Canyoning mit tödlichem Ausgang Nach Drama in der Starzlachklamm: Verfahren wegen fahrlässiger Tötung

Nach Drama in der Starzlachklamm: Verfahren wegen fahrlässiger Tötung
Nach der Tragödie in der Starzlachklamm, wobei eine 27-jährige Frau ums Leben kam, hat die Staatsanwaltschaft Kempten nun Verfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet. (Bild: picture alliance/dpa | Andrea Liss)
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Redaktion

Sonthofen (pr/le) – Nach dem tödlichen Canyoning-Unfall in der Starzlachklamm am Fuße des Grünten (wir berichteten), hat die Staatsanwaltschaft Kempten nun Verfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet.

Wie die Polizei mitteilte, ergaben erste Ermittlungsergebnisse, dass zwei Führern die fahrlässige Tötung der Frau zur Last gelegt wird. Die Guides, eine 32 Jahre alte Frau und ein 49 Jahre alter Mann, betreuten die Gruppe, zu der die 27-jährige Verstorbene gehörte.

Ein weiteres Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung leitete die Staatsanwaltschaft gegen zwei weitere Guides im Alter von 38 und 60 Jahren ein, die die weitere Gruppe des 31-jährigen Verletzten leiteten.

Warum trotz steigendem Wasserpegel in der Klamm?

Eine der zentralen Fragen der Ermittlungen wird der Umstand sein, warum sich die Gruppen trotz der Witterung und des schnell ansteigenden Wasserpegels in der Starzlachklamm befanden.

Bislang berichtete die Polizei davon, dass ein 49-jähriger Mann schwer und ein 31-jähriger Mann leicht verletzt worden sind. Dies stellt eine Verwechslung dar. Richtig ist, dass der 49-jährige Mann leicht verletzt wurde und das Krankenhaus gestern im Lauf des Tages wieder verlassen konnte. Der 31-jährige Mann hingegen wurde schwer verletzt und befindet sich noch immer in stationärer Behandlung, Lebensgefahr besteht aber nicht.

Die weiteren Ermittlungen der Polizei unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Kempten gestalten sich umfangreich.

(Quelle: Polizeipräsidium Schwaben Süd)