Weltweite Auszeichnung für Tourismusdörfer Schönste Dörfer der Welt: Eines liegt mitten im Allgäu

Schönste Dörfer der Welt: Eines liegt mitten im Allgäu
Blick über Bad Hindelang im Allgäu – das Bergdorf zählt laut UN-Tourismusorganisation zu den schönsten Tourismusdörfern der Welt. (Bild: picture alliance / M.i.S. | Renate Feil)

Was haben Tourismusdörfer in Japan, Mauritius, Argentinien und ein bestimmtes Dorf im Oberallgäu gemeinsam? Sie alle haben beim Ranking „Die besten Tourismusdörfer der Welt 2025“ mitgemacht. Laut einer Jury schaut die Welt jetzt auch nach Bad Hindelang.

Bereits zum fünften Mal hat die Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen die weltweit besten Tourismusdörfer gekürt. Deutschland ist in der aktuellen Liste sogar zweimal vertreten – zu den Titelträgern gehört auch unser Nachbarland Schweiz.

52 Dörfer aus allen Regionen – Afrika, Amerika, Asien, Europa und dem Nahen Osten wurden ausgezeichnet, heißt es in einer Pressemitteilung. Sie wurden aus über 270 Bewerbungen aus 65 Mitgliedstaaten der UN-Tourismusorganisation ausgewählt. Weitere 20 Dörfer haben sich einem Aufwertungsprogramm angeschlossen.

Große Ehre für Bad Hindelang und Schiltach

Unter all diese Dörfer hat es die Marktgemeinde Bad Hindelang aus dem Oberallgäu sowie die Flößerstadt Schiltach im oberen Kinzigtal (Schwarzwald) geschafft. Ein weiterer Ritterschlag ging nach Valendas (Schweiz). Auch das japanische Asuka und Huanggang in China sowie Mauritius mit seiner tropischen Schönheit sind dabei. Zwei ukrainische Dörfer, Kolotschawa und Synevyrska Polyana, wurden ebenfalls erstmals ausgezeichnet.

„Unsere Auszeichnung „Beste Tourismusdörfer 2025“ hebt Gemeinden hervor, die sich für den Schutz ihres kulturellen Erbes, den Erhalt ihrer natürlichen Ressourcen und die Schaffung wirtschaftlicher Chancen durch Tourismus einsetzen. Diese Dörfer zeigen, dass sie durch die Nutzung des Tourismus soziale Inklusion fördern und eine Zukunft gestalten können, in der niemand zurückgelassen wird,“ so UN-Tourismusgeneralsekretär Zurab Pololikashvili.

Flößerstadt Schiltach

Schiltach wird auch „Flößerstadt“ genannt aufgrund der reichen Tradition der Stadt. Die Flößerei war im Schwarzwald ein bedeutender Wirtschaftszweig, besonders im 16. bis 19. Jahrhundert. So wurden die großen Baumstämme aus dem Schwarzwald zu Flößen zusammengebunden und für den Verkauf auf dem Rhein unter anderem bis nach Holland transportiert. Heute erinnert sowohl ein kleines Museum über die Flößerei, als auch die Informations-Installationen entlang der Kinzig an die früheren Berufe der Schiltacher.

Bad Hindelang

In einem Tal mitten in den Allgäuer Alpen liegt Bad Hindelang – idyllisch und damit eine Oase der Schönheit und Erholung zu jeder Jahreszeit. Hier gibt es unzählige Ausflugsziele, ein vielfältiges Angebot an Freizeitaktivitäten und ein riesiges Sportangebot. Und wer einfach mal die Seele baumeln lassen will, sollte unbedingt den Jochpass mit der Kanzel aufsuchen.

Valendas

Auf 823 m liegt das beschauliche Bergdorf im Kanton Graubünden – eingebettet im Surselva-Tal am Oberlauf des Rheins. Die Umgebung ist geprägt von sanften Hügeln, dichten Wäldern und steilen Schluchten. Historische Holzhäuser, traditionelle Steinbrücken und die Kirche St. Vinzenz bilden das Ortsbild, während Wanderwege zu spektakulären Aussichtspunkten führen, die das Tal und die Rhein-Schlucht überblicken.

Das Bergdorf Valendas im Schweizer Kanton Graubünden zählt zu den schönsten Tourismusdörfern der Welt 2025.
Das Bergdorf Valendas im Schweizer Kanton Graubünden zählt zu den schönsten Tourismusdörfern der Welt 2025. (Bild: picture alliance / prisma | Sonderegger Christof)

Das ganze Ranking unter: untourism.int

(Quelle: Gemeinde Schiltach/Tourismus/Bad Hindelang/Reisereporter/UNWTO)