Speicher für die Fernwärme TWS ergänzt Biomethan-Blockheizkraftwerk durch Pufferspeicher

Zwei Lastkräne hoben die beiden Pufferspeicher an ihren Platz am Parkhaus Rauenegg. Bis zu 10.000 Kilowattstunden Wärme können darin gespeichert und bei Bedarf in das Ravensburger Fernwärmenetz eingespeist werden.
Zwei Lastkräne hoben die beiden Pufferspeicher an ihren Platz am Parkhaus Rauenegg. Bis zu 10.000 Kilowattstunden Wärme können darin gespeichert und bei Bedarf in das Ravensburger Fernwärmenetz eingespeist werden. (Bild: TWS)

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Derzeit laufen die Arbeiten für die Heizzentrale im Parkhaus Rauenegg in Ravensburg. Am Mittwoch (8. März) wurden die ersten zwei von bis zu sechs Pufferspeichern aufgestellt.

Zwei Lastkräne waren notwendig, um die beiden Spezialbehälter an ihren endgültigen Standort hinter dem Parkhaus Rauenegg zu bringen. Bis zu 10.000 Kilowattstunden Wärme können darin in Form von heißem Wasser gespeichert und bei Bedarf in das Ravensburger Fernwärmenetz eingespeist werden.

Die Technischen Werke Schussental (TWS) errichten derzeit im bislang ungenutzten Untergeschoss des Parkhauses eines von drei geplanten zentralen Heizwerken für das klimaschonende Fernwärmenetz der Ravensburger Innenstadt. „In der neuen Heizzentrale Rauenegg kommt ein mit klimafreundlichem Biomethan betriebenes Blockheizkraftwerk (BHKW) zum Einsatz“, berichtet Miriam Sepke-Vogt, Projektleiterin der TWS. Wichtig ist ihr, dass das Biomethan aus Biomasse erzeugt wird: „Damit ist die hier erzeugte Wärme zu 100 Prozent erneuerbar und CO2-neutral“. Die gasbasierte Technologie könnte in Zukunft auch auf bis zu 100 Prozent grünen Wasserstoff umgestellt werden.

Energieüberschuss wird gespeichert

Das BHKW erzeugt hocheffizient sowohl Wärme als auch Strom. Mit dem im BHKW erzeugten Ökostrom lassen sich witterungsbedingte Schwankungen ausgleichen, wie sie bei Wind- und Solarenergie vorkommen. „Wenn wenig Strom aus Wind und Sonne erzeugt wird, kann das BHKW einspringen und gleichzeitig die Lücke im Stromnetz ausfüllen und Fernwärme produzieren“, erklärt Miriam Sepke-Vogt. Der Strom wird immer ins Stromnetz eingespeist, die Wärme gelangt über kurze Wege und gut isolierte Rohre in die Häuser zum Heizen und zur Warmwasserbereitung.

Ein Wärmeüberschuss verbleibt in den mit Wasser gefüllten Pufferspeichern, um die Wärme zu speichern, bis sie abgenommen wird. Damit tragen die Pufferspeicher zur Kopplung der zwei Sektoren Strom und Wärme bei. Ende März soll auch das BHKW im Parkhaus Rauenegg aufgestellt werden. Geplant ist, dass die Heizzentrale noch bis zum Sommer in Betrieb geht.

(Pressemitteilung: Technische Werke Schussental GmbH & Co. KG)