In Eigenleistung umgebaut Neues Einsatzleitfahrzeug beim DRK-Kreisverband Ravensburg

Neues Einsatzleitfahrzeug beim DRK-Kreisverband Ravensburg
Große Freude beim DRK-Kreisverband Ravensburg über das neu gestaltete Einsatzleitfahrzeug. (Bild: DRK RV/Presse)

Ravensburg (le)- Einen neuen und größeren Einsatzleitwagen (ELW) für den DRK-Kreisverband Ravensburg e.V. konnte Kreisbereitschaftsleiter Patrick Richter mit seinem Stellvertreter Simon Sonntag in Dienst stellen. Das Fahrzeug ersetzt einen 15 Jahre alten Transporter, welcher vom Platz für das ganze Equipment zur Einsatzleitung grenzwertig und zudem nicht mehr zeitgemäß war.

Aus Alt mach Neu

„Wenn man das neue Fahrzeug innen und außen anschaut, sieht man es ihm nicht an, dass es schon zwölf Jahre beim Bundesamt für den Güterverkehr Dienst tat, vom DRK gekauft wurde und in Eigenleistung jetzt in coronabedingt in ‚langen 2 Jahren‘ wirklich zu einem Schmuckstück ausgebaut wurde“, sagte der Rotkreuzbeauftragte des Kreisverbands Alfred Bosch bei der offiziellen Indienststellung auf der DRK-Wache in der Ulmer Straße den geladenen Gästen.

Viele haben mitgeholfen

Dank vielen fleißigen ehrenamtlichen Händen wurde das Fahrzeug neu lackiert, foliert, umgebaut und angepasst. Des Weiteren wurde die Funk- und Arbeitsplatztechnik mit Schnittstellen zur Integrierten Leitstelle, Feuerwehr und Landratsamt eingebaut und ausgestattet.

Mit modernster Technik ausgerüstet

Grundlage für den neuen Einsatzleitwagen ist ein Mercedes-Benz-Sprinter-Kasten 316 CDI. Eine moderne und zudem sichtbare Beklebung im Rotkreuz-Design sowie eine zeitgemäße Sondersignalanlage für die eigene Sicherheit waren zwei der grundsätzlichen Änderungen am äußeren Aussehen des Fahrzeugs. Des Weiteren spendete die Firma Hymer aus Bad Waldsee eine Markise, die für einen trockenen und schattigen Arbeitsplatz am ELW sorgt.

Im Innenraum wurde der vorhandene Ausbau der Firma Wietmarscher Ambulanz- und Sonderfahrzeug GmbH auf die eigenen Bedürfnisse angepasst. So wurde beispielsweise die Beleuchtung auf LED umgerüstet und die Steckdosen mit USB-Anschlüssen ausgerüstet. An insgesamt vier Arbeitsplätzen können die Führungskräfte- und gehilfen nun mit modernen Mitteln die Einsatzleitung vor Ort kompetent unterstützen.

Über 1.300 Stunden Freizeit investiert

Eingesetzt wird das Fahrzeug als Einsatzleitwagen in der Führungskomponente der 1. Einsatzeinheit im Landkreis Ravensburg sowie bei größeren Sanitätswachdiensten in und um Ravensburg. Hört sich nach viel Arbeit an und die investierten 1.380 Stunden Freizeit wurden gut mit Fachwissen, Fleiß und Stolz eingebracht.

Keine öffentlichen Zuschüsse

Da das DRK keine öffentlichen Zuschüsse oder Hilfen des Landes bekommt, obwohl es, wie bereits erwähnt, das Führungsfahrzeug der ersten Einsatzeinheit des Landkreises Ravensburg darstellt, musste eine wirtschaftliche Lösung her, die zugleich den aktuellen Erfordernissen entspricht.  

Ein Kostenrahmen von rund 45.000 Euro wurde für die Beschaffung und notwendigen Umbauarbeiten veranschlagt. Dies konnte eingehalten werden. Damit liegen die Kosten bei einem Drittel eines üblichen Neufahrzeuges mit einem solch spezifischen Innenausbau.

Baden-Württemberg hat hier die Rote Laterne

Trotzdem kam auch die Forderung an die Politik in Land und Bund auf, die freiwillige Arbeit im Katastrophen- und Zivilschutz besser zu unterstützen. „Baden-Württemberg hat hier die Rote Laterne … also den wenig schmeichelhaften Platz der schlechtesten Ausstattung im Sanitäts- und Betreuungsdienst in Deutschland“, so Katastrophenschutzbeauftragter Alfred Bosch abschließend.

In Planung sind der Umbau von weiteren zwei Einsatzfahrzeugen – eines für die Ravensburger Rettungshundebereitschaft und ein Einsatzleitwagen für die zweite Einsatzeinheit des Landkreises mit dem Standort Altshausen.

(Pressemitteilung: DRK RV/Presse/le)