Mona Mitterwallner fährt erneut aufs Podium

Mona Mitterwallner fährt erneut aufs Podium
Alex Miller ist nun auch wieder einsatzfähig. (Bild: WFG)
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Redaktion

Nals – Mehr als 600 Athleten sind am Start der dritten Etappe der Internazionali d’Italia Series gewesen. Dieser Event galt als eine richtige Generalprobe vor dem Weltcupauftakt vom 7. bis 9. August in Albstadt. Und: Wieder einmal hat TREK | VAUDE-Fahrerin Mona Mitterwallner aufhorchen lassen und Platz drei belegt.

Der Klassiker des italienischen MTB erlebte am Samstag – laut Pressemitteilung – den wichtigsten und prestigeträchtigsten Tag seiner Geschichte. Denn seit 20 Jahren ist Nals eine feste Station für die Top-Athleten der Mountainbike-Szene. Jedoch konnte dieses Rennen, dritte Etappe der Internazionali d’Italia Series, noch nie zuvor mit einer so beeindruckenden Startliste aufwarten.

Bei den Damen waren 104 Fahrerinnen am Start und von Beginn an  hatte die U23-Weltmeisterin Lecomte das Tempo forciert und sich vom Rest der Gruppe abgesetzt. Dahinter war Ferrand-Prevot neben Sina Frei (Specialized Factory Racing) die einzige Athletin, die zunächst auf Schlagdistanz blieb.

Mona Mitterwallner ging mit Startnummer 36 ins Rennen und lag nach der ersten Runde auf Platz 25 und startete eine unglaubliche Aufholjagd auf der engen Strecke. In Runde zwei bog Mitterwallner bereits auf Platz zwölf liegend in die Zielgerade ein und die Konkurrenten spürten den Willen der erst 19-Jährigen noch weiter nach vorne zufahren.

Am Ende der dritten Runde lag Lecomte über eine Minute vor der Weltmeisterin, fast zwei Minuten vor Frei und zweieinhalb Minuten vor dem Quartett Anne Terpstra (Ghost Factory Racing), Jolanda Neff (Trek Factory Racing), Mona Mitterwallner (TREK | VAUDE) und Kate Courtney (Scott-SRAM).

Als Mona Mitterwallner dann auf einer langen Geraden Jolanda Neff hinter sich ließ, war sie nicht mehr zu bremsen und auch Sina Frei konnte der jungen Österreicherin in Diensten des Teams aus Langenargen nicht mehr folgen, sodass diese abermals Protagonistin einer beeindruckenden Aufholjagd – wie in Andora – wurde.

Auf den ersten drei Stufen des Podiums standen somit drei amtierende Weltmeisterinnen: Siegerin Lecomte (U23-Weltmeisterin), Ferrand-Prevot (Elite-Weltmeistering), die Zweite mit 1:44 Minuten Rückstand wurde, und Juniorinnen  Mona Mitterwallner (+ 2:05). Platz vier ging an Sina Frei (+ 2:45), Rang fünf belegte Jolanda Neff (+ 3:15).

„Die sehr enge Startrunde hat es schwer gemacht nach vorne zu kommen. Ziemlich weit hinten im ersten Anstieg habe ich gleich in der ersten Runde 2:35 Minuten verloren. Dann habe ich von ganz hinten angefangen aufzuholen und habe versucht jede Stelle zu nutzen. Dass ich noch auf Platz drei fahren konnte, mit so einem Rückstand nach Runde eins, überrascht mich selbst“, kommentierte die Athletin.  

Und weiter: „Die Rundenzeiten waren auf jeden Fall sehr zufriedenstellend. Ich werde genauso weiterarbeiten und bin bereit für mein Heimrennen in Haiming nächste Woche.“ Im Rennen der Herren gingen 243 Athleten an den Start und entsprechend hektisch war der Start, denn die „Top Ten“ der UCI-Weltrangliste waren anwesend.

Auf der – laut Mitteilung – körperlich anspruchsvollen Strecke war ein Rennen mit hohem Rhythmus vorausgesagt und so kam es auch. Ab der ersten Runde wurde von den Favoriten ein sehr hohes Tempo angesetzt, welches die Spitzengruppe schnell auseinander riss.

Für Alex Miller, der sich als U23-Fahrer im Team von Bernd Reutemann auf die Olympiateilnahme vorbereitet, war es am Ende Platz elf in der U23-Klasse und ein guter Einstieg in die Rennserie der nächsten Wochen. Die Elite-Fahrer Gregor Raggl und Karl Markt, die ebenfalls in den kommenden Wochen noch um das Ticket für Tokio kämpfen,  kamen am Ende auf Platz 36 und 41 ins Ziel.

„Ich hätte nie gedacht, dass wir so schnell in der Weltspitze ankommen und mit Mona Mitterwallner haben wir den Shooting-Star der Cross-Country-Szene in unseren Reihen. In allen vier bisherigen Rennen stand sie jeweils auf den Podium, hat die Weltelite hinter sich gelassen und bei allen Auftritten ihre Ausdauerstärke unter Beweis gestellt“, bilanzierte Bernd Reutemann.

Und weiter: „Mit Alex Miller haben wir ein weiteres junges Talent in unseren Reihen, das nach mehr als zwölf Monaten Corona-bedingter Rennpause noch etwas Zeit brauchen wird.“ Kommende Woche geht es gleich weiter mit dem nächsten „Mini-Weltcup“ im Ötztal.

Wer die Rennen verfolgen möchte, könne dies über die Social-Media-Kanäle von TREK | VAUDE tun. Start ist am Samstag, 17. April, um 10.30 Uhr mit der U23 m. Ab 12.30 Uhr geht die Damen Elite / U23 an den Start und um 14.45 Uhr sind die Männer am Start.