Jahreshauptversammlung des BN-Kreisgruppe Lindau

Jahreshauptversammlung des BN-Kreisgruppe Lindau
Claudia Grießer, Frieder Fahrbach, Dr. Maximilian Schuff, Isolde Miller, Dr. Claudia Alfons, Dorothee Freytag, Daniel Schwarz (v.l.). (Bild: Sabine Schäfer/BN)

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In der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Kreisgruppe Lindau des BN in Lindau, fand Kreisvorsitzender Dr. Maximilian Schuff deutliche Worte: Angesichts der vielen Krisen laufe der Natur- und Umweltschutz in Gefahr ins Abseits zu geraten.

In den nächsten 26 Jahren werde die Weltwirtschaft mindestens 38 Billionen US-Dollar für die Folgekosten des Klimawandels ausgeben müssen. Damit werde er auch zunehmend ein ökonomisches Problem für die Menschheit, nicht zu vergessen die ökologischen und medizinischen Folgen, die auch vor der Bodenseeregion nicht halt machten. Gerade der Obstanbau spüre die Klimawandelfolgen. Deshalb freue er sich über das neue Streuobstprojekt, das die Kreisgruppe die nächsten vier Jahre betreuen werde, und verwies auf die Erfahrung und Kompetenz der Kreisgruppe, die letztes Jahr das 20-jährige Jubiläum des Streuobstsaftprojektes gefeiert habe.

Der BN werde oft als „Verhinderer“ in der Bevölkerung wahrgenommen, dem stünden aber die Erfolge, wie beispielsweise im Bereich des Giebelbachviertels entgegen, dort wurden Nachbesserungen für den Landschafts- Umwelt und Lärmschutz erreicht. Leider habe der BN im Moment überproportional viele Konfliktfelder im Lindauer Stadtbereich. Dr. Claudia Alfons, Oberbürgermeisterin der Stadt Lindau, betonte in ihrer Ansprache, die Bedeutung des BN, und dass BN und Stadt wieder in den Dialog kommen sollen.

Schuff bedankte sich bei Dorothee Freytag und Frieder Fahrbach für 40-jährige treue Mitgliedschaft und beim ehrenamtlich engagierten Vorstand, die Nachwahl von Sabine Dietrich und Stefan Stern komplettierte das Team. Ebenso dankte er dem Team im Naturschutzhäusle, das die vielfältigen Aufgaben hervorragend gemeistert hatte. Der Tätigkeitsbericht von Geschäftsführerin Claudia Grießer und Gebietsbetreuerin Isolde Miller fiel entsprechend umfangreich und vielfältig aus.

Miller konnte auf einen erfolgreichen Abschluss ihrer Tätigkeit verweisen: Besuch der Umweltministerin im Moor, Treffen der Gebietsbetreuer in Lindau und die Erweiterung des Naturwaldreservats Rohrach über die Landesgrenze hinaus. Sie übergab anschließend den Staffelstab in der Gebietsbetreuung an ihren Nachfolger Daniel Schwarz und verabschiedete sich in den Ruhestand. Ken Kurtzweg stellte die Treffen der Kindergruppe im Wald und Pavillon auf der Hinteren Insel vor, und Werner Zirkel berichtete vom AK Nachhaltige Ernährung.

(Pressemitteilung: BUND Naturschutz Kreisgruppe Lindau)