Tierarztkosten sind gestiegen OP-Versicherung für Katzen kann sich lohnen

OP-Versicherung für Katzen kann sich lohnen
Lieblings­tiere. Rund 17 Millionen Katzen leben in Deutsch­land. Ihre Besitzer sollten sich nach einer Tierkranken­versicherung umsehen, denn beim Tier­arzt kann es teuer werden. (Bild: Pixabay)
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Redaktion

Angeblich haben Katzen sieben Leben. Trotzdem können sie verunglücken oder krank werden. Muss der Stubentiger operiert werden, kann das teuer werden. Tierkrankenversicherungen übernehmen je nach Police einen Teil der Untersuchungs- und Behandlungskosten. Finanztest hat Policen für Operationen sowie Krankenvollversicherungen für Katzen verglichen.

Kosten werden weitestgehend übernommen

Im Test waren 59 Operationskostenversicherungen für Katzen. Dafür hat Projektleiterin Cornelia Nowack ermittelt, wie viel die Versicherung in jedem Tarif für zwei Beispielbehandlungen zahlen würde. Im ersten Fall ging es um eine sehr teure OP wie zum Beispiel nach einem komplizierten Knochenbruch. Im zweiten Fall ging es um einen häufig vorkommenden Eingriff: die Blasenstein-OP. Selbst wenn beide Operationen in einem Jahr erfolgen, übernehmen Policen mit sehr hohem Leistungsniveau die Kosten weitestgehend.

Tierarztkosten sind gestiegen

Wer das Geld für eine vierstellige Tierarztrechnung nicht ohne weiteres aufbringen kann, sollte daher über eine solche Versicherung nachdenken, zumal die Tierarztkosten steigen werden. Das liegt auch an der neuen Tierärztegebührenordnung, die am 22. November in Kraft tritt.

Katzenbesitzebesitzer können unter einer Vielfalt von Versicherungsangeboten auswählen. OP-Versicherungen mit sehr hohem Leistungsniveau für junge, bei Abschluss gesunde Katzen sind schon ab 65 Euro im Jahr zu haben. Es lohnt sich aber, auch für ältere Tiere nachzufragen. Je nach Tarif werden Katzen bis zu einem Alter von zehn Jahren versichert, einzelne Anbieter verzichten sogar ganz auf ein Höchsteintrittsalter.

Im Kleingedruckten nachschauen

Finanztest-Redakteurin Ulrike Steckkönig rät, unbedingt ins Kleingedruckte zu schauen: Gibt es Ausschlüsse, zum Beispiel für Erbkrankheiten oder Zahn-OPs? Steigt der Versicherungsbeitrag automatisch mit dem Alter der Katze? Häufig seien außerdem Höchstgrenzen für die Erstattung: „Liegen diese bei 1.000 oder 2.000 Euro im Jahr, bleiben Versicherte bei teuren OPs auf einem Großteil der Kosten sitzen.“

Krankenvollversicherungen für Katzen reichen viel weiter und umfassen etwa auch teure Diagnostik, wenn noch nicht feststeht, ob tatsächlich operiert werden muss. Auch hier richten sich die Beiträge nach dem Alter der Katze beim Vertragsschluss und steigen oft mit zunehmendem Alter des Tieres weiter an.

Der ausführliche Bericht OP-Versicherungen für Katzen erscheint in der Zeitschrift Finanztest 12/2022 am 9. November und ist online kostenpflichtig abrufbar unter www.test.de/katzen-op-versicherung – inklusive der umfangreichen Untersuchung der Katzen-Krankenvollversicherung.

(Quelle: Stiftung Warentest)