PCO-Syndrom erhöht das Risiko für Komplikationen

PCO-Syndrom erhöht das Risiko für Komplikationen
Erhöhtes Risiko für Schwangerschaftskomplikationen bei Frauen mit PCO-Syndrom. (Bild: Anastasia Makarevich)
WOCHENBLATT
Redaktion

Köln – Frauen mit PCO-Syndrom haben – laut Mitteilung des Deutschen Gesundheitsportals (DGP) – ein erhöhtes Risiko für Schwangerschaftskomplikationen – und das auch nach Anpassung der Ergebnisse an Unterschiedliche Charakteristika der Mütter. Die Frauen benötigen, so das DGP weiter, möglicherweise häufigere medizinische Konsultationen während der Schwangerschaft und bei der Geburt.

Einige Frauen mit PCO-Syndrom erhalten eine künstliche Befruchtung. Wissenschaftler aus China untersuchten in einer Studie jetzt den Verlauf einer Schwangerschaft von Patientinnen mit PCO-Syndrom, die eine IVF erhielten.

Die retrospektive Kohortenstudie umfasste 666 Frauen mit PCO-Syndrom und 7012 Kontrollen. Die Studie untersuchte den Einfluss des PCO-Syndroms auf Fehlgeburten, Frühgeburten, Gestationshypertonie, Lebendgeburten, klinische Schwangerschaftsrate und Implantationsrate und ermittelte den angepassten Odds Ratio nach einer Anpassung an Unterschiede im Alter der Mutter, BMI, Dauer der Unfruchtbarkeit, Gesamtdosis Gonadotropinen, Östradiol-Spiegel, Dicke des Endometriums zum Zeitpunkt der Ovulationsinduktion, Anzahl der befruchteten Oozyten und Embryonen und Typ sowie Qualität der transferierten Embryonen.

Frauen mit PCO-Syndrom hatten ein erhöhtes Risiko für Schwangerschaftskomplikationen wie Fehlgeburten (aOR 1,629) und Frühgeburten vor der 32. Woche (aOR 2,072). Das PCO-Syndrom war auch assoziiert mit höheren klinischen Schwangerschaftsraten (aOR 1,248) und Implantationsraten (aOR 1,238).

Frauen mit PCO-Syndrom hatten also demnach ein erhöhtes Risiko für Schwangerschaftskomplikationen auch nach Anpassung der Ergebnisse an unterschiedliche Charakteristika der Mütter. Die Frauen benötigen möglicherweise häufigere medizinische Konsultationen während der Schwangerschaft und bei der Geburt.