Trotz anhaltender Hitze ist die Trinkwasserversorgung in Friedrichshafen und Überlingen gesichert. Das Stadtwerk am See verfügt über ausreichend Reserven.
Aktuell verbrauchten Haushalte und Unternehmen in Friedrichshafen rund 19 Millionen Liter Trinkwasser pro Tag, in Überlingen waren es rund 6 Millionen Liter. Damit bewegte sich der Verbrauch etwa auf dem Niveau anderer Sommer.
Ungewöhnlich war nach Angaben des Stadtwerks am See allerdings, dass der Verbrauch über einen so langen Zeitraum auf diesem hohen Niveau blieb. Die anhaltende Hitze ließ den Wasserbedarf steigen, Engpässe drohten dennoch nicht.
„Während in anderen Regionen Deutschlands zum Teil Wasserknappheit herrscht, haben wir dank des Bodensees – auch bei niedrigem Wasserstand – noch genügend Wasserreserven“, erklärt Alexander Belard, Wassermeister beim Stadtwerk am See.
Kapazitäten reichen auch bei hohem Verbrauch
Auch sommerliche Spitzenwerte konnten nach Angaben des Stadtwerks bewältigt werden. „Unsere Kapazitäten reichen auch für hohe Verbräuche aus, und wir sind noch weit von der Grenze unserer Leistungsfähigkeit entfernt. Bei punktuell sehr hohen Abnahmemengen, etwa in der Landwirtschaft, kann es jedoch vorkommen, dass wir die Entnahme zeitlich abstimmen müssen“, sagt Stadtwerk-Wassermeister Alexander Belard.
In Friedrichshafen können die Pumpen bis zu 1,3 Millionen Liter Wasser pro Stunde fördern. Der bisherige Tagesrekord wurde im August 2018 mit 20,3 Millionen Litern erreicht. Mit derzeit etwa 19 Millionen Litern in Friedrichshafen und 6 Millionen Litern in Überlingen lag der Verbrauch in diesem Jahr noch deutlich davon entfernt.
Stadtwerk ruft zum Wassersparen auf
Trotz der gesicherten Versorgung rief Belard zu einem bewussten Umgang mit Trinkwasser auf: „Wasser ist eine unverzichtbare Ressource, mit der wir immer achtsam umgehen sollten, auch wenn wir mit dem Bodensee einen riesigen Trinkwasservorrat vor der Haustür haben. Gerade bei anhaltender Hitze kommt es darauf an, unnötigen Verbrauch zu vermeiden.“
Besonders im Sommer steigt der Verbrauch durch Gartenbewässerung, Pools und Planschbecken. Einsparpotenzial gibt es jedoch auch im Haushalt. „Rund 36 Prozent des privaten Wasserverbrauchs entfallen auf Baden, Duschen und Körperpflege. Mit einfachen Maßnahmen wie einem Sparduschkopf oder ‚Duschen statt Vollbad‘ lässt sich der Wasserverbrauch deutlich reduzieren“, rät Belard.
Die Situation kann je nach Region und Art der Wassergewinnung unterschiedlich sein. Entscheidend sind deshalb immer die aktuellen Empfehlungen des örtlichen Wasserversorgers.
Häufig gestellte Fragen rund um das Thema Trinkwasser hat das Stadtwerk am See unter „Wasser – Stadtwerk am See“ zusammengefasst.
(Quelle: Stadtwerk am See)