Panthers haben gegen die MHP Riesen keine Chance

Panthers haben gegen die MHP Riesen keine Chance
MHP Riesen Ludwigsburg vs. Wiha Panthers Schwenningen, v.l. Quatarrius Wilson (Schwenningen), Jacob Patrick (MHP) (Bild picture alliance / Pressefoto Baumann | Julia Rahn)
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Redaktion

Schwenningen – Es ist eine Lehrstunde für die Panthers beim vorjährigen Hauptrundensieger der BBL, den MHP Riesen Ludwigsburg, gewesen. Das Team von John Patrick ließ vor allem zu Spielbeginn die Muskeln spielen, ehe die Panthers – laut Vereinsmitteilung – sich ins Spiel hineinarbeiteten.

Neben dem Klassenunterschied habe man deutlich gemerkt, dass die Riesen weitgehend unverändert in die neue Spielzeit gehen, während die Raubkatzen zehn Neuzugänge integrieren müssen. Ohne den verhinderten Cheftrainer Alen Velcic starteten die Panthers mit der „Starting Five“ Lamonte Bearden, Chris Frazier, Raiquan Clark, Grant Sitton und Till Isemann.

Die Gastgeber starteten mit fünf Spielern, die auch im BBL-Playoff-Halbfinale auf dem Parkett standen: Jordan Hulls, Jonah Radebaugh, Yorman Polas Bartolo, Oscar da Silva und Jonas Wohlfahrt-Bottermann zeigten den Panthers deutlich ihre Grenzen auf. Nach Eröffnung von Wohlfahrt-Bottermann legte Polas Bartolo acht Punkte in Serie auf.

Danach trafen zwei Mal Jordan Hulls und einmal Jonah Radebaugh ihre „Dreier“ zum 19:0, ehe die Panthers durch Raiquan Clark erstmals punkten konnten. Und: Nachdem beide Teams zu wechseln begannen, konnten die Panthers vor allem defensiv besser dagegenhalten, taten sich offensiv jedoch extrem schwer gegen die körperlich deutlich robusteren BBL-Spieler.

Raiquan Clark waren zwei weitere Punkte vergönnt, am Ende des Viertels stand ein extrem deutliches 28:4. Ausgeglichener gestaltete sich das zweite Viertel, das nur mit 11:12 verloren ging. Defensiv bekamen die Panthers nun besseren Zugriff und zwangen die Riesen zu schwierigeren Würfen, die zu Beginn exzellente Wurfquote der Gastgeber ließ nunmehr nach.

Offensiv taten sich die Panthers weiterhin sehr schwer: Das Setplay war mit wenigen Ausnahmen nicht flüssig, die Panthers versuchten es oft über Einzelaktionen, die sie gegen die körperlich starken Ludwigsburger selten erfolgreich gestalten konnten. Lichtblicke seien ein starkes Anspiel von Quattarius Wilson zu Till Isemann zum zwischenzeitlichen 30:7 sowie eine tolle Staffette von Lamonte Bearden und Quattarius Wilson zu Raiquan Clark gewesen.

Dessen Versuch fand aber nicht den Weg in den Korb. Sinnbildlich auch die Turnover-Bilanz zur Pause: 17 Ballverlusten bei den Panthers standen nur drei bei den Gastgebern gegenüber. Ähnlich stark – wie im ersten Viertel – kamen die Riesen auch nach der Pause zurück aufs Parkett: Die Gastgeber eröffnen mit einem 12:0-Lauf, ehe Aleksandar Nadjfeji eine Auszeit nahm.

Die Panthers blieben erneut sieben Minuten ohne Punkt, Ludwigsburg erhöhte den Lauf auf 19:0, ehe Grant Sitton die Panthers per Floater erlöste. Ludwigsburg antwortete mit vier Dreiern in Folge von Radebaugh (2), Johannes Patrick und da Silva, ehe Till Isemann mit einem Dunk die Panthers nochmals aufs Score-Board brachte. 71:19 lautete der – so die Panthers – ernüchternde Spielstand nach dem dritten Viertel.

Auch im Schlussviertel fanden die Panthers kein Rezept gegen die Ludwigsburger Distanzschützen, die ersten drei Dreier der Hausherren saßen erneut. Die Panthers konnten sich immerhin in Person von Till Isemann auszeichnen, 80:21 stand es acht Minuten vor Schluss, als Nadjfeji eine weitere Auszeit nahm, um das Spiel neu zu ordnen.

Die Panthers kamen nun wieder besser in die Partie und durch Sitton und Clark zu weiteren Punkten, die Riesen bestraften insbesondere in Person von Jonah Radebaugh die Nachlässigkeiten der Panthers-Defense ohne Gnade. Am Ende hieß es 105:32, das aufzeigte, das noch viel Arbeit bis zum Saisonauftakt vor den Panthers liegt.

Für die Panthers spielten: Grant Sitton (4 Punkte), Lamonte Bearden (1), Quatarrius Wilson (4), Luka Dolman (1), Leon Hoppe, Adrian Bergmann (5), Kelvin Okundaye, Till Isemann (8), Raiquan Clark (9), Lennard Larysz, Chris Frazier.