Perfekte Heimpremiere für die YoungStars – Favoritenrolle im zweiten Spiel lastete zu schwer

Perfekte Heimpremiere für die YoungStars – Favoritenrolle im zweiten Spiel lastete zu schwer
YoungStar Milan Kvrzic beim Zuspiel. Auf der anderen Netzseite fokussiert Jannis Hopt von Gotha den Ball. (Bild: Günter Kram)
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Redaktion

Friedrichshafen – Die Volley YoungStars haben am Wochenende Licht und Schatten erlebt. Auf die perfekte 3:0-Heimspielpremiere (25:20, 25:22, 25:21) gegen die Blue Volleys Gotha am Samstag folgte eine 1:3-Niederlage (31:29, 23:25, 18:25, 21:25) gegen TSV Grafing.

„Wir waren heiß aufs erste Heimspiel und haben uns nicht stoppen lassen“, fasste Außenangreifer Anton Jung die Partie gegen Gotha in einem Satz zusammen. In der Stammformation mit Milan Kvrzic, Philipp Herrmann, Carl Möller, Silvio Hellrigl, Anton Jung, Simon Kohn und Libero Mika Ahmann legten die Jungs vom Bundesstützpunkt los wie die Feuerwehr. Mit druckvollem Aufschlag und stabiler Annahme legten sie den Grundstein für ihren dritten Saisonerfolg im achten Spiel.

Libero Mika Ahmann, in der Annahme wesentlich stabiler als noch vor zwei Wochen, freute sich über eine „sehr gute Teamleistung“ in allen Elementen. Milan Kvrzic zeigte ein glückliches Händchen im Zuspiel und die Mittelblocker sorgten für sehenswerte Punktbälle. Alles in allem ein gelungener Auftritt der Volley YoungStars. Oder, wie Trainer Adrian Pfleghar es ausdrückte, „eine absolut angemessene Einweihung der neuen Spielstätte“.

Als MVP sind der Häfler Anton Jung und Jannis Hopt von Gotha ausgezeichnet worden. Hopt ist übrigens gebürtiger Friedrichshafener und hat früher selbst in der VfB-Jugend und am Bundesstützpunkt gespielt. „Wir müssen uns schnell ausruhen, um wieder fit zu werden“, sagte Kapitän Silvio Hellrigl nach dem Spiel. Denn 22 Stunden später erfolgte bereits der Anpfiff gegen TSV Grafing. Neuer Tag, anderer Gegner und anderes Ergebnis: Der vermeintlich leichtere Gegner, der mit einer Dreisatzniederlage aus Mimmenhausen im Gepäck anreiste, erwies sich für die YoungStars als die härtere Nuss.

Nachdem die YoungStars, diesmal mit Fabian Hosch als Zuspieler, im ersten Satz einen Drei-Punkte-Rückstand gegen Ende des Satzes aufgeholt und mehrere Satzbälle abwehrten hatten, endete der Durchgang mit 31:29 für die Häfler. Diesen Schwung nahmen sie in den zweiten Satz mit, der Knoten schien geplatzt sein. Im weiteren Verlauf gelang es jedoch nicht, das Leistungsniveau aufrecht zu halten. Knackpunkt war, dass sich Philipp Herrmann über einen erfolgreichen Schnellangriff gefreut hatte. Als „Belohnung“ gab es vom Schiedsrichter die rote Karte, weil ihm seine Freude als Aggressivität gegenüber dem Gegner ausgelegt wurde. Alles, was am Vortag spielerisch gelang, ging anschließend gegen Grafing in die Hose. Hinzu kam, dass Grafing sich ebenfalls wie ausgewechselt präsentierte und sich mit stabiler Annahme und erfolgreichem Block viele Punkte erspielte.

„Es ist uns leider sehr schwergefallen, die Rolle als vermeintlicher Favorit anzunehmen. Die Jungs haben gegen Grafing nicht so befreit gespielt wie gegen Gotha.“ Das sei zwar zu erwarten gewesen, die Niederlage aber dennoch schmerzhaft. Der Häfler Außenangreifer Simon Kohn, normalerweise Libero, erhielt die MVP-Medaille in Silber, Gold ging an Johannes Becker von Grafing. Der Kader der YoungStars am Wochenende: Fabian Hosch, Milan Krvzic, Silvio Hellrigl, Carl Möller, Philipp Herrmann, Anton Jung, Simon Kohn, Neo Epple, Daniel Habermaas und Raphael Noz, Libero Mika Ahmann.

(Pressemitteilung: Volley YoungStars Friedrichshafen)