Regio S-Bahn Donau-Iller: Der Fahrplanwechsel bringt zusätzliche Züge und einen besseren Takt

Regio S-Bahn Donau-Iller: Der Fahrplanwechsel bringt zusätzliche Züge und einen besseren Takt
Der Fahrplanwechsel bring einige Verbesserungen mit sich. (Bild: Regio-S-Bahn Donau-Iller e.V.)

WOCHENBLATT
Redaktion

Der Fahrplanwechsel am 11. Dezember bringt einige Verbesserungen im Bereich der Regio S-Bahn Donau-Iller mit sich. Die wesentlichen Veränderungen lauten: zusätzliche Züge, Ausbau des Halbstundentakts und des Abend- und Nachtangebots.

„Mit dem Fahrplanwechsel kommen wir mit dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs in der Region Donau-Iller einen großen Schritt weiter“, freut sich Winfried Hermann, Landesminister für Verkehr. „Ab Dezember wird der Halbstundentakt zwischen Ulm und Herrlingen (Linie RS 3) sowie zwischen Ulm und Biberach (RS 2 und RS 21) eingeführt. Durch den Ausbau des Nachtverkehrs auf der Südbahn können Bürgerinnen und Bürger ab Mitte Dezember Abendveranstaltungen in Stuttgart und Ulm besuchen und kommen am selben Abend mit dem Zug besser zurück nach Hause. So kommen wir der Mobilitätsgarantie näher.“

Der Ulmer Oberbürgermeister und Vorsitzender des Regio S-Bahn Vereins, Gunter Czisch: „Wir sind immer noch überzeugt, dass der Abschluss der Vereinbarung zur Umsetzung des Regio S-Bahn Projektes mit dem Land Anfang 2021 der richtige Schritt war, um zusammen das länderübergreifende Projekt Regio S-Bahn Donau-Iller weiter voranzubringen. Der Aufbau des Regio S-Bahn Angebots in den kommenden Jahren stellt für uns in der Region zukünftig das Rückgrat unseres Mobilitätsangebots im öffentlichen Verkehr dar.“

Hand in Hand für eine nachhaltige Mobilität

„Das Land und die Region arbeiten Hand in Hand an ihrem Ziel, einen attraktiven Zugverkehr an Donau und Iller zu schaffen. Dazu soll in den kommenden zehn Jahren die Regio S-Bahn Donau-Iller Schritt für Schritt die Qualität einer urbanen S-Bahn erreichen und von früh bis spät in einem attraktiven Takt fahren. Gemeinsam schaffen wir so ein klimafreundlicheres Mobilitätsangebot zum Um- und Einsteigen“, kommentiert Minister Hermann.

Mit den aktuellen Verbesserungen schafft das Land ein zusätzliches Angebot und die Region trägt die Kosten teilweise mit: Auf der Südbahn leisten der Stadtkreis Ulm, der Alb-Donau-Kreis und der Landkreis Biberach einen finanziellen Beitrag zum Halbstundentakt und im Nachtverkehr. Auf der Donaubahn übernehmen der Stadtkreis Ulm und der Alb-Donau-Kreis die Hälfte der zusätzlichen Kosten für die Einführung eines Halbstundentakts.

„Nachdem Ende letzten Jahres die Elektrifizierung der Südbahn abgeschlossen werden konnte, freuen wir uns zusammen mit dem Land nun auf der Südbahn für die Regio S-Bahn einen Halbstundentakt und ein verbessertes Angebot im Nachtverkehr einführen zu können. Das soll auf der Südbahn aber nur der erste Schritt sein, denn wir wollen mit der Regio S-Bahn Donau-Iller den Landkreis Biberach durch weitere neue Halte und die Verlängerung des Regio S-Bahn Angebots bis Aulendorf zukünftig noch besser mit dem Schienenverkehr erschließen“, so der Landrat des Landkreises Biberach, Mario Glaser.

Gute Fortschritte mit Wermutstropfen

Das Ziel des Landes war ursprünglich, den Halbstundentakt bis Blaubeuren einzuführen. Das konnte zum jetzigen Fahrplanwechsel infrastrukturbedingt jedoch nicht erreicht werden. Zumindest in der morgendlichen Hauptverkehrszeit bringen hier zwei Zugpaare eine Entlastung für Blaubeuren.

„Dass wir den Halbstundentakt auf der Donaubahn nicht bis Blaubeuren ausbauen können, war für uns zunächst eine große Enttäuschung. Wir haben kreisweit massiv in unser Busliniennetz investiert und dieses maximal ausgebaut. Gute Anschlüsse an die Schiene und eine hohe Taktung sind von großer Bedeutung für die Akzeptanz dieser Angebote und das Gelingen der Verkehrswende. Hier gibt es noch Luft für weitere Verbesserungen. Deshalb wollen wir als Region alles dafür tun, den Bahnverkehr zusammen mit dem Land soweit es geht und so schnell es geht auszuweiten“, so der Landrat des Alb-Donau-Kreises, Heiner Scheffold.

„Das Land und die Region sind sich einig, das Angebot im Schienenverkehr zügig weiter auszubauen. Wenn das Mobilitätsangebot gut ist, steigen die Menschen vom Auto auf den öffentlichen Verkehr um. Doch damit das klappt, ist ein Ausbau der Infrastruktur insbesondere auf der Donau- und Brenzbahn zwingend notwendig. Alle Beteiligten müssen dranbleiben und an einem Strang ziehen. Dann funktioniert bald auch der 30 Minuten-Takt nach Blaubeuren“, ergänzt Minister Hermann.

Karte Regio S-Bahn Donau-Iller Linienkonzept 2030. (Quelle: Regio S-Bahn Donau-Iller e.V.)
Karte Regio S-Bahn Donau-Iller Linienkonzept 2030. (Quelle: Regio S-Bahn Donau-Iller e.V.)

Alle Verbesserung im Überblick:

  • Auf der Donaubahn fahren die Züge der Linie RS 3 zwischen Ulm und Herrlingen von Mo-Fr in der Zeit von 06:00 bis 20:45 Uhr im Halbstundentakt. Morgens fahren zudem zusätzliche Züge bis nach Blaubeuren und sorgen so in der Hauptverkehrszeit für Entlastungen im Schüler- und Berufsverkehr. Zudem werden in Herrlingen die Busanschlüsse durch den Landkreis Alb-Donau-Kreis ausgebaut und optimiert.
  • Auf der Linie RS 2 der Südbahn zwischen Ulm und Biberach Süd wird ebenfalls von Mo-Fr in der Zeit von 04:30 bis 20:00 Uhr der Halbstundentakt eingeführt. Zusätzlich zu den bereits verkehrenden Expresszügen nach Friedrichshafen fahren damit dann vier Mal stündlich Züge zwischen Ulm und Biberach.
  • Durch den Ausbau der Abendverkehre auf der Donau- und Südbahn besteht am gesamten Abend eine verlässliche stündliche Bedienung der Regio S-Bahn Halte. Außerdem können sich die Fahrgäste der Südbahn auf zusätzliche Nachtverkehre freuen. Die letzte Verbindung am Wochenende verkehrt beispielsweise ab Stuttgart um 23:39 Uhr bzw. ab Ulm um 00:48 Uhr. Durch diese Abfahrten besteht die Möglichkeit, Veranstaltungen in Stuttgart und Ulm zu besuchen und spät nach Hause zu fahren.

(Pressemitteilung: Regio-S-Bahn Donau-Iller e.V.)