Das Stadtwerk am See warnt vor unseriösen Elektronotdiensten. In einem aktuellen Fall sollte ein älteres Ehepaar 1.000 Euro in bar bezahlen.
Ein überregionaler Notdienst war wegen eines elektrischen Problems im Haus zu dem Ehepaar gerufen worden. Vor Ort verlangte der Anbieter 1.000 Euro in bar, obwohl er die Störung nicht behoben hatte. Für die weitere Klärung verwies er die Betroffenen anschließend an das Stadtwerk am See und behauptete fälschlicherweise, der Energieversorger sei zuständig.
„Ein solch dreistes Vorgehen kennt man in ähnlicher Form von den Schlüsseldiensten. Deshalb sollte man auch bei Elektronotdiensten genau hinschauen und sich vorab nach Zahlweise (nur gegen Rechnung), dem Anfahrtsweg und den Kosten erkundigen“, sagt Gerhard Bock, Mitglied im Landesinstallateurausschuss und beim Stadtwerk am See zuständig für die Betreuung der Elektroinstallateurbetriebe.
Wer bei einem Stromausfall zuständig ist
Ob das Stadtwerk oder ein Elektrofachbetrieb der richtige Ansprechpartner ist, hängt davon ab, wo die Ursache für den Stromausfall liegt. Bock rät: „Hat auch das Nachbarhaus keinen Strom, sind wir als Stadtwerk am See zuständig. Ist dagegen nur das eigene Haus betroffen, sollte ein Elektriker die Anlage überprüfen.“
Grundsätzlich ist das Stadtwerk am See für das Stromnetz bis zum Hausanschluss zuständig. Liegt der Fehler dagegen in der elektrischen Anlage innerhalb des Hauses, ist der jeweilige Elektrofachbetrieb verantwortlich.
Stadtwerk empfiehlt örtliche Fachbetriebe
Bei Problemen innerhalb des Hauses empfiehlt das Stadtwerk, möglichst einen Elektrofachbetrieb vor Ort zu kontaktieren. Dadurch lasse sich im Zweifel unnötiger Ärger vermeiden.
Eine Übersicht der beim Stadtwerk am See eingetragenen Elektrofachbetriebe samt Kontaktdaten ist auf der Website des Energieversorgers im Installateursverzeichnis zu finden.
(Quelle: Stadtwerke am See)