Podiumsdiskussion an der Zeppelin Universität zur Zukunft der Mobilität

Podiumsdiskussion an der Zeppelin Universität zur Zukunft der Mobilität
Diskutierten über die Zukunft der Mobilität an der Zeppelin Universität: Marco Walter, Sebastian Grimm, Horst Schauerte, Dieter Stauber, Jakob Hebart und Fabian Sennekamp (v. l.). (Bild: ZU/Nikolas Beyer)
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Redaktion

Wie kann die Verkehrswende gelingen und welche zukunftsorientierten und nachhaltigen Lösungen bieten sich an? Wie sieht eine Stadt aus, in der die Bürgerinnen und Bürger flexibel unterwegs sind? Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche beleuchtete eine Podiumsdiskussion an der Zeppelin Universität (ZU) das Thema „Zukunft der Mobilität“ aus verschiedenen Blickwinkeln und widmete sich dabei auch aktuellen Themen rund um die Mobilität in der Bodenseeregion.

Nach einer Begrüßung durch ZU-Präsident Professor Dr. Klaus Mühlhahn führte ZU-Nachhaltigkeitsmanager Dr. Fabian Sennekamp durch die Diskussion. Daran beteiligt waren Dieter Stauber, Bürgermeister der Stadt Friedrichshafen, Horst Schauerte, Bereichsleiter Mobilität beim Stadtwerk am See, Marco Walter vom TINK-Lastenradnetzwerk, das öffentliche Lastenräder in die Kommunen bringt und wissenschaftlich begleitet, Sebastian Grimm, Leiter des ZF Innovation Lab sowie ZU-Doktorand Jakob Hebart vom ZEPPELIN-Lehrstuhl für Wirtschafts- & Verkehrspolitik.

Dieter Stauber stellte einige aktuelle Projekte rund um die Mobilität in Friedrichshafen vor und argumentierte mit Blick auf den Zeppelin und die Schwäbische Eisenbahn, dass es kaum möglich sei, sich in Friedrichshafen nicht mit Verkehr zu beschäftigen. Horst Schauerte gab einen Einblick, wie der öffentliche Nahverkehr zukünftig aussehen sollte und mit welchen Herausforderungen er aktuell konfrontiert ist. Marco Walter berichtete von einer guten Nachfrage nach Lastenrädern in Pilotkommunen, die zur Entlastung des städtischen Verkehrs beigetragen haben, und warb für eine Einführung eines öffentlichen Lastenradsystems in Friedrichshafen. Sebastian Grimm gab einen Ausblick zum Thema autonome Fahrzeuge und bedarfsgesteuerte Verkehre. Jakob Hebart ging in verschiedenen Thesen auf die Auswirkungen des 9-Euro-Tickets ein, ob Autofahrer wirklich die besseren Kunden im Einzelhandel gegenüber Radfahrern oder Fußgängern sind und ob mehr Straßen zu einer Verkehrsentlastung führen.

Die Podiumsdiskussion bildete den Abschluss verschiedener Aktionen der ZU im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche. Die Universität war mit einem Mobilitätsquiz beim Parking Day auf der gesperrten Charlottenstraße vertreten und stellte die Ergebnisse einer studentisch organisierten Lehrveranstaltung zum Thema Stadtentwicklung in Friedrichshafen vor. Als weitere Aktion startete die Kampagne Electricity des Landesverkehrsministeriums an der ZU, bei der Pedelecs und E-Roller ausgeliehen werden konnten, um Studienstartende von den Vorteilen einer nachhaltigen Mobilität gegenüber dem Auto zu überzeugen.

(Pressemitteilung: ZU)