ADAC warnt vor Verkehr: Ferienende kann für ordentlich Stau sorgen

ADAC warnt vor Verkehr: Ferienende kann für ordentlich Stau sorgen
Die Winterferien enden – das bedeutet für die Meisten: ab nach Hause! Dabei könnte man jedoch eine Menge Geduld benötigen. (Bild: Pixabay)

Deutsche Presse-Agentur

Nach dem Urlaub ist vor dem Stau. Der ADAC warnt erneut vor vollen Straßen zum Ferienende. Bereits ab dem frühen Samstagvormittag muss man auf den großen Fernautobahnen mehr Zeit für die Heimreise einplanen.

In Baden-Württemberg und zehn weiteren Bundesländern enden am Wochenende die Schulferien. Vor allem Urlauber aus den Skigebieten dürften einen Teil ihrer Erholung schnell im Stau verlieren.

Die Automobilclubs ADAC und ACE rechnen schon ab dem frühen Samstagvormittag mit viel Reiseverkehr – vor allem Richtung Norden, wegen des Bettenwechsels in den Wintersportzentren muss auch Richtung Alpen und Mittelgebirge mit höherem Verkehrsaufkommen gerechnet werden. Bis Sonntagabend wird der erhöhte Reiseverkehr anhalten.

Auch das Wetter spielt eine Rolle

„In Baden-Württemberg dürften am Wochenende so gut wie alle großen Fernautobahnen von der Rückreisewelle betroffen sein“, sagte Julian Häußler vom ADAC Württemberg der Deutschen Presse-Agentur. Zum Ende der Schulferien seien dann neben den Einheimischen auch Menschen aus Nordrhein-Westfalen oder Bayern auf den baden-württembergischen Autobahnen unterwegs nach Hause.

„Eine Rolle könnte auch das Wetter spielen“, sagte Häußler. Für das Wochenende seien kältere Temperaturen um den Gefrierpunkt gemeldet. „Solche Wetterverhältnisse erhöhen für gewöhnlich die Unfall- und damit die Staugefahr.“

Auf diesen Autobahnen herrscht Staugefahr:

Stau-Schwerpunkte sieht der ADAC-Sprecher auf der Autobahn 8 von München in Richtung Karlsruhe und auf der A5 von Basel nach Norden Richtung Karlsruhe. Risiken sieht er wegen der Baustellen auch in Pforzheim auf der A8 zwischen den Ausfahrten Pforzheim-Süd und Nord, dem größten Nadelöhr im Südwesten. Hier sollten Autofahrer am Wochenende definitiv mehr Zeit einplanen.

Eine Staugefahr könnte auch auf der A6 (Nürnberg – Heilbronn), auf der A7 (Füssen/Reutte – Ulm – Würzburg) und auf der A81 (Singen – Stuttgart) aufkommen.

Der Tipp des ADAC lautet: „Wer der Reisewelle am Wochenende ausweichen möchte, sollte möglichst spät am Samstagabend, also nach 18 Uhr, oder früh am Sonntagmorgen vor 8 Uhr losfahren.“

Zusätzliche Pannenhelfer im Einsatz

Am Wochenende wird der ADAC mehr „gelbe Engel“ als Pannenhelfer einsetzen – weniger wegen der befürchteten Staus, sondern mehr wegen des angekündigten Wetterumschwungs mit Minustemperaturen und Frost.

„Einsatzstark könnte dadurch aber weniger das Wochenende, sondern vor allem der kommende Montag werden, wenn viele Menschen ihr Auto für die Fahrt zur Arbeit oder zur Schule benötigen.

Gerade nach längerer Startzeit macht bei kalten Temperaturen häufig die Starterbatterie schlapp.“ Sie ist in der ADAC-Statistik mit Abstand die häufigste Pannenursache. 2022 war die Batterie für 43,2 Prozent der Fälle der Pannenhilfe in Baden-Württemberg verantwortlich.

Bahn erwartet zum Wochenende keine übermäßige Auslastung

Die Deutsche Bahn hatte zwischen der dritten Adventswoche und Neujahr Hochbetrieb, erwartet aber am kommenden Wochenende keine neuen Spitzen.

Für Reisen in den Ferien rät die Bahn, im Fernverkehr einen Sitzplatz zu reservieren und in der Auslastungsanzeige auf bahn.de nach weniger stark nachgefragten Zügen zu schauen. Die Lokführer-Gewerkschaft GDL will am Wochenende noch nicht wieder streiken.