privat)

Auch die megacool gestylten Traktoren zauberten so manchem Besucher ein fettes Grinsen ins Gesicht. Kreativ wurden die Traktoren für das Konzert aufgehübscht. So manche Arbeitsmaschine wurde mit integrierter Bierbank, oder montiertem Stehtisch zur Party-Lounge. Auf einem Schlepper wurde sogar auf einer Aussichtsplattform ein Wohnzimmer eingerichtet, stilecht mit Sofa und Blumenschmuck versteht sich.

Reaktionen des Orga-Teams

Jacqueline Schmid: „Mein Highlight war, als wir auf den Musikboxen vor der Bühne getanzt haben.“ Auch Annalisa Maier sah das so, ergänzt aber, dass ihr sogar die Kartenkontrolle, ihrerseits, spaßhaft als „Gesichtskontrolle“ bezeichnet, ein Vergnügen bereitete.

Kathrin App war einfach nur glücklich: „Mein Highlight war, dass es nach so einer langen Durststrecke, endlich mal wieder ´ne Liveband zu sehen und zu hören gab. Sahnestück war das Privatkonzert, nur für uns Mädels, vor der eigentlichen Veranstaltung!“

Wie groß die Begeisterung beim Orga-Team war, formuliert Doreen Sprißler in einem Vergleich: „Wenn die Stimmung geiler ist, als der größte Schlepper, ein Fendt 1050…!“ Anna App überwältigte die Kreativität der Besucher*innen: „Es war einfach schön, nach der langen Konzertpause endlich wieder in fröhliche Gesichter bei den Party-Gästen zu sehen. Die Erinnerung an diesen Tag werden wir nie vergessen.“