Die Einbruch-Hochsaison hat begonnen – Tipps von der Polizei

Die Einbruch-Hochsaison hat begonnen – Tipps von der Polizei
Ein Einbrecher verschafft sich Zutritt über die Terassentür // Symbolbild. (Bild: picture alliance / CHROMORANGE | Michael Bihlmayer)
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Die dunkle Jahreszeit gilt als Hochsaison für Einbrecher. Außerdem nimmt die Zahl der Wohnungseinbrüche stetig zu. Die Polizei Ravensburg gibt deshalb wichtige Tipps zum Schutz vor Einbrechern.

Ein Einbruch in den eigenen vier Wände ist ein Schock. Die psychischen Folgen treffen die Betroffenen dabei meist schlimmer als die materiellen Schäden. Die Gefahr steigt vor allem dann, wenn ab Ende Oktober die Uhren wieder um eine Stunde zurückgestellt werden und es somit noch früher dunkel wird. Denn die Dunkelheit ist für Täter ideal, um ungesehenen in Häuser einzubrechen.

Die Einbruchzahlen steigen

Die Mehrzahl der rund 5,6 Millionen verzeichneten Straftaten in Deutschland pro Jahr sind Diebstahlsdelikte. Im Jahr 2022 wurden in Deutschland rund 66.000 Wohnungseinbrüche erfasst – das bedeutet einen Anstieg von circa 21,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

In Baden-Württemberg wird dabei verhältnismäßig wenig eingebrochen. An der Spitze befindet sich der Nord-Osten Deutschlands. Allein in Nordrhein-Westfalen wurden 2022 über ein Drittel aller Wohnungseinbruchdiebstähle getätigt.

Die Zahl der Einbrüche steigt stetig. Besonders stark betroffen ist Nord-Osten Deutschlands.
Die Zahl der Einbrüche steigt stetig. Besonders stark betroffen ist Nord-Osten Deutschlands. (Bild: audioundwerbung // iStock / Getty Images Plus)

Einbrecher scheuen das Risiko: vorbeugen hilft

Die frühe Dämmerung kommt den Dieben zugute. Bei den Einbrechern besonders beliebt sind schlecht einsehbare Gebäudebereiche, wie Kellerabgängen oder Terrassenseiten. Durch richtiges Verhalten und die richtige Sicherungstechnik können jedoch viele Einbrüche verhindert werden.

Die Polizei gibt dazu wertvolle Tipps:

  • Es empfiehlt sich, auf Außenbeleuchtungen rund ums Haus zu setzen. Auch Licht durch Bewegungsmelder jagt Einbrecher in die Flucht. Diese können auch stromunabhängig mit Solarenergie betrieben werden.
  • Auch eine regelmäßige Innenbeleuchtung erzeugt einen bewohnten Eindruck. Diese kann über Zeitschaltuhren oder Dämmerungsschalter gesteuert werden.
  • Auch Akustikgeräte, wie z. B. ein Radio, können über eine Zeitschaltuhr eingeschaltet werden, wenn man noch nicht zu Hause ist.
  • Bei guter Nachbarschaft kann auch das Zweitfahrzeug des Nachbarn vor der eigenen Garage oder im Hofraum abgestellt werden, um Anwesenheit zu simulieren.
  • Zusätzlich ist ein guter mechanischer Einbruchschutz besonders wichtig. Denn: Je länger Türen und Fenster dem Einbruch standhalten, desto wahrscheinlicher ist die Flucht des Täters. Inzwischen handelt es sich somit bei jedem zweiten Einbruch lediglich um einen Versuch.
Praktisch: Die Informationen des Alarmsystems können bequem über das Smartphone abgerufen werden.
Praktisch: Die Informationen des Alarmsystems können heutzutage meist auch bequem über das Smartphone gesteuert werden. (Bild: picture alliance / dpa-tmn | Franziska Gabbert)

Die mechanischen Sicherungen können durch elektronische Sicherungen wie Video- und/oder Alarmanlagen sinnvoll erweitert werden. Über das Handy bedienbare Alarmsysteme, wie eine schwenkbare Kamera, können auch in Abwesenheit einfach per App gesteuert werden.

Dennoch gilt: Vor der Elektronik kommt die Mechanik!

(Quellen: Polizeipräsidium Ravensburg, statista.de)