Hausbesitzer entlarvt Fake-Shop Pelletsbetrug im Netz hat Hochkonjunktur

Pelletsbetrug im Netz hat Hochkonjunktur
Wer beim Kauf von Pellets und Holz sicher gehen will, erkundigt sich bei den örtlichen Händlern oder seriösen Anbietern. (Bild: picture alliance / Zoonar | JIRI HERA)

Die Knappheit und hohen Preise bei Holzpellets, Kaminholz & Co. rufen Gauner auf den Plan. Das Polizeipräsidium Konstanz warnt vor Betrügern, die derzeit Brennmaterial zu Schnäppchenpreisen im Internet anbieten. Nach der Vorauszahlung wird keine Ware geliefert.

Wie die Polizei Konstanz mitteilt, hat ein Hausbesitzer aus Mühlheim a.d. Donau einen Anbieter von Holzpellets als Fake-Shop entlarvt. Nachdem der 38-Jährige auf der Suche nach Nachschub für seine Pellets-Heizung im Internet Ausschau hielt, stieß er auf ein günstiges Angebot auf der Seite www.buhler-energie.com.

Er bestellte aufgrund des vertrauenserweckenden Internetsauftritts drei Paletten und bekam daraufhin eine französische Bankverbindung für die Abwicklung per Vorkasse mitgeteilt. Dies und weitere Unstimmigkeiten ließen den Mann aufhorchen, weshalb er den Rechnungsbetrag über rund 500 Euro nicht überwies und den Vorfall der Polizei meldete. Diese geht ebenfalls von einem Betrugshintergrund aus und hat eine Anzeige aufgenommen.

Immer mehr Leute melden sich

Der Polizei sind vermehrt solche Betrugsversuche gemeldet worden, die in Fakeshops mit günstigen Angeboten locken. Wer beim Kauf von Pellets und Holz sicher gehen will, erkundigt sich bei den örtlichen Händlern oder seriösen Anbietern. In Niederbayern sind bei der Polizei Anfang September ebenfalls mehrere Fälle bekannt geworden, bei denen Menschen rund um das Thema Brennmaterial auf Fake-Shops hereingefallen sind.

Zunächst sehen die Internetseiten auf den ersten Blick professionell aus und wirken täuschen echt. Nicht selten ist am Ende der Seite sogar ein Impressum mit Angaben zu dem vermeintlichen Anbieter. Allerdings gibt es doch entsprechende Hinweise, wie Sie mögliche Betrugsseiten erkennen können.

Hier ein paar Tipps des Polizeipräsidiums Niederbayern:

  • Vergleichen Sie Preise – ist der Preis für die derzeitigen Verhältnisse realistisch?
  • Ein besonders günstiges Angebot ist vor allem für derzeit stark gefragte Produkte stets ein „Lockmittel“ der Betrüger.
  • Schauen Sie nach dem Impressum – existiert die Firma tatsächlich?
  • Suchen Sie nach Erfahrungsberichten über den Anbieter im Internet – geben Sie die Webseite in eine Suchmaschine ein. Oftmals finden Sie hier bereits Warnhinweise zu diesem Fake-Shop.
  • Vorsicht vor Vorauskasse – wird Ihnen ausschließlich diese Möglichkeit angeboten könnte das bereits ein Alarmsignal für eine Betrugsseite sein.

Weitere Tipps und Tricks, wie solche schwarzen Schafe im Internet erkannt werden, findet man auf den Präventionsseiten der Polizei oder auch auf den Seiten des Verbraucherschutzes.