Räumdienst bittet: Bleibt daheim

Räumdienst bittet: Bleibt daheim
Schneepflug / Hinweis / Symbolbild (Bild: pixabay)
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Redaktion

Lindau (B) – „Wir bitten alle Lindauerinnen und Lindauer dringend, daheim zu bleiben“, appelliert Danny Hemkens, Leiter des Bauhofs und verantwortlich für den Winterdienst in der Stadt. Er und seine Mannschaft kämpfen nahezu rund um die Uhr mit den Schneemassen. Dabei werden sie auch von Landwirten und Subunternehmern unterstützt.

„Wir haben bis Sonntagmorgen um 2 Uhr mit der Schneefräse gearbeitet. Die Kleintraktoren kamen gar nicht mehr gegen die Schneemassen an. Die nächste Schicht hat dann um 4 Uhr übernommen. Aber in den Nebenstraßen kommen wir kaum nach“, so Hemkens. Dabei erschweren auch wieder geparkte Autos die Räumarbeiten. „Wer die Möglichkeit hat, sollte sein Fahrzeig in seiner Hofeinfahrt oder Garage parken.

Und noch etwas hat Hemkens kopfschüttelnd beobachtet: „Es scheint eine Art Schneetourismus zu geben. Leute, die mit dem Auto die Straßen abfahren und teilweise unsere Mitarbeiter, die bis zur körperlichen Erschöpfung arbeiten, anzupöbeln.“

Seine Handmannschaften hat Hemkens gegen 12 Uhr pausieren lassen. Sie sind zuständig für die Gehwege und Bushaltestellen. „Aber solange der Schneefall so dicht ist, arbeiten sich die Mitarbeiter total auf. Kaum haben sie ein Stück freigeschaufelt, ist es auch schon wieder dicht.“

Zudem erschwert Astbruch die Arbeiten. Immer wieder müssen Mitarbeiter von Gärtnerei und Bauhof zu Bäumen, die unter der Schneelast umzustürzen drohen oder an denen Äste abbrechen.

Hemkens erneuert auch die Warnung von Jan Wragge, dem Leiter der Stadtgärtnerei. Wragge hatte bereits am Freitag vor herabstürzenden Ästen und umfallenden Bäumen gewarnt.