Neuer Chefarzt der Allgemein-, Viszeral-, und Thoraxchirurgie

Neuer Chefarzt der Allgemein-, Viszeral-, und Thoraxchirurgie
Prof. Welsch vor dem EK in Ravensburg. (Bild: OSK)
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Redaktion

Prof. Dr. Thilo Welsch wechselt aus Dresden an das EK nach Ravensburg

Prof. Dr. Thilo Welsch übernimmt zum Herbst die Leitung der Allgemein- und Viszeralchirurgie am St. Elisabethen-Klinikum in Ravensburg. Der neue Chefarzt wechselt vom Universitätsklinikum Dresden zur Oberschwabenklinik. Der Aufsichtsrat der OSK hat ihn zum Nachfolger von Prof. Dr. Ekkehard Jehle gewählt, der seit 18 Jahren an der Spitze der Klinik steht.

Für Prof. Welsch ist es nach der Studienzeit in Heidelberg und Baltimore, der chirurgischen Weiterbildung an der Universitätsklinik Heidelberg sowie fast neun Jahren in Dresden eine Rückkehr in die Heimat. Er ist in Überlingen am Bodensee aufgewachsen und hat dort 1996 sein Abitur abgelegt. „Meine Familie ist dem Süden immer verbunden geblieben“, sagt der 44-Jährige. Vor allem aber waren für den Leitenden Oberarzt und stellvertretenden Klinikdirektor der Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie in Dresden die Perspektiven in Ravensburg für seine Bewerbung bei der OSK ausschlaggebend. „Ein top Klinikum“, lobt er das EK.

„Ich möchte Chirurgie auf universitärem Niveau nach Ravensburg bringen“, überschreibt der 44-Jährige sein Konzept. Anknüpfen kann er an den hervorragenden Ruf, den sich die Allgemein- und Viszeralchirurgie unter seinem Vorgänger Prof. Jehle als Kompetenzzentrum für die Behandlung von Darmkrebs und von chronisch-entzündlichen  Darmerkrankungen erworben hat. Aus ganz Deutschland kommen dafür Patienten nach Ravensburg. Prof. Welsch will das Angebot der Klinik noch ausbauen.

„Die Allgemein- und Viszeralchirurgie ist auch für das künftige medizinische Profil des St. Elisabethen-Klinikums ein entscheidendes Fach“, betont OSK-Geschäftsführer Prof. Dr. Oliver Adolph die Bedeutung der Chefarztbesetzung. Entsprechend hoch seien die Maßstäbe bei der Suche nach dem Nachfolger für Prof. Jehle gewesen. Prof. Welsch erfülle mit seinem breiten operativen Spektrum ideal die Erwartungen.

 „Komplexe Krebsoperationen und minimalinvasive Verfahren, gerade auch bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen“ nennt Prof. Welsch selbst als seine Schwerpunkte. In den vergangenen Jahren hat er mit über 120 wissenschaftlichen Publikationen zur Weiterentwicklung und Sicherheit der Chirurgie in diesen Bereichen beigetragen, insbesondere bei Operationen an der Bauchspeicheldrüse, der Speiseröhre und des Darms.

Stichworte für sein medizinisches Angebot in Ravensburg sind neben der Darmchirurgie Eingriffe an der Speiseröhre/Magen, der Leber, der Bauchspeicheldrüse sowie auch die Lungenchirurgie. Der künftige Chefarzt setzt auch auf robotergestützte Operationsverfahren, die das EK bislang nicht anbietet. Gerade bei schwierigen Operationen an Speiseröhre, Magen, Bauchspeicheldrüse oder Darm profitieren Patienten von der Schlüsselloch-Operationstechnik und der Roboter-Assistenz. Im Zusammenspiel mit benachbarten Fächern wie der Gastroenterologie, Onkologie, Radiologie und der Strahlentherapie will er ein viszeral-onkologisches Zentrum weiterentwickeln, das den heute schon hervorragenden Ruf des EK in einem weiten Umkreis noch weiter stärkt.

Mit einem MBA in „Health Care Management“ verfügt Prof. Welsch auch über wirtschaftliches Fachwissen. Zu seinen Aufgaben bei der OSK wird die Abstimmung der chirurgischen Angebote des EK und des Westallgäu-Klinikums in Wangen gehören. Ohnehin misst er der Zusammenarbeit mit allen Kliniken der Region sowie mit den niedergelassenen Praxen größte Bedeutung zu: „Von der guten Zusammenarbeit zwischen Zuweisern und Klinikum profitieren die Patienten.“

Als eine Zukunftsaufgabe sieht er die Gewinnung fachärztliches Nachwuchses. Nur mit einer strukturierten Weiterbildung an einer fachlich breit aufgestellten Klinik ließen sich heute noch junge Ärzte begeistern. „Enorm wichtig“ ist dem künftigen Chefarzt zudem die Pflege. „Die Pflege ist der wichtigster Partner für die optimale Behandlung unserer Patienten“, sagt Prof. Welsch.

(Pressemitteilung der Oberschwabenklinik)