Radstraße und Radroute eingeweiht: Gemeinderäte auf zwei Rädern unterwegs

Radstraße und Radroute eingeweiht: Gemeinderäte auf zwei Rädern unterwegs
Stadträte unterwegs: Per Rad ging es auf Stadtrundfahrt. Unterwegs wurden auch die Radrampe Lessingstraße und die Radstraße Hermannstraße eingeweiht. (Bild: Stadt Tuttlingen)
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Redaktion

Die Hermannstraße ist jetzt Fahrradstraße. Im Rahmen der jährlichen Radrundfahrt des Gemeinderates  wurde die Fahrradstraße und mit ihr die neue Radroute Nord feierlich eröffnet. Außerdem verschafften sich die Gemeinderäte an diesem Nachmittag einen Einblick in weitere Bauprojekte wie zum Beispiel Thiergarten West oder das Drei-Kronen-Areal.

Als durchgehend geplante Strecke verbindet die Radroute Nord die Nordstadt und den Bereich rund um Stadthalle und das Donaustadion. 1.5 Millionen Euro investierte die Stadt in das Projekt. Ein großer Teil davon floss in die Radrampe, die jetzt die Lessingstraße mit der Dr.-Karl-Storz-Straße verbindet.

Auf Höhe der Radrampe wurde die Strecke jetzt auch feierlich eröffnet – passend von den per Fahrrad angereisten Gemeinderäten, die ein symbolisches Band durchschnitten. „Dass wir heute gemeinsam mit allen Gemeinderäten diese Straße einweihen, ist ein gutes  Zeichen für den Radverkehr“, so OB Michael Beck.  Mit der Eröffnung der Radroute wurde gleichzeitig auch die Hermannstraße zur Fahrradstraße. Das bedeutet: Radfahrende haben dort jetzt Vorrang und dürfen auch nebeneinander fahren. Außerdem gilt für alle Verkehrsteilnehmer Tempo 30.

Die neue Radroute war aber nur eines der Projekte, das der Gemeinderat bei seiner Tour besichtigte. Los ging es beim derzeit größten Projekt in der Innenstadt – der Seltenbachdohle und dem Drei-Kronen-Quartier. Hier wird gerade der erste Schritt für eine komplette Modernisierung der Entwässerung gesetzt: In der alten Dole von 1938 mischen sich nämlich – vor allem bei Starkregen – noch verschieden verschmutzte Abwässer und gelangen so in die Donau. Derzeit werden – parallel zu den Arbeiten der Wohnbau im Drei-Kronen-Quartier – die ersten 190 Meter der Dole ausgetauscht. Allein hier investiert der Eigenbetrieb Stadtentwässerung rund 2,5 Millionen Euro.

In der Bodenseestraße besuchten die Stadträte ein weiteres aktuelles Projekt der Wohnbau: 100 Wohnungen wurden in den Häusern 51 und 53 fertig gestellt – in Haus 51 komplett im geförderten Mietwohnungsbau.

Noch nicht errichtet sind die künftigen Wohnhäuser in Thiergarten West. Weit fortgeschritten ist aber bereits die Gestaltung des Quartiersplatzes, der künftig nach der pazifistischen Autorin Bertha von Suttner benannt wird. Die Pflasterung und die Bushaltestelle sind zwar schon weitgehend fertig, von den künftigen Häusern steht allerdings noch keines. Wie Baudezernent Florian Steinbrenner erläuterte, sollen diese aber dem Platz einen urbanen Charakter verleihen – unter anderem mit Handel und Gastronomie. „Dieser Platz wird der Mittelpunkt des Quartiers“, so Steinbrenner. Die Durchfahrt durch den Platz wurde bewusst eng gehalten – vor allem als Verkehrsberuhigung und um zu verhindern, dass der Platz als Schleichweg zur Balinger Straße missbraucht wird.

Bereits komplett ist der Graf-von-Stauffenberg-Platz mit dem Torhaus. Vor allem der grün gestaltete und leicht erhöhte  Platzmittelpunkt direkt beim Kindergarten überzeugte die Gemeinderäte – nicht zuletzt wegen des Blicks in die Landschaft.

Zum Abschluss der Tour besichtigte das Gremium die Firma Karl Storz – und erhielt dort auch Informationen über die aktuellen Projekte des Unternehmens im Gewerbepark  Take-off.

(Pressemitteilung: Stadt Tuttlingen)