Noch bis zum 1. September: Kitzrettung per Drohne fördern lassen und Anträge stellen

Noch bis zum 1. September: Kitzrettung per Drohne fördern lassen und Anträge stellen
Seit Ende März 2021 fördert das BMEL die Anschaffung von Drohnen mit Wärmebildtechnik zur Kitzrettung. (Bild: Czybik/DJV)
WOCHENBLATT
Redaktion

Berlin – Seit Ende März 2021 fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die Anschaffung von Drohnen mit Wärmebildtechnik zur Kitzrettung. Ihr Einsatz ist eine der effektivsten Methoden für die Wildtierrettung bei der Frühjahrsmahd.

Das WOCHENBLATT berichtete am 1. Juni über das „Kitz-Rettungsteam“ der Jagdgesellschaft in Berg bei Ravensburg. Hier werden durch den Einsatz einer Drohne pro Jahr im Durchschnitt an die 65 Kitze gerettet.

Verantwortlich für die Vergabe der Fördergelder ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Insgesamt stehen drei Millionen Euro zur Verfügung. Bisher sind 378 Anträge auf Förderung bei der BLE eingegangen. Etwa genauso viele Drohnen können also bis zum 1. September 2021 noch gefördert werden.

Anträge stellen können eingetragene Vereine, zu deren satzungsmäßigen Aufgaben Pflege und Förderung des Jagdwesens, Tier-, Natur- und Landschaftsschutz sowie Rettung von Wildtieren gehören. Dazu gehören auch Kreisjagdverbände oder Kreisvereine, nicht aber die juristisch unselbstständigen Hegeringe.

Welche Drohnen sind förderfähig?

Förderfähig sind Drohnen mit Wärmebildkameras und Home-Return-Funktion ab einer Akkulaufzeit von mindestens 20 Minuten. Der Zuschuss beträgt 60 Prozent des Anschaffungspreises, höchstens jedoch 4.000 Euro pro Drohne. Je Verein können bis zu zwei Drohnen gefördert werden. 

Wie läuft das Antrags- und Anschaffungsverfahren ab?

Der Antrag auf Förderung kann online oder postalisch bei der BLE erfolgen. Dann folgt der Bewilligungsbescheid. Liegt dieser vor, kann die Drohne angeschafft werden. Danach wird der Antrag auf Auszahlung gestellt – Frist ist der 30. September 2021. 

Die BLE hat für Förderung und Antragsprozess ein ausführliches Frage-und-Antwort-Papier veröffentlicht. Aus diesem geht auch hervor, welche Anlagen den Anträgen beizulegen sind.

Weitere Infos und Beratung bietet die Norddeutschen Wildtierrettung

Interessierte können sich auf der Website der Norddeutschen Wildtierrettung informieren. Dort gibt es einen Überblick zu Drohnen und Wärmebildtechnik sowie Infos für Drohnenpiloten und Jagdpächter – auch zur Vereinsgründung.

Weiterhin bietet die Norddeutsche Wildtierrettung unter der E-Mail-Adresse foerdermittel@norddeutsche-wildtierrettung.de Beratung und Hilfe bei der Beantragung der Fördermittel.

Für Teams, die sich bei der Norddeutschen Wildtierrettung registrieren lassen, ist diese kostenlos. Zudem gibt es eine kostenlose Internetpräsenz.

(Quelle: Deutscher Jagdverband)